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im Namen meiner Wähler und meiner Partei gegen dieses Gesetz
im Allgemeinen.“ „Seinen Standpunkt“ hatte Herr Liebknecht zuvor
dadurch glänzend belenchtet, daß er die Lüge aussprach, Deutschland
habe in Frankreich „gefangene Franktireurs, Männer, die nur thaten,
was die Deutschen in den Jahren 1813, 1814, 1815 gethan haben,
summarisch erschossen, sie nicht als ehrliche Soldaten betrachtet und
behandelt, sondern als Banditen.“ (Sten. Ber. S. 1200).
In der folgenden Reichstagstagung 1875 und 1876 benutzte
dieser deutsche Patriot die Berathung des „Braustenergesetzes“ zu
folgender Rede gegen das deutsche Heer und Vaterland, welche
auf der Höhe seiner Leistungen aus dem Jahre 1870 steht (Sten.
Ber. S. 263—267):
Nachdem er zunächst wieder seinem Liebling, dem „Milizsystem“, dem
„Volksheer“ das Wort geredet, es „besser zur Vertheidigung des Vaterlandes“
geeignet erklärt hatte, auch wenn Moltke anderer Ansicht sei, gelangte er zu
dem lustigen Ergebniß: „Wir haben keine allgemeine Wehrpflicht! .. Das
Milizheer ist nur zu gebrauchen gegen den äußeren, nicht gegen den sogenannten
„inneren“ Feind, nicht zur Aufrechterhaltung der Klassenherrschaft.
Wir wissen nun, wozu das deutsche Heer gebraucht wird. Das Volk hat
mit Eurem Krakehl “ (der Vaterlandsliebe in Deutschland und Frankreich)
„nichts zu thun. .. Den jetzigen System, welches auf politischem und auf
finanziellem wie auf jedem anderen Gebiete in einer der Nation verderblichen
Weise wirthschaftet, welches Deutschland korrumpirt, knechtet und in
beständige Kriegsgefahr stürzt, welches dem Volke Lasten auferlegt, denen
es nicht gewachsen ist, diesem System müssen wir von unserem Standpunkt
aus jede Steuer verweigern, denn jede Steuer würde nur zu volksfeindlichen
Zwecken verwendet werden. Das deutsche Volk muß sich darüber klar werden,
ob es ferner für ein System eintreten will, durch das es finanziell und
politisch rninirt und korrumpirt wird, oder ob es einen vollständigen Bruch
mit diesem System will. Also unser Wahlspruch ist einfach: dem jetzigen
System keinen Pfennig, sei es in Form welcher Stener es wolle. Vollständiger
Bruch mit diesem System!“
Im Jahre 1876 (Sten. Ber. S. 827, Sp. 1) ruft Herr Liebknecht
das Hohnwort im Reichstag: „Herr Stieber ?) ist das deutsche
Reich!“
Am 18. Dezember 1876 läßt endlich auch Herr Bebel wieder
sein Licht im Reichstag leuchten durch eine große Rede über die
neuen Justizgesetze, und gelangt zu der hochkomischen Weissagung
(Sten. Ber. S. 888, Sp. 2): „Heute, meine Herren, sind Sie bereit,
Gesetzen zuzustimmen, die meiner Ansicht nach auf lange Jahre
hinaus die Rechtsentwickelung der Nation hemmen!
Hand in Hand mit dieser geflissentlichen Verachtung jedes deutschen
Gefühls und Strebens im deutschen Parlament giug die sicts
*) Der frühere Leiter der politischen Polizei in Berlin.
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