Contents : Orthographisches Wörterbuch der deutschen Sprache.

Einrichtung  des  Wörterbuchs.

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Zwei  oder  mehrere  verschiedene  Formen,  die  in  gleicher  Schrift  nebeneinander
  stehen,  sind  gleichberechtigt,  z.  B.  Rdebar,  Rdebür.

Die  Verweisung  von  einer  Form  auf  eine  andere  bedeutet,  daß  die

erstere  nur  zulässig,  die  zweite  vorzuziehen  ist,  z.  B.  fiüllfe;  1.  m#re,  d.  h.
die  Schreibung  fülfe  ist  vorzuziehen.
Wenn  bei  einem  andern  Worte  weitere  Angaben,  die  auch  auf  das
Schlagwort  Anwendung  finden,  gesucht  werden  sollen,  steht:  »val.«,  z.  B.
untersetzen;  ogl.  letzen,  d.  h.  die  betreffenden  Flexionsformen  sind  bei
letzen  zu  finden;  zehntel;  ogl.  fünktel,  d.  h.  bei  fünftel  sind  mehrere  Beispiele
  wegen  des  etwaigen  Groß=  oder  Kleinschreibens  gegeben.  Auch  sonst
ist  durch  »vgl.«  oder  »s.«  nicht  selten  auf  Artikel  verwiesen,  um  auf  ähnliche
  Erscheinungen  aufmerksam  zu  machen,  z.  B.  Solweide;  ogl.  rindwurm.
  Um  dieselbe  Erklärung  nicht  zweimal  zu  geben,  ist  bei  gleichberechtigten
  Formen  durch  #s.  d.z  von  der  einen  auf  die  andere  verwiesen,  z.  B.
Krümmer,  Krimmer;  i.  a.

Steht  vor  einer  Schreibung  das  Zeichen  =  ,  so  bedeutet  das,  daß
diese  Schreibung  in  gelehrten  Werken,  die  sich  nur  an  die  Fachmänner
wenden,  üblich  ist,  während  die  zweite,  auf  die  verwiesen  wird,  in  der
Sprache  des  täglichen  Lebens  zur  Anwendung  kommt.  So  bedeutet  z.  B.
ꝰAcetylen;  i.  Kzetplen:  in  fachmännischen  gelehrten  Werken  schreibt  man
zwar  Krcetylien,  aber  sonst  Kzetyien.

Was  in  eckige  Klammern  Veingeschlossen  ist,  kann  beliebig  gesetzt  oder
weggelassen  werden,  z.  B.  Kemlselnate,  d.  h.  Kemnate  oder  Kemenate
sind  gleich  richtig.  Über  lels  im  Genitiv  vgl.  S.  XIX,  3.  14.

Horizontaler  Strich  vertritt  das  Schlagwort  buchstäblich,  z.  B.  Kehle,
die;  -,  —,  b.  h.  gen.  der  Kehle,  DM.  die  Kehlen;  wird  das  Schlagwort  bei
der  Flexion  geändert,  so  ist  es  entweder  vollständig  (mit  der  betreffenden
Veränderung)  wiedergegeben,  oder  der  veränderte  Schlußteil  desselben
mit  vorhergehenden  zwei  Punkten,  die  den  unveränderten  Teil  ausdrücken,
z.  B.  Gelang,  der;  els,  Jänge,  b.h.  gen.  des  Gelanglels,  M.  die  Geldnge.

Das  Verzeichnis  der  Abkürzungen  s.  S.  XXIV.