wuror oder Peamte vom Hienite entyoben uno
in Haft genommen. Seine hiergegen eingelegte
Beschwerde wurde berworsen
Trostberg, 3. Febr. Das bisherige Rathaus
mit dem sog. Marltschreiberhaus ist dem
Abbruch geweiht. An Stelle dieser zwei Gebäude
soll ein zeitgemäßes, den hiesigen Bedürfnissen
entsprechendes neues Rathans enisiehen.
Bad Reichenhall, 3. Febr. Von Mitgliedern
des Gewerbe- und Handelsvereins Vaod
Reichenhall ist zugunsten des Genesungs= und
Erholungsheims der Bayerischen Hanwerler= u.
Gewerbebundes eine Summe von 5280 Mk. zur
Verfügung gestellt worden, daron 4100 Mark
durch Schuldverschreibungen und 1140 Mk. durch
unverzinsliche Anteilscheine. Dieser schöne, beispielgebende
Erfolg ist ausschließlich dem unermüdlichen
Eirer des Gewerbevereinsvorslande
und Hanowerkskammermitaliedes Mertel zuzuschreiben,
der sich auch um das Zustandekommen
des Erholungsheims große Verdienste erworn
hat.
Sitgzung des Magistrats-Kollegiums
Rosenheim
Freikag den 30. Januar 1914,
vormittags 9 Uhr.
(Schluß.)
Verehelichungszeugnisse erhalten: a) Kurferschmiedgehilfe
Anton Zauß mit der Musikerstochter
Rosa Brand von hier; b) Mechaniker
Mar Engl von hier mit der Dienstmagd Maria
Schober von Eggelsberg, k. k. Bezirkshauptmannschaft
Mattighofen.
Bauzeichner Boser erhält einen Krankenurlaub
von drei Wochen.
Genehmigung zur Wirtschaftsführung erhalten
Otto Seiffert für den Fürstätterhof. Christian
Hartmann für die Restauration zum leltrizitätswerk,
Wolfgang Schwaiger für Case
Ludrig.
Die Wohnung im 2. Stock des Ellmaierhauses
Ma“ Josefsplatz 2 wird ab 1. April den:
K. Obergeometer a. D. Maximilian Friedl in
Bad Aibling mietweise überlassen.
Gegen die von der Gemeindeverwaltung Ruhpolding
beabsichtigte Verlegung des Zeller
Viehmarktes auf den 1. Oktober-Dienstag besieht
keine Erinnerung.
Genehmigt wird der vom K. Notariat Rosenheim
I unterm 24. Januar l. Js. Gesch.-Reg.
Nr. 153 beurkundete Grunonbidekungsperiras
wonach a) der K. Baurat Paul Vogel uno
beine, Eherran Katharina aus ihrem Grunsstück
Pl.-Nr. 1316¼, eine Fläche von 4 Derimalen,
b) der Fabrikant Johann Bernrieder aus seinen
Grundstücken Pl. Nr. 13161 und 1316
zw. 6 Dezimalen an die Staotaememde
Nosenheim unentgeltlich zur projektierten Seitenstraße
der Innstraße abtreten.
Nachdem beim Neubau Lipp die Garten-uer
in der Haustätterstraße längs der Westermanerstraße
auf Grund der vom Stadtbauamt vorgenommenen
Absteckung der Baulinie bereils
ausgeführt ist und das Stadtbauamt bei dieser
Absteckung zur Erzielung einer vorteilhafteren architektonischen
Wirkung von dem besiehenden
Baulinienplan abgewichen ist, wird die hinter
der Gartenmauer liegende und seinerzeit von
Otto Bestle als Straßengrund an die Stadtgemeinde
unentgeltlich abgetretene Fläche vo#n
10 Quadratmeter im Tauschwege unentgeltlich
gegen die im Eigentum der Frau Lipp stehende
Flöche an der Ecke der Haustätter= und Welslermayerstraße
von 2 Quadratmeter an Frau Lipp
unter der Bedingung überlassen, daß Vermessungs=
und Verbriefungs= sowie sonstige Kosten
von dieser getragen werden.
Genehmigt wird der vor dem K. Notariat
Rosenheim II unterm 24. April 1911 beurkundete
Grundabtretungsvertrag Gesch.-Reg. Nr.
694, wonach 1. der Oelonom Josef Vodermeier
tit, ch gtri slichtet, aus seinen Grundstücken
Pl.= 3 und 1651 die im stadtbauamtlich'n
ct 55 vom April 1911 gelb angelegten
Flächen von ca. 93 Dezimalen als künftigen
Straßengrund zur Verbindungsstraße zwischen
Münchener-, Samerstraße und dem Holzhofarcal
an die Stadtgemeinde Rosenheim abzutreten;
2. die Stadtgemeinde sich verpflichtet,
als Gegenleistung a) aus dem Grunostück Pl.= Nr.
101712 an der Prinzregentenstraße oie im
aleichen Plan rot angelegte Fläche von rund
20 Dez.; b) aus dem Grundstück Pl. Nr. 1658
an der Wittelsbacherstraße die im Plan rot
angelegte Fläche von ca. 10 Dezimalen an
Iolei Vodcimeiet abzutreten.
1 Antrag des Stadtbauamtes vom 29.
Mts. wird dem Pflastermeister Ott? Pfeifg4
die Aufstellung zweier Schuppen zum Zwece
der Aeberli-Makadambereitung bei der alten
Dampffäge in slets widerruslicher Meise geneh-=migt.
####unn ###= —
— in ———
am Mittwoch den 4. Februar 1914,
vormittags ½¼9 Uhr.
Friedhofordnung von Fürstött.
Der erste Punkt wurde von der Tagesordnung
abgesetzt, da der Referent, R.-A. Kollmann,
dienstlich abwesend ist.
Von der Mangfall.
Für Beseitigung von Gesträuch an der Mangsall
slellte seinerzeit M.-R. Oswald Agntrag.
Der Magistrat hat daraufhin in seiner letzten
Sihng beschlossen: „Für Beseitigung von einigen
in das Bett der Mangfall hineinragenden
abgestorbenen Bäumen, Wurzelstöcken und stärkeren
Sträuchern in der Strecke Schwimmschule,
Rathausstraße und Aisingerstrahenbrücke wird
der hiefür erforderliche Betrag von 50—60 Mk.
genehmigt. Der Aufrand ist im Gemeindeetat
1914 zu berücsihtigen. Nach Antrag des
Verw.-Rates Senft ist das anfallende Holz dem
siädt. Armenhause zu überweisen. Da die Arbeiten
zweckmäßig bei dem derzeiligen niedrigen
Wasserstand ausgeführt werden können, wird
das Stadtbauamt ermächtigt. sie ab Montag
vornehmen zu lassen.“ Der Finanzausschuß empsiehlt
die Genehmigung, da es sich nur um abgesiorbene
Bäume usw. handelt. Das Kollegium
spricht seine Genehmigung aus.
Turnhalle und Feuerhaus.
Das G.-K. hat am 28. Mai den Antrag
gestellt, über Reparaturen im Feuerhaus und
in der Turnhalle einen Plan vorzulegen. Die
Finanzkommission beantragte ietzt, wegen des
Volkssestes die Angelegenheit für beuer zurüclzusiellen,
da die Turnhalle für das Fest bei
den Ausstellungen Verwendung findet. Auch der
Magistrat beschloß in diesem Sinne. G.-B
Bauer: Ec höätte gedacht, daß die Ferstellung
der Weißdecke gerade wegen der Ausstellung
rsorderlich wäre. Im Inleresse der Feuerwehr
gerate bedauere er den jeyigen Beschluß. Die
Geräte leiden jest. sehr. Der Staub, der von
der Decke herunterfalle, beschmutze die Eisenteile.
Jedenfalls spiele der Kostenpunkt eine
Hauptrolle. Deshalb sollte man beide Lokale
getrennt herrichten, das Feuerhaus jetzt und
im nächsten Jahre die Turnhalle. Die Ausstellung
dürfie da kein Hindernis sein. Vorsitzener:
Der jetzige Antrag sei nur geseellt worden,
damit bei der Aussiellung die Näume besser
ausgenutzt werden könnten. G.-B. Breitenhm-=ber:
Der seinerzeitige Antrag sei doch wegen
der Heizung gestellt worden, damit nicht so viel
zum Dach hinaus geher#zt werde. G.-B. Heliel:
Die saödt. Tuunhalle sei ein Stieflind, für das
man nichts übrig habe. Es hätte schon längst
etwas geschehen sollen. Daß der Staub auf die
Ausstellungsgegenstände herunterfalle, daran
denke niemand. Man denke vielleicht nur an die
Deloration. Ein anderer Grund jür die Verschiebung
fei doch nicht gegeben. Die Ausgabe
dafür sei oringend notwendig. G.-BV. Wendl
ist ebensall anderer Ansicht wie der Finanzauz
schuß. G.-B. Scheuer: Die vordringliche Frage
sei, ob eine Weißdecke für die Ausstellung zweckmäßiger
sei oder nicht. Andernsalls könnte man
die Decke nach der Ausslelkung noch vor Beginn
des Winters einziehen. G.-B. Schrettenseger hält
die zeihdecke für die Ausstellung für zwecmäßiger.
Die ausgestellten Gegenstände wären
besser geschützt. Mit der jetzt vorgeschlagenen
Summe komme man aber nicht aus. — Der
Magistratsbeschluß wurde daraufhin auf Anregung
des G.-B. Scheuer bie zur Etatsberatung
zurückgesiellt, um dann die vordringlichen Arbeiten
besser überschauen zu können.
Straßengrundabtretungen.
Baurat Vogel und Fabrilant Bernrieder haben
Straßengrund für eine projektierte Seitenstraße
der Innstraße abgetreten. Näheres ist
aus dem heutigen Bericht über die letzte Magistratsschung
ersichtlich. Das Kollegium stimmte
dem Vertrag zu. Auch für die Verbindungsstraße
zwischen Münchener-, Sammerstraße und
Holzhof sind Erundabtretungen erforderlich, Auch
hierüber ist im heutigen Bericht über die letzte
Magistratesihung Näheres enthalten. Auch gegen
diesen Vertrag wurden vom G.-K. Bedenken
nicht erhoben. Weiter standen die Besigverhältnisse
beim Neubau Lipp, an der Ecke der
Hauslätler= und Westermayerstraße, zur Veratung.
Auch hierfür verweisen wir auf dem
heutigen Bericht über die letzte Magistratsitzung.
Das Kollegium stimmte dem Grundtausch
erinnerungslos zu.
Gaswerk und Elektrizitätswerk.
Ueber die Rechnung des slädt. Gaswerks pro
1912 berichtete G.-B endl. Näheres über
die einzelnen Zisfern haben wir schon gelegentlich
der Prükung der Rechnung durch den Magistral
mitgeteilt. Der Referent stellt t die Rechnung
zeige, daß es vorwärts gehe. Die Garfabrik
kentiere sich ganz Fut. Der Rechnung wurde
zugestimmt. Es solgte der Voranschlag des Gaswerkes
für 1914. Auch hierüber ist aus den Verhandlungen
des Magistrates schon Näheres bekannt.
Die Kommission beschloß, im Hinblick aur
das Desizit desWasserwerles das Gehalt des Direklore
ganz auf das Gaswerk zu übernehmen.
G.-B Schmidt spricht sich dagegen aus, da
man 4 glont selbst anluge. Das Defizit von
. werde dadurch nicht aus der Welt
8 nor Referent verweist darauf, daß
er „ößte Teil der Arbeit des Direktors das
iert in Anspruch nehm den Alitenten
gewossen haden. zbenn lich oie Veryan##e
des Wasserwerkes gebessert hätten, könne man
den jetzigen Modus wieder ändern. G.-B.Scheuer:
In den Verwaltungskosten gebe es ein
ganz alsches Bild. Die Verteilung des Gehaltes
sollte verhältniomäßig errolgen. Das Mitleid
mit dem Wasserwerk sollte uns nicht bestimmen,
das falsche Bild anzuerkennen. G. B.
Rais: Das Gehalt lönnte auf das Gaswerk
bis zur Tilgung des Defizits des Wasserwe rluübernommen,
dann aber sollte es geteilt wer—
den. G.-B. Schmidt präzisiert nochmals seinen
Standpunkt. G.-B. Holzmeyer: an werse
beide Werke in eine Rechnung zusammen, dann
sei der ganze Streit erledigt. Das Defizit soll
rersckwinden. Geschehe das nicht, dann müsfe das
Defizit in den Gemeinde-Etat eingeste klt worden.
Woher aber das Geld dann nehmen. In
gewisser Beziehung habe G.-B. Schmidt rer Pt.
deshalb vereinige man die Rechnungen. Maßgebend
sei der Hauptabschluß. Wir werden dazu
kommen, nicht mehr die Einzelrechnungen und
Einzeletats zu beraten, sondern das Gesamle,
das von der Kommission vorberaten werde.
Der jetzige Modus sei der Uebergang. Schlienlich
wurde der Magistratsbeschluß betr. Uebernahme
auf das Gaswerk mit 10 gegen 10 Stimmen,
welch lehztere sich für den Antrag Schmiot
erllärten, durch Stichentscheid des Vorksitzenden
angenommen. (G.-B. Geymayr war bei dieser
Veratung im Saale nicht anwesend.) Der Voranschlag
würde genehmigt. — Ueber die Rechnung
des Elektrizitätswerkes pro 1912 beric): *
der Vorsitzende. Auch hierüber ist schon Rälzeres
aus den Verhandlungen im Magistral belannt.
G.-B. Schmidt: Im Jahre 1912 ist vom
Elektrizitätowerk ein Fuschuß an das Kaiserbad
nicht mehr geleistet worden. Welche Kasse überninmt
es jetzt? ?° Stadtkämmerer Holzmener: Der
Zuschuß ist vom Jahre 1912 ab auf die GCemeindckasse
übernommen worden in Höh-= von
0000 Mk. Die Besitzveränderungskasse leisse
außerdem noch 2000 Mk. Schließlich wurde die
Nechnung genehmigt. Auch über den Vorausching
für 191 berichtete der Vorsitzende. G.-V. Scheuer
bemängelt, daß die Eingänge in Höhe von
20 000 Mk. für den Bahnhof mit großem Optimismus
eingesetzt worden seien. Vom Jahre
1917 ab beabsichtige außerdem die Bahmverwaltung,
den Strom von der Ueberlandzentrale
zu beziehen, sodaß sich dann ein Defi#it für das
Werk ergebe. Vorsitzender: Er bezweifse, ob der
Staat die Stadt beim Bahnhof ganz ausschließe.
G. B. Scheuer: Der Staat werde um
der schönen Augen der Stadt willen nicht ein
Drittel mehr bezahlen, wie er anderswo den
Strom erhalte. Es empfehle sich, K#eczeitig
eui diese Möglichkeit hinzuweisen. G.-B. Bauer:
Die Stromabnahme mehre sich; wenn die Bahn
ausfalle, bönne man den Strom für Private
abgeben. Die Großabnehmer zahlteneinen Preis,
lei dem nicht mehr viel verdient sei. In der weiteren
Debatte spielte auch die Verpachtungsfage
des Elektrizilätswerles eine Rolle. G.-B. Schener:
Der Stromkonsum wöäre nicht so zu nehmen.
wie G.-B. Bauer glaube. G.-B. Holzmeyer
berührt ebensalls die Verpachtungsfrage und
die Möglichleit der Steigerung der Stromabgabe.
Der Vorsitzende erinnert an die Mehreinnahmen
von rund 6000 Mk. trotz Verminderung
des Strombezuges durch die Bahn. Deshalb
lönnte der Aussall wieder eingebracht werden.
Das Werk habe 1912 einen Reingewinn von
32000 Mk. ergeben. Alle Erfordernisse seienea#
Betriebsmitteln gedeckt worden. Das alles dürse
nicht außer acht gelassen werden. Schließlich
wurde der Voranschlag angenommen.
Es folgle geheime Sitzung.
Cokalnachrichten.
Rosenheim, 4. Febr.
Sanitätsfolonne. Die freiw. Sanitätskolonne
NRosenheim hält am Freitag den 6. Februar
eine ordentliche Mitgliederversammlang
ab. Sie findet abends im Cafe Wendl statt.
Redoute ist heute Abend im Hotel „Deutscher
Kaiser“. Die Vorbereitungen dazu sind
bestens getroffen, sodaß ein schöner Verlauf
in Aussicht sieht.
Hausball sand am Dienstagabend im
„Bräu am Unger" statt. Der Einladung dazu
ist gern entsprochen worden, da die Hausbälle
daselbst sich noch von jeher grober Beliebtheit
erfreuten. Der Saal war schön dekoriert, sodaß
der Aufenthalt sehr angenehm gemackh# war.
Um es vorweg zu sagen: Der neue Pächter het
sich mit dieser Veranstaltung sehr gut eingeführt.
Was er in Küche und Keller bot, war
votzüglich und befriedigle alle, die sich gerne
lobend darüber aussprechen. Auch dem Tanze
umde sleißig gehuldigt. Den musikalischen Teil
stelse das Stadtorchester, dessen Weisen man
gerne lauschte.
Hesunden wurde ein Musßt Er kann im
magistratischen Geschäftszimmer Nr. abgeholt
werden.
Diebstähle. Ein Stationsdiener wuroe
wegen sortgesetzten Diebstahl sestgenommen. —
n der Nacht vom 2. auf 3. ds. Mts. wurden
änm Bäckermeister in der Kaiserstraße vier
Hühner, Silber-Wyandottes, von unbekannten
Tälern entwendet.