Contents : das Königreich Württemberg. Dritter Band. (4)

Oberamt  Ellwangen.  479

1147  bis  gegen  1400  ellw.  Ministerialen  von  W.  (W.:  eine  goldene  Gleve  in  Roth;
HOz.  ein  rother  Flug  mit  je  einer  goldenen  Gleve  auf  jedem  Flügel).  Der  Ort  vorzugsweise
  fürstl.  ellwangisch,  Sitz  eines  zum  OA.  Wasseralfingen  gehörigen  Amte,
z.  Th.  als  Lehen  an  verschiedene  Familien  hinausgegeben.,  namentlich  bis  in  die
württ.  Zeit,  an  die  Wöllwarth;  einiges  auch  kapfenburgisch.  Geb.  ist  in  W.  Fr.  T.
Müller,  17883—1802,  letzter  Abt  von  Kaisersheim  (Steichele  Augsb.  II,  656).  P.
Baiershofen,  mit  Wagenhofen  64  E.,  w.  10  Ev.  Bai.,  mit  Ortsadel  1322,
ellw.  Wag.,  wohl  mit  Ortsadel  im  13.  Ih.,  hatte  bei  dem  noch  stehenden  Wasserschloß
mit  der  Jahrszahl  1568  ein  adeliges  Freigut,  später  ellw.  Kameralhof.  Frankenreute,
  23  E.  Jagsthausen,  58  E.,  w.  1  Ev.  Goth.  Ki.  z.  h.  Stephanus  mit
Holzskulpturen.  Früher  z.  kleinern  Th.  kl.  königsbronnisch-württ.,  zum  größern  ellw.
Immenhofen,  41  E.,  ellw.  A.  Oberalfingen.  Reichenbach  101  E.,  w.  8  Ev.
Goth.  Ki.  z.  h.  Georg,  erneuert  1729.  2  abg.  Burgen  mit  Ortsadel  im  13.  u.  14.  Jh.  (7)
Der  Ort  eslw.  Westerhofen,  mit  Ruithal  und  Weidach,  394  E.,  w.  8  Ev.
Goth.  Ki.  z.  h.  Blasius.  Fast  ganz  zur  Kommende  Kapfenburg.

25.  Wörtö  (1221  Werde,  später  Dimarswört;  wert  erhöhtes  Land  zwischen
Wasser  oder  Sümpfen),  k.  Pfd.  an  der  Roth,  14,8  km  nö.  v.  E.,  451  m,  mit  P.
977  E.,  w.  327  Ev.  (o.  438  —  4).  Die  Eo.  Fil.  v.  Segringen  in  Bayern.  Stift.=Wald
  von  67  ha.  Ki.  z.  h.  Nikolaus,  erneuert  1775;  roman.  Ostthurm:;  Deckengemälde
  u.  A.  1876.  Ehm.  Wasserschloß  1626.  Al  Ortsadel  1221  ff.  Früher  ellw.,
ötting.,  bayr.  Besitz,  zuletzt  ganz  dem  Spital  Dinkelsbühl  geh.  P.  Aumühle,  26  E.,
w.  7  Ev.  Bösenlustnau  (Besenl.),  58  E.,  w.  32  Ev.  Dinkelsb.  u.  öttingisch,  ein
Theil  bis  1663  ellw.  Brombach,  1024  Brampach  (Brombeerb.)  Dürrenstetten,
94  E.,  w.  93  Ev.,  verschiedenen  dinkelsb.  Pflegen  zustehend.  Gaugenmühle.  Grobenhofs,
  33  E.,  w.  27  Ev.,  ött.-spielb.  Amts  Mönchsroth.  Grünstädt,  dinkelsb.
Häringsmühle.  Hirschhof.  Jammermühle,  war  dinkelsb.  Königsrother
Mühle  (Kin-,  Khindenrode).  Konradsbronn,  27  E.,  ellw.  u.  dinkelsb.  Mittel-,
Ober=  und  Unter-Meizenmühle,  25  E.  Pfladermühle.  Schönbronn,
120  E.,  w.  117  Ev.,  dinkelsb.  Spitalhof.  Springhäusle.  Springhof.

26.  Jirplingen  (1153  Zuppell.,  P.N.),  k.  Pfd.  am  Ries,  24,5  km  fö.  v.  E.,
516  m,  mit  P.  765  E.,  w.  1  Ev.  (o.  510  —  1).  Ki.  z.  h.  Martin  von  1761—65;
Malereien  v.  G.  Tiefenbrunner  in  Augsburg  1763;  roman.  Bronzekruzifix,  spätgoth.
Gemälde  und  Skulpturen.  Trümmer  der  Burg  Z.  Al  1153  bis  gegen  1500  Ortsadel,
  nach  den  W.  (2  Querbalken;  2  aufrechte  Schwerter;  1  aufgerichteter  Fuchs)  drei
verschiedene  Geschlechter,  von  denen  das  eine  Fuchs  v.  Z.  gen.  war.  Heinrich  v.  Z..
Bisch.  v.  Eichstädt  1225—28;  Heinrich  v.  Z.  1333—46  Komthur  zu  Ulm  und  Donauwörth,
  geh.  Rath  K.  Ludwigs  des  Bayern,  Gesandter  an  Papst  Benedikt  XII.  und
K.  Eduard  von  England  2c.  Der  Ort  in  der  Folge  Sitz  eines  Unteramts  der  Deutschordenskommende
  Oettingen,  daneben  namentlich  noch  ött.-spielb.,  kapfenburgischer,  nördlingischer
  Besitz.  P.  Sechtenhausen,  k.  Pfw.  mit  Sch.  Ki.  z.  h.  Nikolaus  v.
1741  u.  1826  mit  roman.  Ostthurm.  Geh.  haupts.  dem  Spital  Nördlingen.  Dorfseinung
  von  1546  Grimm,  Weisthümer  VI,  219  ff.  Wössingen,  k.  Pfw.  mit  Sch.
Goth.  Ki.  z.  h.  Bonifazius.  Geh.  größtentheils  Oett.-Wallerstein,  welches  noch  Patr.
der  Pfarr=  und  Schulstelle,  z.  Th.  Kl.  Kirchheim.

27.  Zösiugen  (1239  Zedi.,  P.N.),  k.  Pfd.  im  OQuellgebiet  der  Jagst,  15,9  km
sö.  v.  E.,  502  m,  Postagentur,  Amtsenotariat  (Sitz  in  Lauchheim)  mit  P.  751  E.,  w.
6  Ev.  Ki.  z.  h.  Mauritius  von  1394;  schönes  Fenster  an  der  Ostseite.  Auf  dem
Friedhof  große  Wallfahrtskap.  z.  u.  l.  Fr.,  1783  erneut,  mit  altem  Gnadenbild  u.  Fresken
von  A.  Wintergerst.  Al  1239  ff.  Ortsadel;  Friedr.,  Abt  v.  Neresheim  1287—1308.