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ummer 260
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Sonntag, 8. Uovember 1214
Auf der Reede von Smyrna jind drei
grohe englische Schiffe sowic mehrere lleinere
englische und französische Dampser leschlag
nahmt worden, deren Besahmungen gesangen
genommen wurden.
Im englischen und russischen Konlat zu
Bagdad wurden die Haussuchungen sortgesetzt.
Außer den bereits früher beschlag'tahmien Wafsen
wurden 16 Mannlicher= und Maunsergewehre,
32 Revolver, 850 Gewehrpatronen, 170
Nevolverpatronen und 15 Bajonette beschlagnahmt.
Aufs der englischen Botschaft sowie auf der
biesigen französischen Schule —St Veroil wurden
Apparate für drahtlose Telegraphie gesunden.
Vernichtungrussischer Schiffe.
Wirlnz# Mailand, 6. Nov. Der „Secolo“
meldel aus Vularejt: Ein türlücher Kreuzer
bohrte bei Sebastopol das rugjsische Schif
roßfürst Alerander" in den (Grund. Die
mMannschaft und die Passagiere wurden nach
Konstantinopel gebracht. Wahrscheinlich wurde
auch das Sch#iss „Jerusalem“ in den Grund
gebohrt, da es seit Sonntag nicht mehr aui
Funkenanruf geantwortet hat.
Frankreichs Kriegserklärung an
die Türkei.
W' Bordeaur, 6. Nov. Der Minister
des Auswärtigen veröffentlicht folgende Nole:
Die seind seligen Alie, welche die türkische Flotle
ich gegen ein französisches Handelsschiff zuchulten
lommen ließ und durch die der Tod
ron wi Franzosen und schwere Beschädigungen
des Schifses verurjacht wurden, ohnc daß die
Cutjernung der deutschen Militär- und Marine
rinsion ersolgt wäre, durch die allein sich die
MWiorie vor der Verantwortlichleit für dieje Akte
atte entlasten können, machen es der französi!
hen Regie rung zur Pflicht. zu erllären, daß
durc diejes Vorgehen der türlischen Regierung
er Kriegezrustand zwischen Frankreich und der
Lurlei eingetreien ist.
Rußland und Persien.
Wir#n. Wien, 6 6. Nov. Die rusfsische Reawiung
lat, wie die „Korrespondenz Rundau“
meltet, beschlossen, die Forderungen Perz
in alien Punlten abeulehnen und die ruf-.
eischen Truppen in Persien unverzuglich auf
da Kriegesland zu erhöhen. Die antirussische
Seweg in Persien ist kaum mehr einzudämnien.
Schah hat sämtliche als russenfreund.
licr gelii Beamie entfernt. An der Spite
er GGrung, die er mililärisch ausgezeichnet or
garif ziert, # Salar ee Daulch als Beaus#
tragter der Regierung. Eine hervorragende
Nole iviell serner der Kurdenhäuptling Dschaf.
Die Geist ichleit predigt in den Gotleshäufern
ren S#iligen Krieg Seite an Seite mit der
Turlei gegen Rußland und England. Das
Stgan deis Kriegeminist- riums verlangt die so
jorlige Ausweisung aller Russen und Briten.
Waren russischer und englischer Marle werden
kurchweg oykotliert.
Wiul. Bordcaur, 6. Nov. Die persische
Vegierung hat am J. November ihre Neutralinan
erilärt. Diese Meldung ist wenig glaubwurdig.
’-en—“n
da. V. 1.
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P r Qusaren in einem Gesecht mit ben. bei Haitenstein.
231, vermißt 229 und gesangen 3. Davon trefdsen
auf Rosenheim und Umgebung folgende
uste:
Inf.-Agt. in Lindau:
ce Aulen d. Res. Josef Ulrich aus
Aibling, leicht verwundet;
Do pe 25. und 27. Sept.: Vizefeldwebel
d. Res. Ulrich aus Bad Aibling, leicht
verwundet:; To. GCceorg Ebnet aur Trostberg,
leicht verwundet;
Bazien, 25. Aug.: Einj.-Freiw. Alois Manns
nöther aus Tegernsee, leicht verwundet; Juf.
Ferdinand Stöll aus Kraiburg, schwer verwundet;
Brigade-Ersatz-Batailkon Nr. 2 in München
und Passau: Vom 18. Ang. bis 24. Sept.:
Juf. Korbinian Brunner 1 aus Aßling, ver
wundet; Inf. Mathias Stolähammer aus Muhl
dorf, verwundet; Inf. Alois Miesgang aus
Traunstein, verwundet; Inf. Joh. Hell aus
Aschau, vermißt: Inf. Alois Muller aus Dirafing,
BA. Muhld orf. vermißt;
St. Kreu am 20. und 22. Sepl.:
Bariien, 25. Aug.:
Bad
Nes. Rupert
Preitner aus Mühham, . Muhldorf,
verwundet;
La Planchette vom 21. Aug. bis 2. Sepl.:
Unteroffizier d. Res. Karl 7 Egger aus
Haag, BA. Mühldorf, lot; Unteroffizier der
Reserve Augustin Spirkl aus Groisl, Bl#.
Mühldorf, tot; Nej. Franz Fleidl aus Bach,
BAl. Mühldorf, verwundet; Res. Heinrich Gartenlöhner
aus Edling, BA. Wasserburg, verwundet;
Nes. Josef Sedlmayer aus Klaham,
Bo. Rosenheim, verwunder; Res. Martin Wendl
aus Halfing, BA. NRosenheim, verwundet;
Mandray vom J. bie 7 Res. Josef
Sept.:
B. Mühldorf. tot;
Gemainsain, und 19. Sept.: Res. Paul
Geiringer aus 4 BA. Mühldorf, verwundel;
Ref. Franz Seraph Grandl aus Solling,
BA. Muhloort, verwundet; Res. Josef
Sd.waiger aus Fraundorf, BM. Mühldorf, vermißt;
La Petite— Gosse, 23. Sept.:
Mangst. aus Drarel, - Persberg, tot;
Gesr. d. Landw. Josef Niggl aus Freiham,
B. Wasserburg, verwundet:
Vom 21. bis 23. Sept.:
hammer aus Asenham, BA. Mühldorf, vermißt;
Res. Georg Maier aus Mösmering, B.
Mühldorf, vermißt.
Scherische Nachrichten.
Ingolstast, 6. Nov. Beim Mr aven eines
Waggons französischer Gewehre ennud sich
rlotzlich ein noch geladenes Gewehr. Dus
Weschoß traf den Hilisarbeiter Georg Gesell
aus Erlangen, der alsbald verstarb.
Regensburg, 6. Nov. Bei der Herstel
lung des in aller Welt belannten Karmeli
lergeister il vorgestern dem Bruder Hilarinus
Linken eine Flasche gebrochen. Iniolge der
aussftremenden Geistes entitand in der Falril
eine Errlosion, bei der der Frater jo schwere
Brandmunden erlitt, daß er jebzt im Kran
lenhause seinen Geist aufgab.
Faverisches Oherland.
Flintsbach, 6. Nov. Am 3. November nach
miliage wuro: aus dem Dausgange der Schwai
gerscken Wirtschafi in Oberflintsbach ein dort
hinterstelltes Fahrrad entwendel. Das Rad hat
Res. Josef
Res. Franz Lauten-
von St. Ottilien in Mauerlichen verwaist.
Infolge res Krieges trat im Orden emplindliher
Mungel an Arbeitolralten ein; vom
Kloster Sl. Ollilien allein stehen uber 6) Brüder
und Kleriler unter Wassen, ungercchnet
iene, die als Sanitäter und Feldgeistliche einqezogen
wurden; ebensovicle sehen der Einberusung
entgegen. Daher war e unmöglich newesen,
den Oekonomiebetrieb weiter zu führen.
und man sah sich genoligt, da: Gut in
Mauerlirchen auf ein Jahr zu verpachten.
Kürzlich lehrte, nachdem die Brüoer teilweise
schon seil Kriegöbeginn sortactogen, der Obere
Oes Kloflerchens, Pater Dominilus Enohoff.
zin das Mutterklofter -Zi. Ottitien, wo seit
zWurzem ein Kriegolnzarettl mit 50/01 Bellen cin
jerichtet isl, zurück.
Halfing, 7. Nov. Ein jd, weres Opser hat
ver Krieg aus unierer Gemeinde gefordert; der
Gastwirt Mar Gehrlein, welcher alo Kanonier
bei der 1. Landsturmbatierie in Belgien stand,
’st dort sawer vermundet orden und tulz; nuch-Per
im Fekola= aret! Oordegen gesiorben. Er
hinterlaßt eine Wilwe mit drei Kindern. In
inem Brief an den Burgermeiller ich reibt der
Batterieführer: Die Batierie, die mit Geh#-lein
einen sehr tüchtigen und braven Soldaten
derloren hat, übermittelt der Witwe das herzsichste
Beileic. Sie wird dem braven Kameraden
allezeit ein ehrendes, liebevoltes Andenken bewahren.
Kolbermoor, 6. Nov. Bei der Zwangsversteigerung
des Wohnhauses Hs.-Nr. 4 in der
Karlstraße blieb Frau Kreszenz (Herer, Priva-#liere
in Bad Aibling, als 3. Oypothekglaubigerin
mit 12 500 Mk. Meistbietende.
Bad Aibling, 0. Nov. Zwiie
jährige leben in Vad Aibling: F#l.
Hochmaier und Frau Therese Egger.
ren beide im Oltober ihren 90. Geburisiag
feiern. In der nächsien Nachbarschaft wohnen
sie beilammen und hailen treue Freundichaft.
Sie gehen noch taglich den Verg hinauf
in die Kirche und auch ein Slündchen
(pazieren. Beide konnten ein 50jähr. Jubilcum
begehen, die eine als Sangerin am Rirchenchor.
die andere als Ehefrau. Alle zwei find frich
ind munter, hur hören wollen fir #loßz mehr
das, was sie gerne horen. Dabei jühlen sie
sich von Herzen glücklich und zufrieden, von
ihren Angehorigen liebevoll gepfleg: un2 ver-Neunzig-
Sie konnehrt.
Gott gebe, daß es noch reckt lange so
bleibt!
Tuntenhausen, (. Nov. Eleich vielen anderen
Orien wurde auck in de: Gemeinde Tunleuhausen
der Preis der Milch berabgesetzt, und
war der Liter von 14 auf 15 Ufg.
Finneberg, 6. Rob. Däs von
Büling-Orville auf eigene Nosten zur
ge#tellte Vereinsla’areit
ken wurde heute von Prin:eilin Alsons eingehend
bid tigt. Sie iprach sich uber die Finrichlung
fjehr ##obend aus. T 3# Laareil leh
unter Obe rleitung des Elatsarnes Dr. Schuiler
und des Dr. Jaulhaber.
Frauen-Verein vom Roken Kreuz
in Riefersfelden.
Kiefersfelden, 60.
Baron od.
Verfugung
Zinneberg min 0 Bei-
.
Ihrr-»tr-
Die boyerischen Berlustliflen. Hausberger aus Niedere 4, dwarzen Rahmenbau, rote Felgen, schwarze Unier Zweigverein nahm in den 5 Jau-%
Res. Korbinian Kern aus Pyremoos, BA. Schmutzbleche mit roten Ver#ierungen, Freilaufeen seiner Friedenskaligkeit jeglich: Gelegen-München.
6. Noo. Wasserburg, tot; Res. Georg Lienhart ausmil Ructrittabremse; an der Vorderbremse sehlle bheit wahr, um über seine Verechiigung und sein
Die Verlustliste Nr. 46 umfaßt das 3. Aa- Hochhaus, BA. Wasserburg, tol: Res. Joseisder (Gummi, auf dem Satiel bejand sich eineo notiges Wachslum zu sprechen. .- edari
laiton d#is 20. Insanterie-Regiments in Lin. Geisberger aus Schwaribauer, BA. WaisserKraue, gut erhaltene Dede. Der Täter ist noch keinen solchen Hinweites und teiner Pcorau-
und das Brigade-Ersat-Bataillon Nr. 2 burg, verwundet; Rej. Johann Huber aue Rienle elannt. Es wird ersucht, Sachdienliches anLaganda mehrr selbu fruhere Geaner unierer
München und Passau und weist im ganzen 8734 den, BA. Wasserburg, verwundet: Res. Kon.ie nächst Polizeivehörde mitzuteilen. Sache geben den hohen Wert des do eu Kre-Namen
auf. Davon sind tot 147, schwer ver- rad Maier aus Hornberg, BA. Wasserburg, Endorf, 6. Nov. Seit wenigen Tagen iiites nun unummunden zu. Und chn es auch
wundet 58, riicht verwundet 206. verwundet verwundet; die Viederlassung der Benedikliner-Missionäre nicht jedem einzelnen Verein gegö: 9 in, dem
Lazär. lugte e #n pProbno) verandertem, die es Umgav. zugedach! Fanse“ ?“ noch ehe sie mi: ihrer Nede zu Ende gelommen
lebenern vürdigem Tone hinzu, „wenn Sie die „Cin sonderbarer lat iür ein Haus — hre Frage mußte mich wohl überraschen, va
« sicht haben, nach Hause zu gehen, so kann nicht wahr?“ irag ingessn. „Mein aber ich haute leinen Grund, mit der Brani- Durchlaucht find ureraus gieng. Aber ich
( Sie #ber einen Fußpfad führen, auf dem Großvater erbaute es für uren deinen' alten wortung zu Jögern. lanu’' zu meinem Bede nern ein Ho große: ütiges
Sie beinahe die Hälfte Ihres langen Weges Bcamten, dem er damu ein Alil schafsen „Seine DLurchlaucht hat mir kein eigent- Crbieten nich: anneben."
erinaren.“ wollte. Aber ich glaube nicht. daß es in liche- Anerbieten gemach!t, erklärte ich. „Aber „Sie können nicht? lind waruin nich:?“
„Eine große Güte, Durchlaucht! — Aber Walnheit jemals bewohnt worden ist.“ er beehrte mich mit einer großen Zahl von „Weder um Ihren Herin V.#r. Durch
ich lann wohl unmöglich zugeben, daß Sie Wir hatten die Klippen erreicht, und meine Fragen, für die er wohl irgendeinen Anlaß laucht, noch um Sie selbst lonne ich mir b#
meinctwegen “ schöne Begleiterin deutete in die Tiese. haben mußte. Und gewisse Andeumugen konten ber irgendweiche VFerdieusze emerten. Ich
Sie lächelee freundlich. „Der kleine Fußpfad, den Sie dort sehen, mich allerdings vermuen lassen, daß er an bin Ihnen bir setzt noch ein volli) Fremder,
Sie, würden den Weg freilich auch nach kuyr! äum Strande hinav. sagte ne. „Aver meine Vermendung auf einem mir noch unbe- der lich überdies schon alzu ei in Ibrer
mciner Basmreibung finden. Aber ich gehe auf seiner oberen Hälfte müssen 5% ein wenig kannten Posten dächle.“ Schuld befindet Eine Sleung oder Beschafeolnedie;
an jedem Nachmittag zu den Klippen,
uus ich war eben im Begriff, den gewohnten
Saaziergang an zutreten, als Sie kamen. Es
iso das eine tägliche Pilgerfahrt, auf die ich
nur ungern verzichte. Ich schwärme für das
Vor, und von den Fenstern des Schlosses aus
kann man es nicht sehen, wenn wir auch Tag
und Nacht sein eintöniges Rauschen hören.“
Nach dieser Erllärung durfte ich mich natütlich
nicht länger Nräuben, s Opfer ihrer
Begleitung anzunehmen. Und während wir
durch den Park dahinschritten, plauderte die
Prinzessin unausgesetzt von den Eigentümlichleiten
der Gegend, von den Resten einer uralten,
vergessenen Kulltur, die sich noch hier und
da erhalten hätten, und von gewissen Sitten
und Gewohnheiten der Bevölkerung, deren Ursprung
ebenfalls bis in jene dunllen Zeiten
einer sernen Vergangenheit zurückreichte. Als
der Weg eine Wendung gegen die Klippen hin
machte, wurde ich zu meiner Ueberraschung
eines kleinen. erauen, verwitlerten Steinhauses
ensichtig, das zwischen Bäumen und Gebüsch
nahezu volständn versteckt war, Ich war schon
eit ganz in der Nähe vorübergegangen, ohne
es zu bemerken, so dicht war die grüne Mauer,
vorsichtig sein. Es girt da viele lose
die einen zu Fall bringen tönnen, wenn sie
unter den Füßen weggleiter
Ich verstand, daß ich damit entlassen war,
und nachdem ich ihr noch einmal für ihre
Liebenswürdig keit gedankt hatte. wollte ich mich
mit höflicher Verbeugung verabschieden. Aber
ich hatte kaum zwei oder drei Schritte getan,
als uch hinter mir die Stimme der Prinzessin
örte
Steine,
eherr Lazar".
*8 urchla ucht!
öhte dunklen Augen waren fest auf mein
Gesicht gerichtet, und ich hatte den Eindruck,
daß sie mit einem Entschlusse tämpfte, zu dessen
Ausführung sie sich nicht ohne weiteres verstehen
konnte. In dem hellen Sonnenlicht, das uns
hier umgab, hoben sich die Umrisse ihrer königlichen
Gestalt scharf gegen den Himmel ab,
und ihre außergewöhnliche Schönheit war mir
kaum jemals deutlicher zum Bewußtsein dekommen
als in diesen Augenblick.
Oestatten Sie mir noch eine Frage, Herr
Lazar! — Hat mein Bater Ihnen heute ein
Anerbieten gemacht — ich meine, in bezug auf
eine Stellung oder Beschäftigung, die er Ihnen
„Der Oberst Joan Sutnzko hat mir erzählt,
daß Sie mit einer Ihnen angetragenen Stellung
Unglück gehabt haben. Vielleicht hegen Sie die
Absicht, jent hier eine Schule oder etwas Derartiges
einzurichten.“
ie sprach zögernd, wie wenn ihre bisherige
bhornehme Sicherheit sie ein wenig im
Stiche l Ich aber ahnte nicht, worauf sie
mit ueseh hinaus wollte.
„Den Gedanken an ein solches Vorhaben
gub ich mir wohl vergehen lassen, Durchlaucht!
werde genöligt sein, meinen jetigen Zu.
Lwer bald zu verlassen, und sonst ist im
weiten Umkreise lein Haus zu haben, das für
derartige Jwecke geeignet wäre.“
„So könnten Sie mir vielleicht einen Dienst
erweisen, Hr Lazar! — Ich besitze als perlönliches
Eigentum ein recht hübsches, kleines
Haus an der anderen Seite des Dorfes, und
ich würde es sehr gern bewohnt sehen. Augenblicklich
gibt es da nur cin Chepaar, das die
Instandhaltung besorgt. Diese Leute könnten
die kleine Wohnung behalten, die ich ihnen
zugewiesen habe, und könm'en für. Iire Bedienung
und Verpflegung Sorge tra
Die Antwort lag mir schon 6 Ver. Zunge.
tigung wurde ich mit herzlichstem Dant akzeptiert
haben. Das aber, was Sie mir anbieien,
wäre ein Almose u
ine etwas enghe: zige TZusfaisung, wie
mir sche nen wiil, Hei Lazan“- lagte sie mit
einem leichten Anilug von Sor- asmus.
hatte eigentlich etwas mehr L
von Ihnen ermartt 1.
Ich konne nicht klug aus ihr
Es war kein Zmeisel, daß meine Ablehnung sie
verletzt hatte, aber was sich in ihren Zügen
auspragie, schien wir dech eher Betrübnis als
der beleidig:e Stolz der vomnchmen Dame, die
nicht gewohm ist, ihre Wohltaten zurückgewiesen
zu sehen. Ich wußte nicht, was ich
antworten sollte, und es gab eine kleine peinüchen
Stille, bis die Prinzessin wieder das Wort
nahm:
„Wenn ich Jhnen nun sagie, Herr Lazar,
daß Sie mich durch cine Annahme #meines Vor-!*625t5
Vorurteilslosigkeit
werden
schlages zu auftichtigem Dank verpflichtet
hätten daß ich dadurch viel mehr in Ihrer
Schuld sein wurde, als Sie in der meimigen?“
„Dann würde ich mir immer noch erlauben
müssen, Sie daran zu erinnern, Durchlauckt,
daß es mir für eine Schule vorderhand an