Volltext : Rosenheimer Anzeiger. 62. Jahrngang (62)

 

Aummer  3
r  A.  Die  eigenen  Beslände  der  Kammgarn=Bestinmungen
  für  die  deutsche  spinner,  sowohl  in  Rohwollen  einschließ-Eelsur
  und  das  Wollgesälle  lich  neneschen  efärbten  und  ungebe
  en  erberefen  (auch  von  färbten  gewa  i  Kanen  gefärbten  u.
*  auskändischen  Schaffeklen).  leeien  genal  anensgen,  gefärbten  und

Auf  die  Wollen  der  deutschen  Schafschur
und  das  Wollgefälle  bei  den  Gerbereien  (auch
von  ausländischen  Schaffellen)  sindet  die  Belanntmachung
  über  die  Beschgnghn  der  deutschen
  Schafschur  Nr.  W.  I.  3808/8.  2.  A.
(in  Bayern  Bekanntmachung  vom  17.  9  “  .
wendung.

Bei  der  Verarbeitung  und  Verwendung  die.
ser  Wollen  ist  ebensalls  der  Nachweis  der  Verwendung
  zur  Erfüllung  von  Aufträgen  der
Heeres--  oder  Marineverwaltung  nach  Maßgabe
des  §  4  Absatz  4  durch  Belegschein  (§  8)  zu
erbringen.

86.

Aus  naneen  hinsichtuich  er  Einfuhr.

Diese  Bekanntmachung  sindet  nicht  Anwenwenbung
  auf  diejenigen  Mengen  Spinnstosse
„nicht  Tierhaare),  welche  seit  dem  14.  Auguft
1915  bis  zum  Inkrafsttreten  dieser  Bekanntmachung
  und  diejenigen  Mengen  Spinnftoffe
und  Tierhaare,  welche  nach  dem  nkraftreten
dieser  Bekanntmachung  vom  Reichsausland
(nicht  Zollausland  und  besetzte  richenn  nach
Deutschland  eingeführt  worden  sind.

Besondere  Vestimmungen  für
ammgarnspinner.
Für  Kammgarnspinner  wird  angeordnet:

 

ungefärblen  Vorgarnen  in  den  Feinheitegraden
  von  AAAA  bis  einschließlich  E1
müssen  zu  der  von  dem  K.  Preuß.  Priegsministerium
  vorgeschriebenen  Kriegemischung
  weiter  versponnen  und  dürfen
für  andere  Zwecke  nicht  verwendet  werden.

Diese  eigenen  Bestände  der  Kammgarnspinner
  mussen  bis  zum  31.  März  1916
versponnen  und  zur  Weiterverarbeitung
P  Heeres=  oder  Marinezwecken  abgeliefert
ein.

Die  in  der  vorgeschriebenen  Kriegsmischung
  gesponnenen  Weblammgarne  für
Militärstoffe,  sowohl  aus  eigenen  Beständen
  der  Kammgarnspinner,  als  auch  aus

Zuteilungen  der  Kammwoll-Altienge
sellschaft  hergestellt,  dürfen  nur  durch  Vermittlung
  des  Kriegs-Garn=  und  Tuchverbandes
  E.  V.,  Berlin,  veräußert  werden.

Die  eigenen  Bestände  der  Kammgarnspinner,
  sowohl  in  Rohwollen  einschl.  Rückenwäschen,
  gefärbten  und  ungefärbten  gewaschenen
  Wollen,  gefärbten  und  ungefärbten
  Kammzügen,  gefärbten  u.  ungefärbten
  Vorgarnen  in  den  Feinheitsgra-#



——————

Ausführung  der  vor  Inkrafttreien  dieser
Bekanntmachung  erteilten  unmittelbaren
oder  mittelbaren  Aufträge  von  Heeresoder

  Marinebehörden,  oder  solchen,  die

von  dem  Kgl.  Preuß.  Kriegeministerwurt
ausdrücklich  genehmigt  worden  sind,  weiter
  verarbeitet  werden.

.  Die  in  §  6  dieser  Bekanntmachung  zugelassenen
  Ausnahmen  hinsichtlich  der  Einfuhr
  gelten  auch  für  Kammgarnspinner.

8  8.

—

Belegscheine.

Vordrucke  der  amtlichen  Veräußerungescheine
(8§  3)  und  Belegscheine  (§  4)  sind  bei  dem  Websloffmeldeamt
  der  Kriegs-Rohfloff  Abteilung  des

AKgl.  Preuß.  Kriegsministeriums,  Berlin  SW.
Nr.  48,  Verl.  Hedemannstr.  11,  anzusordern.
In  der  Ansorderung  ist  genau  anzugeben.  welcher
  Schein  gewünscht  wird.  Die  Anforderung
ist  mit  deutlicher  Unterschrift,  genauer  Adresse
und  Firmenstempel  zu  versehen.

39

Anträge  und  Anfragen.
Alle  auf  die  vorstehende  Bekanntmachung  bezüglichen
  Anfragen  und  Anträge  sind  mit  der

Kopfschrist  „Spinnverbot“  an  die  Kriegs-Nohtreiffend
  Veräuhßerungs=  und  Verarbeitungsverstofs-Abteilung,

  Sektion  W.  I.  48,  Verl.  Hedemannstraße
  9·.10,  zu  richten.

Für  die  Genehmigung  von  Freigaben  ist
das  Kgl.  Preußische  Kriegsministerium,  Kriege-Rohstoff-Abteilung,
  Sektion  W.  I.,  ausschließ-Mittwoch,

  8.  Jannar  1916

Berlin,  den  31.  Dezember  1915.
Kgl.  Preuß.  Kriegsministerium.
gez.  von  Wandel.
Münnchen,  den  31.  Dezember  1915.
Kgl.  Bayer.  Kriegsministerium.
gez.  Kreß  von  Kressenstein.
Dresden,  den  31.  Dezember  1915.
Kgl.  Sächsisches  Kriegsministerium.
gez.  von  Wilsdorf.
Sluttgart,  den  31.  Dezember  1915.
Kgl.  Württemb.  Hrie  gm  inisterium.
gez.  von  Marchtaler

Vorstehende  Bekanntmachung  der  4  deutschen
Kriegsministerien  wird  hiermit  —  soweit  einschlägig
  auf  Grund  der  Bekanntmachung  über  Vorratserbebungen
  vom  2.  Februar  1915  (NB.
S.  54),  vom  3.  September  1915  (0B#.  S.
540)  u.  vom  21.  Oltbr.  1915  (REBl.  S.  684),
des  Eesetzes,  betr.  Höchstpreise  vom  4  Aulust
1014  n.  F.  (R  Bl.  1914  Seite  516),
sowie  der  Kgl.  Verordnung  vom  31.  Juli  1914,
den  Uebergang  der  vollziehenden  Gewalt  auf
die  Militärbesehlshaber  betreffend  (EV#Bl.  S

 

29)  zur  allgemeinen  Kenntnis  gebracht.
Die  Bekanntmachung  vom  13.  August  1915,  bebot

  von  reiner  Schafwolle  und  rein  schafwollenen
  Spinnstossen  wird  ausgehoben.
München,  den  31.  Dezember  1915.
Der  Kommandierende  General:

 

den  von  Ell  und  geringer  dürsfen  nur  zur

hlich  zuständig.

 

 

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