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den Brandungswellen und der Verwitterung nur schwachen Widerstand leistet, wird
helgoland durch Felseinstürze immer kleiner. Eine große Düne, die früher mit dem
Unterlande zusammenhing, ist durch den Anprall der Wogen bereits losgerissen worden.
Man ist aber bemüht, die Insel durch Schutzbauten vor einer weiteren Sertümmerung
zu bewahren. KZuf dem höchsten Teile des Oberlandes befindet sich ein Leuchtturm,
dessen Licht in der Nacht den Schiffen den Weg zur Elb= und Wesermündung zeigt.
Im Criegsfalle ist helgoland ein wichtiger Stützpunkt für unfre Flotte (warum?).
Schiffahrt, Kischerei, Lotsendienst und besonders der Fremdenverkehr (Seebäder.)
bilden die wichtigsten Erwerbsquellen der Bewohner helgolands wie aller deutschen
Nordseeinseln.
2. Die Ostsee.
1. Ihr Wasser. a) Die Ostsee ist ein rings von Land umschlossenes Meer, ein
„Binnenmeer“. Uenne die angrenzenden Staaten! Don allen Seiten führen ihr zahlreiche
slüsse große Massermassen zu. Da der Zufluß die Derdunstung überwiegt,
ist ihr Jalzgehalt (etwa 1 kg Salz in 1001 Wasser) geringer als der der Nordsee.
Beide Meere sind durch drei schmale Straßen (s. S. 1) miteinander verbunden. Infolgedessen
findet zwischen ihnen ein beständiger ZKustausch von Wasser statt. Da aber die
Derbindungsstraßen flach sind und das Wasser der Ostsee leichter ist als das der
salzreicheren Mordsee, fließt aus der Ostsee viel mehr Wasser ab, als ihr aus der
Uordsee zuströmt. Wegen des geringen Salzgehaltes frieren die häfen der Ostsee im Winter
meist zu, so daß die Schiffahrt eingestellt werden muß. Die Bildung der Eisdecke wird
noch dadurch begünstigt, daß im Winter von Osten her sehr kalte Winde wehen, und daß
ein Wechsel von Ebbe und SFlut, also ein regelmäßiges Steigen und Fallen des Wassers,
nicht stattfindet. Am Ende des Winters entzieht das schmelzende Eis der Luft viel Wärme
(s. IV, S. 25); daher verzögert sich in den Küstenlandschaften die Ankunft des Frühlings.
b) Die Ostsee ist ein flaches Meer. Ihre Tiefe beträgt durchschnittlich nur
40 —50 m. Die zahlreichen Buchten, die sich an der Küste finden (nenne sie und ihre
Teilel), eignen sich vortrefflich zur Anlage von häfen. Daher sind dort auch große handelsorte
entstanden (s. S. 8 u. 9). häufig senkt sich aber der mit feinem Sande bedeckte
Meeresboden ganz allmählich, so daß man stellenweise weit in das Wasser gehen
kann. Die Ostsee besitzt daher einen vortrefflichen Badestrand, der alljährlich von
vielen Bewohnern des Binnenlandes aufgesucht wird. Der lebhafte Fremdenverkehr,
sowie die Schiffahrt und der Fischfang (besonders auf Hering und Dorsch) gewähren den
Bewohnern der Küsten und der Inseln (Rügen, Sehmarn, Alsen) einträgliche Beschäftigung.
2. Gefährdung der Nüsten. Weht an den Küsten der Ostsee ein starker Wind
landeinwärts, dann entstehen häufig große Überschwemmungen, die ähnliche Derwüstungen
anrichten wie die Sturmfluten der Nordsee. So ist 3. B. die Insel Rügen
durch Einbrüche des Meeres sehr zerrissen worden. Dem Wechsel von Wasser und
Land, sowie den prachtvollen Buchenwäldern, die große Teile der Insel bedecken,
verdankt aber Rügen hohe landschaftliche Reize. Als schönster Ort gilt das Vorgebirge
Stubbenkammer mit seinen schneeweißen Kreidefelsen, die über 150 m steil zum
Meere abfallen. iele tausend Fremde suchen alljährlich Rügen auf, um sich an der herrlichen
Natur zu erfreuen, oder in einem der zahlreichen Bäder Kräftigung zu suchen.
Der wind fügt dem Küstenlande oft auch noch dadurch schweren Schaden
zu, daß er die Dünen, die er gebaut hat, wieder abträgt.— Treibt er den Sand
landeinwärts, so werden — wie dies besonders auf den Uehrungen vor-