Metadata : Gesetz- und Verordnungsblatt für das Königreich Sachsen vom Jahre 1865. (31)

4%

von  Feldern  sind  von  der  besten  Qualität,  und  werden  Worgen  oder  Steiweise  verpocktek.  3)  Die  Winter-Schaasweide
  auf  den  ##iesen  im  untern  Thal,  welche  hächstene  mit  75  Stük,  von  Martim  bis.  Ambrosi  zu
befahren  sind.  4)  Die  Anschaffung  und  die  Abgabe  des  ihrh  ersorderlichen  Auslofungs  Heus  von  ungefähr
40  Wannen  guter  Qualität.  Am  aten  Tag:  5)  die  Beiführung  des  Besoldungholzes  samt  Reisach  vou
unge#ähr  1235  Klafter  Brennholz,  und  850  Bsch.  Reifech.  6)  Die  Uberführung  der  Chaussee  mit  Nckarku.“
jährlich  amal  nach  der  ganzen  Lange  von  Lustnau  bis  Bebenhausen,  oder  auch  in  2  1  istrikten  abgetheilt.
7)  Die  Wegknechrs-  Dinnleistungen  auf  gedachter  Straße.  8)  Den  Eirzug  des  Chausseegelds  von  Bebenhausen
  nuch  kustnan  0)  Das  Spöftkarren.  Fuhrwesen,  das  ist  die  Bau-Materialien  aus  den  Klosters-Magazinen,
an  die  Orte“  wo  sie  die  Handwerksleute  innerhalb  des  Klosters  nörhig  haben,  hin,  und  dagegen  allen  Urbau,
Stein  und  Gassenkoch  wehufücen,  Bei  all  diesen  Gegenständen  gehen  die  altere  Bestand-Akkorde  bis  Georgii
  1810.  zu  Ende,  daher  die  iebhaber  zu  einer  o#zer  der  andern  Verpachtung  eingeladen  werden,  sich  an  gedachten
  Taégen  Vormittags  präcise  5  Uhr  hier  einzufinden;  vorläufig  wird  die  Versicherung  ertheilt,  daß  diesen
  V.rhandlunge.  sehr  gefilige  Bedingungen  zum  Grrunde  liegen,  dagegen  erwartet  man,  daß  die  Lufttragende
  auch  sich  über  ihre  Vermögens-Umstände  und  itre  Prädikate  als  Staatsbürger  und  gute  Landwerthe,
soweit  es  der  eine  oder  der  andere  Gegenstand  erfordert,  mit  gültigen  Zeugnißen  zur  disseitigen  Zufriedenheit
ausweisen  werd.n.  Den  30.  Dkt.  1800.  Kreis-Streuerrath  des  Rotenburger  Kreis.s,  und

-  Cameral-Verwalter  zu  Bebenhausen.

Derdingen,  Oberamts  Maulbronn.  Da  der  Bestand  der  biesigen  Communmuͤhle  an  Georgii  i1810.
zu  Ende  geher,  so  wurde  durch  das  Kön.  Oberlandcs-Ockonomie-Collegum  unter  dem  o.  Okt.  d.  J.  verordnet,
  daß  ein  gedoppeter  Versuch  mit  einem  Verkauf  und  einer  Verpachtung  dieser  Mühle  gemacht  werden
solle.  Diese  zweicrlei  Verhandlungen  werden  Dienstags  den  10.  Decemb.  d.  J.  Vormittags  auf  dem  Rathbaue
  zu  Derdingen  vorgenommen  werd.  n,  wozu  mon  die  Kaufs=  und  Pachtliebhaber,  die  sich  in  Absichr  eines
binlänglichen  Vermögens  gehörig  ausweisen  kornen,  hiermit  eingeladen  baben  will.  Jerem  derselben  stehrt  frei,
diese  Mühle  mit  ihren  Appertinenzien,  einstweilen  in  Augemchein  zu  nehmen.  Vorläusig  aber  deenet  zur
Nachricht,  daß  die  erwähnt:  Mühle  ein  Erdlehen  der  Königl.  Cameralverwaltung  zu  Anittlingen  ist.  Sie  bestebet
  aus  einem  gut  gebauten  Haus,  worinn  dis  Mühlwerk  mit  einem  Gerb=  und  zwei  Meahlgängen  eingerichtet
  ist  Zu  diesem  Haus  gehört  eine  daneben  stehende  Scheuer.  In  dem  Hause  ist  ein  Merd=  und  Rind-=viehstall
  und  unter  der  Scheune  sind  Schweinställe  vorhanden.  Ganz  nabe  an  diesen  Gedauren  sind  ein  Morgen,
  ein  Viertel  neun  Rurhen  Wiesen  und  ein  halbes  Viert.  Krautland,  die  dazu  gehören.  Die  Muͤhle  liegt
an  der  Kraich  bei  Unterderdingen.  Der  Besizer  derselben  hat  der  Königl.  Cameralverwaltung  in  Knittlingen
jährlich  zu  bezahlen  12  fl.  8  kr.  und  an  Lichtmeß  drei  mürbe  Kuchen  jeden  zu  158  Mfund.  An  Mülter  wird
von  dem  Gerden  und  Mahlen  der  sechzehende,  von  dem  Gerben  allein  aber  der  zwei  und  dreißigste  Theil  bezogen.
  Der  Mller  holt  die  Frucht  von  den  Mahlkunden  zu  Derdingen  ab  und  liefert  ihnen  das  Meel.  Den
2.  Nov.  1800.  Oberamt  Maulbronn.

Sbersberg.  Baknang.  Zu  Ueberwinterung  der  herrschaftl.  Schaafwaar  auf  dem  Ebersberg  wird
Montag  den  20.  Nov.  Vonnittags  10  Uhr  in  der  Oberamtei-Wohnung  zu  Baknang  ein  Heu=  und  Ochmo-Eieferungs-Accord
  auf  ungefähr  v0o  -  1000  Ctr.  entweder  in  mehreren  kleinen  Parthien,  oder  auch  im  ganzen,
  im  Weg  öffentlicher  bicitation  abgechlossen  werden;  bei  welcher  Verhandlung  sich  diejenigen,  welche  zu
einem  dißfalsigen  Akkord  Luft  bezeugen,  einfinden  mögen.  Stuttgart,  den  10.  Nov.  1800.

Rechnungs-Rath,  Schäferei-Ober-Inspector  Bürger.

Kirchheim  unter  Tek.  Auf  ollerhöchsten  Besebl  solle  die  hiesige  vormalige  Kellerei=  Wohnung  verlie
ben  werden.  Solche  steht  von  dem  Kön.  Schloß  gegen  über,  ist  ouf  3  Seiten  krei,  hat  #  heizbare  Stuben,
5  Kammern,  1  Küche  samt  Speißkammer,  ein  Holz  und  Pferdstall,  und  unter  dem  Haus  einen  großen  Keller.
  In  dem  geschosenen  Hof  befindet  sich  ein  Waschhauß,  ein  laufender  Bronnen  und  Schwein  und  Geflägel-Ställe.
  Zur  Verleihungs-Verhandlung  ist  Donnerstag  der  7.  Dec.  bestimmt.  Die  Liebhaber  wollen  sich
an  di  sem  Tag  Vormittugs  lo  Uhr  in  dem  zu  verleihenden  Kellerei-Gebäude  einsinden.  Den  6.  Nov.  1800.

Kreis-Steueramt  Urach  und  Cameralamt  Kirchheim.

 

Leonberg.  Da  der  unterm  18.  Okt.  vorgenormene  Heu-Lieseumgs-Accord  für  die  Königl.  Thiergärten
  nickt  ratificirt,  sondern  ellergnädiest  besorkn  we#n,  enn  nechmaligen  Akstreich  zu  verenstalten;  so
werden  die  dißfalsigen  Licbheber  zu  dieser  Kiefezung  em  Mittnech  den  22.  Nov.  Morgens  o  Uhr  vor  unterzeichneter
  Beböre  wiedertolt  eingeladen.  Den  10.  Nov.  1809.  Kin.  Forst-Cassen-Amt.