Inhaltsverzeichnis : Kriegsgeschichte von Bayern unter König Maximilian Joseph I. Zweiter Band. (2)

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Erzherzog  Carl,  in  seinem  Hauptgelager  zu  Eglofsheim,
  wußte  am  Morgen  dieses  entscheidenden  Tages
noch  nichts  von  den  Schicksalen  seines  linken  Flügels.
Er  wähnte  noch  immer  den  Feldmarschall  =  Lieutenant
Hiller  von  Rottenburg  her  im  Anzuge,  und  erwartete
ungeduldig  mit  ihm,  mit  Erzherzog  Ludwig  die  Vereinigung.
  Er  beschloß  daher  auch,  sich  einsweilen  bis
dahin,  vor  Regensburg  am  rechten  Ufer  der  Donau,  in
einer  Linie  von  Abbach  bis  Eggmühl,  das  heißt,  zwischen
der  Donau  und  Laber  zusammenzuziehen.  Darum  ließ
er,  was  links  der  Donau  vorgeschoben  war,  wieder  zurückgehen,
  nämlich  das  2te  Armee-Corps  wieder  von
Heman  nach  Regensburg,  zwischen  Ober-Isling  und
dem  Galgenberg,  und  das  ste  Corps  von  Neumark  zurück
  nach  Heman,  lediglich  zur  Beobachtung  der  Kelheimer-Straße.


Hingegen  am  rechten  Ufer  der  Donau  schickte  er  den.
Färsten  Johann.  Lichtenstein  mit  der  Brigade  Veczay
  in  eine  Stellung  zwischen  Abbach  und  dem  Dorfe
Peising.  Die  Division  Lindenau  stellte  er  südlicher
zwischen  Walkering  und  Hinkofen;  noch  südlicher  vier
Regimenter  zwischen  Kdffering  und  Obertraubling,  und
diesen  zur  Linken  die  Grenadiere  auf  die  Eglofsheimer=Höhen.
  —  Vor  dieser  ganzen  Linie  bildete  er  eine  zweite.
Er  stellte  nämlich  das  äte  Armee-Corps  hinter  Dinzlingen
  so,  daß  seine  Vorhut  Dinzlingen  und  Weichenloe  besetzte,
  rechts  dem  General  Veczay,  links  der  Vorhut
vom  Sten  Corps  die  Hand  reichen  mußte.  Das.  Ste  Corps,
auf  den  Hbhen  hinter  Unterleuchling,  sollte  seine  Avantgarde
  rechts  bis  Dinzlingen  und  links  bis  Pring  und
Leuerndorf  ausdehnen,  auch  eine  starke  Abtheilung  am
rechten  Laber-Ufer,  zwischen  Sandsbach  und  Herren-