— 25 —
Weil der Menschen immer mehr werden, die den in
jenen Versen beschriebenen Todes- und Lebenssprung
gewagt, so werden auch der freudvollen
Erdenpilger mehr. Es wächst das Heer der Erlösten,
die, unverzagt und ohne Grauen, im Siegerschritt
ihren Erdenweg gehen und, nachdem sie alle andern
Feinde weit überwunden, auch den letzten Feind
aufs Haupt schlagen und triumphierend durch des
Todes Pforte gehen.
Auch abseits von der immer noch kleinen Schar
der Erlösten erkennen wir ein wachsendes Erdenglück:
Die moderne Menschheit hat ihre gottgeordnete
Mission (1. Mose 1, 28) besser begriffen und
gründlicher angefaßt, als der alte geniale Schriftsteller
zu ahnen vermochte. Sie hat sich nicht nur
Tiere und Pflanzen untertan gemacht, sie hat sich
auch die Kräfte untertan zu machen angefangen und
als ihre Sklaven eingespannt. Und sie fordert der
alten Erde eine Fülle von Gütern ab, von denen
Moses noch nichts wußte. Die moderne Menschheit
weiß, daß sie vom Schöpfer nicht auf eine karge
Erde gesetzt ist. Sie weiß: Es stecken in der Erde Brot
und Fleisch, Zuckererbsen und Trauben, Flachs und
olle, Holz und Eisen genug nicht nur für 1500
Millionen Menschenkinder sondern auch für doppelt
so viel. Und sie lebt der jubelnden Gewißheit, daß
sie auch den Weg weiß, solches alles der Erde abzufordern.
Sie weiß auch, daß heute im alten Europa
niemand zu darben brauchte, wenn nicht England
die See und die Meerstraßen beherrschte. Aber sie
weiß auch — Gott sei Dank — das Bessere, wie diese
Zwingherrschaft mag gebrochen werden. Sie weiß,
daß unsere Erlösung naht.