Full text : Rosenheimer Anzeiger. 62. Jahrngang (62)

Offensive  macht  demnach  in  der  Süd-Dobrudscha
Fortschritte,  die  es  wohl  erklärlich  erscheinen  lassen,
  dah  die  Rumänen  in  Siebenbürgen  nach
Ueberschreiten  der  rumänischen  Pässe  sich  heute
barausbeschränken,  mit  keinen  Abteilungen  vorufühlen,
  ungewiß,  was  sie  tun  sollen,  um  die
lanmenen  Ereignisse  abzuwarten.

 

Die  Schlachl  an  der  Lomme.
Die  Lageander  Somme.
Bern,  6.  Sept.  Der  „Bund“  betont,  daß
die  Engländer  zur  Einnahme  von  Guillemont
eine  Offensiotätigkeit  von  64  Tagen  benötigten,
  also  um  60  Tage  mehr,  als  sie  in  ihrem
Offensioplane  vorgesehen  hatten.  Nach  dieser
Differenz  seien  auch  die  Opfer  zu  bemessen,  die
die  Angreifer  gebracht  haben,  um  dieses  erste
Ziel  einer  ursprünglich  auf  den  Durchbruch  angelegten
  Offensive  zu  erreichen.  Wesentliche  trategische
  Punkte,  so  meint  der  „Bund“  weiter,
gingen  den  Deutschen  im  Rauime  der  Somme
nicht  verloren,  und  es  wäre  eine  strategische  Stärkung
  ihrer  Gesamtposition,  menn  sie  in  dem  bestgeeigneten
  Augenblick  die  bedeutend  verkürzte
Linie  wählten  und  alle  irgendwie  entbehrlichen
Kräfte  auf  den  Punkt  des  eine  strategische  Einheit
  bildenden  europäischen  Schlachtfeldes  würsen,
  wo  jetzt  von  allen  Parteien  eine  klare,  nositive
  Enkscheidung  gesucht  werden  müsse.  (3.)
Berlin,  5.  Sept.  Der  Kriegsberichterstatter
Quceri  meldet  dem  „Berl.  Tagebl.“  gus  dem
Großen  Hauptqusriier  über  die  letzten  Kämpfe
an  der  Somme:  Es  sind  wohl  noch  nirgends
Geschütze  in  einer  derartigen  Masse  miammengeballt
  worden  wie  an  der  Front  Maurepas-Klery.
  Die  Feinde  huben  alles  Geld  ausgegeben,
fur  das  man  irgendwo  Munition  erwerben  konnte.
  Er  legte  Hunderte  von  Granatendepots  hünter
  seiner  Linie  an,  bis  er  seine  angehäuften
Geschütze  für  den  gunitigen  Tag  seiner  Ofsenkive
instellen  konnle,  und  dann  versuchte  er  die
deutschen  Linien  auf  jeden  OQuadratzoll  einzudecken.
  Seine  Sturmtruppen  vermochten  an  einer
  Stelle  gründliche  Arbeit  zu  tun  und  bis
1500  Meter  vorzudringen.  Sie  lonnten  zwei  rauchende,
  kohlende  Dörfer  nehmen.  An  der  zweiien
Verteidigungslinie,  als  der  Weg  nicht  mehr  über
lauter  Schutt  und  Leichen  führte,  pralllen  sie
ab.  Sie  fanden  einen  wütenden  Empfang,  der
ihnen  viel  Blut  kostete.  Sie  sehten  sich  wieder
in  den  Besitz  von  ein  paar  Quadratkilometern
ihres  Landes,  die  sie  zu  einer  Wüste  gemacht
haben,  bevor  sie  sie  befreien  durften.  Merkwürdigerweise
  sind  es  wieder  die  Franzosen,  die
vorwärtslamen,  die  Engländer  blieben  wieder
mit  ihren  Absichten  steden  und  ihr  Angriffsfeld
ist  wieder  geschcitert.  Die  deutsche  Linie  ist  jeht
sast  nur  gerade.

Der  französische  Bericht.

Paris,  5.  Sept.  An  der  Sommefront  machten
  wir  trotz  des  schlechten  Wetters  im  Laufe  des
Tages  weitere  Fortschritte  und  errangen  wichtige
Vorteile.  Nördlich  des  Flusses  jchoben  wir  nach
einer  Reihe  glänzender  Kämpfe,  in  denen  unsere
Truppen  unwiderstehlicke  Ichneid  zeigten,  glatt
unsere  Linien  in  die  Gegend  östlich  Ze  Forest.
Wrr  stellten  die  Verbindung  her  zwischen  unseren
Stellungen  nördlich  des  Flusses  und  denjenigen
  des  Südufers,  indem  wir  das  Dorf  Omnieckourt
  nahmen,  das  ganz  in  unseren  Händen  ist.
In  dem  von  uns  seit  dem  3.  Sept.  allein  im

E  ##ch  uls  Sriebensulltet.

#eman  ven  S.  Hillger.
Clachdruck  verböoten.)

„Ich  muß  woll“,  entgegnete  Dora  ein
wenig  prahierisch,  „wir  kommen  äait  dem  lleinen
  Gebalt  meines  Mannes  richt  aus.  Und
wenn  Sie  es  mir  nicht  übelnomen,  Miß  Barnay,
  so  will  ich  die  Zeit  aurnützen.  Wir  können
  dabei  plandern.=„„Aber

  newiß,  liebe  Hrau  Steinberg.  Ich
wäre  untröstlich,  wenn  ich  Sie  störte.  Ich  kam,
um  Sie  zu  einer  Spazierfahrt  am  Nachminag
ab3zuholen.  Sie  und  die  Kinder.  Ihr  Gatte
mußte  leider  ablehnen,  da  er  sich  in  einem
Speisehause  zum  Vorfpielen  verpflichtet  hat.
Was  sind  Sie  für  fleißige  Leute!  Sie  können
wobl  nicht  schnell  genug  reich  werden?“
Dora  seufzte  und  beugte  sich  tiefer  über.  ihre
Arbeit.  „Dann  muste  mein  Mann  ein  andeter
  sein!  Er  gebört  leider  zu  denen,  die
nichts  vor  sich  bringen.“

„Daran  trägt  er  aber  sicher  keine  Schuld  Is

Dora  sah  flüchtig  von  ihrer  Arbeit  auf.
„Das  können  Sie  doch  nicht  beurteilen,  Miß
Barnay!“

„Vielleicht  doch.  Pa  hat  Hunderte  von
Beamten,  gewissenhafte  und  sahrlälsige,  geniale
und  ausdauernd  arbeitende;  wenn  man  Ge.
legenhelt  findet,  so  viele  mehr  oder  minder
tüchtige  Menschen  jahraus  jahrein  zu  beobachten,
  erwirbt  man  sich  Menschenkenntnis.
err  Steinberg  gehört  sichei  zu  den  treuen,
slelbiten  Beamten,  denen  man  unbedingtes  Vertrauen
  schenken  kann.“

    

 

17

 

 

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Nordabschnitt  eroberten  Material  wurden  bisher
32  Geschütze,  darunter  24  schwere,  2  Bombenwerfer,
  2  Schützengrabenlanonen,  eine  bedeutende
  Menge  Granaten  (Kaliber  15  Zim.),  1  Fesselballon
  und  eine  große  Menge  Maschinengewehre
  gezählt.  Die  im  Laufe  des  Tages  eingebrachten
  Gefangenen  sind  noch  nicht  gezählt.
Südlich  der  Somme  dauerte  den  ganzen  Tag
die  Schlacht  äußerst  heftig  an.  Der  Feind  vervielsaltigt
  die  in  Massen  ausgeführten  Gegenangriffe
  an  einer  großen  Zahl  von  Punkten  unserer
  neuen  Front,  besonders  südwestlich  Barleux,
  südösilich  und  südlich  Belloy.  Troh  der
wiederholten  Anstrengung  des  Feindes  behann
teten  wir  unsere  Linien  und  fügten  dem  Gegner
wiederholt  Verluste  zu.  Zwischen  Vermandorillers
  und  Chilly  verkleinerten  wir  den  Vorsprung
  der  zahlreichen  Inselchen,  die  die  Deulschen
  noch  halten.  Oestlich  Soyecourt  ermöglichte
  uns  ein  Angriff  unserer  Truppen,  die
deutsche  Schügengrabenlinie  zu  nehmen  und  den
Nordwestrand  und  Südrand  des  Parkes  Deniecourt
  zu  erreichen.  Die  Gesamtzahl  der  seit  gestern
  südlich  der  Somme  gemachten  Gefangenen
beträgt  4047  Mann,  darunter  75  Offiziere.  Im
gleichen  Südabschnitt  sielen  vier  schwere  Geschutze
  und  etwa  100  Maschinengemehre  in  unsere
  Hand.  An  der  gesamten  französischen  Sommesront
  (nördlich  und  südlich)  beträgt  die  Zahl
der  Gesfangenen  seit  3.  Sept.  6650,  die  Jahl
der  erbeuteten  Geschütze  36,  darunter  28  schwere.

Derenglische  Bericht.
London,  6.  Sept.  Hecresbericht  von  #
stern:  In  der  Nacht  erweiterten  wir  unseren  Gesender

  Regenflut  schoben  unsere  Truppen  ihre
Stellungen  1500  w?
weiler  vor  und  saßten  im  Lengwald  Fuß.  Weiter
  südlich  ist  nach  heftigem  Kampfe  das  ganze
slarle  Verteidigungssystem  des  Feindes  auf  eimont


werden  fortgesetzt  eingebracht.  Ihre  Gesamtzisser
  seit  dem  3.  September  übersteigt  1000.
Der  Kampf  bei  Ginchy  dauert  an.  Vom  Sonnlag
  bis  heute  nahmen  wir  die  gesamte,  noch
ubrige  zweite  feindliche  Verteidigungsstellung
auf  der  Front  von  der  Mongquetfarm  bis  zu  unlerem
  Verbindungspunkt  mit  der  französischen
Trmee.

—  —

VUamute  liegt  inm  ment  sonberich  am  Herzen.“
„O,  Frau  Steinberg!  Wie  klönnen  Sie
lo  sprechen!  Ich  bin  überzeugt,  Ihr  Gaite  würde
lür  Frau  und  Kinder  vurchs  Feuer  gehen:
„Eie
allle  jungen  Madchen.  Ich  schwärmte  ja  auch
einmal  für  meinen  Mann.“
„Und  jetzt  mögen  Sie  ihn  nicht  mehr?
Dann  sprechen  Sie  wenigstens  in  meiner  Gegenwart
  nicht  unfreundlich  von  ibm!  (r  hat  uns
doch  das  Leben  gereltet!  Wir  schulden  ihm
la  den  allergrößten  Dank.“
Dora  zuchte  die  Achsel,  sie  grollte  Hans
nur  noch  mehr.  Er  hatte  sich  also  in  den
Strasen  herumgedrückt,  nur  um  ihr  zu  trotzen
und  Bittner  durch  sein  Fernbleiben  zu  beleidizelhlich.



„Ein  jeder  prteilt  von
aus,  Miß  Barnay,
es  leichtfinnig  von  meinem  Manne.  sich  in  Geahr
  zu  begeben;  seine  Familie  hat  das  erste
“E7m.  auf  seine  Person,  daran  denkt  cr  aber
nicht.“

seinem  Standpunkt

Mabel  verglich  das  schmale  verhärmte  Gesicht
  ihres  Lebensretters  mit  dem  Poere  Ve-Gesundbelt
  blühenden  der  lungen  Frau  und
nahm  Steinbergs  Partel.

„Wenn  diese  Ehe  unglücklich  war,  woran
Mabel  nicht  mehr  zweilelte,
sche  iennue  Frau  e  Eut
e  ich  von  ihrer  Entiäuschu
Verstimmung  ulchts  merk  schung  und
und  jenes  und  verabschiedete  sich

„Ich  kann  Ihre  Einladung  zu  elner  Spazierfahrt
  leider  nich  nehmen,“  bemerkte

 

 

Er  ist  aber  ohne  Streben,  dos  Wohl  der

**

an  e
ora,  „bie  Arbeit  muß  rechtzeltig  serti  t
ich  darf  keine  Zeif  e  rchtgettl  lertg  werden.

winn  in  der  Nähe  von  Guillemont.  Trotz  hartnäcligen
  Widerflandes  des  Feindes  und  in  wach-Yards

  östlich  Guillemont:

ner  Front  von  1000  Dards  in  und  um  Falsein
  unsere  Hände  gefallen.  Gefangene

sind  Idealistin,  liebe  Miß,  wie  fast

gen.  Sie  fand  ihres  Mannes  Betragen  unver

meiner  Ansicht  nach,  war

danm  trug  die  hüb-Schuld.“
  a  die  büben,

  sprach  n  ·  :
.  W  dies

 

Algemeines  vom  KReieg.

Verfehlte  Schliche.

Berlin,  6.  Sept.  We  die  „Kreuzzeitung“
aus  Sigmaringen  berichtet,  ist  es  dem  Vermögensverwalter
  des  Königs  von  Rumänien,  dem
Schweizer  Bassentin,  der  nach  einlaufender
Kriegserklärung  Rumäniens  von  Sigmaringen
sosort  nach  der  Schweiz  abreisen  wollle,  um
das  Vermögen  des  Königs  in  Sicherheit  zu  bringen,
  infolge  ungenügenden  Pahausweises  nicht
gelungen,  über  die  Grenze  zu  kommen.  Bassentin
int  zurzeit  im  Schlosse  des  Fürsten  von  Hohenzollern.
  (Z.)

Beschlagnahme  der  ungarischen
Getreide-Ernte.

Budapesl,  6.  Sept.  Die  Regierung  wird
in  den  nächsten  Tagen  die  Beschlagnahme  bezw.
Rcquirierung  der  gesamten  bisherigen  Getreide-Ernte
  versügen  und  durch  amtliche  Organisation
deren  Verteilung  vornehmen  lassen.  Der  Hausund
  Wirtschaftsbedarf  der  Produzenten  wird
dadurch  nicht  berührt.

Der  deutsche  Gesandte

"  in  Bukarest.
Berlin,  6.  Sept.  Nach  einem  hier  am  Montag

  eingegangenen  Telegramm  soll  der  deutche

  Gesandte  in  Rumänien  mit  dem  Gesandtsie

  Gelae,  über  Rußland  nach  Schweden

abgereist  sein.

Die  lLage  in  Irland.

Neuyork,  6.  Sept.  (Funkspruch  vom  Vertreter
  des  W.-B.)  In  einem  Aussat  über  die
Lage  in  Irland,  der  als  Meldung  aus  London
im  „American“  veröffentlicht  wird,  schreibt  da#
irische  Unterhausmitglied  Dr.  Artur  Lynch:  Der
Aufstand  der  Sinn-Feiner  belebte  das  irische
Volk.  Obwohl  Dublin  äußerst  ruhig  ist,  besteht
ein  tieses  Gefühl  der  Unzufriedenheit.  Es  gibt
gesährliche  Gedanlen  in  Dublin.  Auch  angesehene
  Personen  sind  in  den  Polizeigerichtsbezirken
  mit  dem  Vermerk  „gefährlich“  versehen  worden.
  Bei  Beginn  des  Aufstandes  war  die  Volksmenge
  in  Dublin  den  Sinn-Feinern  feindlich  gesinnt.
  Als  aber  dann  der  Aufstand  erstickt  war,
lamen  Tag  für  Tag  Nachrichten  von  der  Erschießung
  von  Führern  und  Männemn,  die  keine  Führer

  waren,  dann  Erzählungen  von  Mord,  schrecklichen

  Hinrichtungen,  Plünderung  und  Räuberei-Das
  Walten  des  Generals  Maxwell  und  die

WSann  vertrauen  Sie  mur  die  Kinder  an,
Frau  Steinberg.  den  Kleinen  würden  ein  paar
Stunden  in  der  schönen  warmen  Sommerluft
gewiß  guttun.“
Dora  zögerte  wobl  noch,  aber  sie  sagte
lür  die  Kinder  doch  zu,  freilich,  ohne  die  Ameritanerin
  aum  Wiederkommen  einzuladen.  Sie
empfand  jetzt  leden  Besuch  außer  dem  des
Jugendfreundes  als  lästige  Störung.  —  —

n,  der  nächsten  Zeit  betam  Dora  ihren
Mann  fast  gar  nicht  zu  sehen.  Vom  Bureau
ague  ging  er  zum  Vorspielen..  Spät  in  der
Nacht  kehrte  er  heim,  schlich  in  sein  Bett  und
schlief  sogleich  ein.  Ohne  auch  nur  einmal  zu
erwachen,  lag  er  so  bis  zum  nächsien  Morgen.

Dann  mußte  Dora  ihn,  was  früher  nie
nötig  gewesen,  rütteln  und  schütteln,  um  ihn
munter  zu  bekommen.  Er  befand  sich  in  einem
Zustande  totaler  Erschöpfung.
ora  lbn  betrachlete,  wollte  tleses
Erbarmen  lie  beschleichen.  Doch  gleich  llammte
der  Jorn  in  ihr  gegen  den  „Eigensinn,  der
nur  ihr  zum  Trotz  sich  allerhand  überflüssigen
Ballast  aufbürdete,  um  nur  sa  recht  beklagenswert
  zu  erscheinen“.

Hans  sand  tatlächlich  kaum  noch  zeit,  ein
paart  Worte  mit  Doid  zuͤ  wechseln.  Siets  war
er  In  Cile.

Dadurch  entfremdeten  sie  sich  noch  mehr  als
bisher.

 

8
2

 

Er  fragte  nicht  nach  Bittner.  Dora  sprach
nicht  daruber,  daß  der  Jugendfreund  töglich
beranfkam,  Blumen  und  Süßigkeiten  brachte
und  ihr  das  behagliche,  bezaubernde  Leben
ginemalte.  wie  es  die  Dame  der  höheren  Stände
ührt.

Dora  sauschte  seinen  Worten  wie  einem
relzenden  Märchen,  und  wena  Blttner  o#n

 
 

Bummyen  ger  prurilohen  Zegrerung  Do##en  beteil
was  einer  jahrefjangen  Propa-  à  mht  gelun,
gen  war.  Sie  machten  aus  Dublin  eine  Stadt
der  Sinn-Feiner.  Die  Sinn-Feiner-Woge  ging
über  ganz  Irland.  Die  Sinn-Feiner-Führer
wurden  zu  neuen  Heroen  für  das  Vol  Casemem
ist  in  die  hiilige  Schar  der  irischen  S  ven  auf
genommen  worden.  Während  sich  bis  vor  lurzem
  die  Eime,  Permeaynn  unter  den  Pri.
stern  hauptsächlich  auf  wenige  junge  Priester  auf
dem  Lande  beschränkte,  scheint  jetzt  die  ganz=Priesterschaft
  davon  durchsetzt  zu  sein.  Der  Manr
auf  der  Straße  nimmt  die  Bischöfe  und  Erzbi,
scköfe  für  seine  Gesinnung  in  Anspruch.  Diese
neue  Gesinnung  ersti  te  die  Rekrutierung  tal.

sächlich

n  s
Ihrme
Versenkt.

Rotterdam,  6.  Sept.  Der  versenkte  engui.e
  e  Dampfer  „Rievaul  Abbey“  war  zugleis
mil  den  Dampsern  „Naskotte“  und  „Grenadier“
von  Hoek  van  Holland  nach  England  ausgefah
ren.  Bie  zur  englischen  Küste  wurden  die  Schiss.
von  englischen  Kriegsschiffen  eslortiert.  Offen.
bar  unternahmen  dann,  als  die  Kriegsschisst
den  Convoi  verließen,  deutsche  Kriegssahrzeug
einen  Angriff  auf  die  Dampfer.  Es  behaupte
sich  das  Gerücht,  daß  außer  „Naskotte“  und
„Rievaul  Abben“  auch  der  DLampfir  „Grena.
dier“  versenlt  worden  ist.  Der  Wert  der  Schissund
  ihre  Ladung  wurde  auf  34  Mill.  Gulden
geschäßt.

Der  Niedergang  der  sranzösische-Fischerflotte.



Bern,  6.  Sept.  „Humanite“  lenkt  die  Aufmerksamkeit
  auf  die  jämmerlichen  Zustände  #
der  französischen  Fischerflotte.  Frankreich  sted
im  Begriff,  hunderte  Müllionen  seines  natio#n,
len  Wohlstandes  und,  was  schlimmer  sei,  d'
Broterwerb  eines  ganzen  lommenden  Gescklechtes
zu  verlieren.  Zu  hunderten  verfaulten  Fischer.
boote  und  Segler  in  den  Häsen.  In  Camaren
3.  B.,  dem  wichtigsten  Hummer-Zentrun  Fraulreichs,
  sei  aller  Verkehr  lot.  Der  Staat  tue
nichts,  um  den  Verfall  dieser  einstmals  blühen,
den  Industrie  aufzuhalten.

s

 

WAWIW.

Vergeblicher  russischer  Luftangriff.

B.  Berlin,  6.  Sept.  (Amtlich.)  Gestern
nachmittags  griffen  mehrere  russische  Flugzeuge
Angernsee  in  Kurland  ohne  Erfolg  mit  Bomben
an.  Unseren  Abwehrslugzeugen  gelang  es,  ei
nen  feindlichen  Doppeldecker  zur  Landung  #
zwingen.  Die  Besahung  ist  gesangen  genommen.

Die  russischen  Verluste.

Karlsruhe,  6.  Sept.  Schweizerischen  Bläl.
lern  zufolge  verzeichnen  die  Verlustlisten  des  Kir
wer  Zentralerkennungsdienstes  vor  dem  1.  Jum
also  seit  dem  Beginne  der  russischen  Offensioe
bis  zum  20.  Aug.  685  000  Mann  und  54  (c#
Osfiziere  als  tot,  verwundet  oder  vermiß.
18  000  Offiziere  werden  als  gefallen  angefühn
Unter  ihmen  befinden  sich  23  Generale  und  #
Regimentskommandeure.

   

war,  träum  i
dichtete  Welt  binein

Drängte  sich  ihr  dann  die  Prasa  des  1
taglebens  auf,  so  fühlte  sie  sich  cbgestoßen,  wan
empört,  rebellierte.

Am  Sonntag  brauchte  Hane  nicht  ine  3
reau,  er  lonnte  ausschlasen.  Dora  weckte  i#e#r
nicht.  Er  lag  bis  gegen  Mittag  im  Bett.  Nu
gestärkt  staand  er  auf  und“  dehnte  die  Glieder.

„Ach,  Dorachen,  wie  habe  ich  mi  ⅛-den
  Sonntag  gefreul!  Allerdings  gehören  mie
nur  noch  mappe  drei  Stunden,  dann  mus
ich  wieder  fort,  damit  ich  um  Drei  „am  Kasten

e.
Dora  ließ  sich  den  Gutenmorgenkuß  geben.
ohne  ihn  zu  erwidern.  Sie  setzte  ihrem  Manne
das  Frühstück  vor.  "
Er  sah  sie  bittend  an.  „Nun  renne  dos
nicht  gleich  wleder  fort,  wir  haben  uns  ja  die
ganze  Woche  nicht  gehabt.  Man  kommt  lich
gang  fremd  im  eigenen  Hause  vor.“
Dora  zog  sich  einen  Küchenstuhl  heran.
Gleich  kletterte  Georg  auf  ihren  Schoß,  Miezchen
lcomiezte  sich  beim  Papa  an.  4
„Bieses  aufreibende  Leben  böltst  du  auf
die  Douer  dach  nicht  aus,  Hans.“  sagte  Dora,
„und  dLan  üe  du  dich  auch  hẽrab  durc
ãtlateit  —

diese  Art  o
gen  ist  L  Uebergang,  Aund.  rn  lroh,
·  elbe  mmen  zu  sein.
euf  D  at  bern  ains  Eebelde  Weißileß
  rg  —
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wesen  40%

ora  gab  den  ##
brot  mit  Honig  und
m  Herzen,  aber  ##
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war  nicht  khre
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heete  die  Künder  sich  an.

e  niel  auf  dem
capa  bessammen  zu  lehen;  sie  ab-Giũ


Mamu  6