Metadaten : Rosenheimer Anzeiger. 60. Jahrngang (60)

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sicht  gestellten  Ankunft  des

herʒo

gelangen.  Ich  w

Uummer  152

—  Der  K###  hat  den  Kindern  des  verstorbenen
Thronfelgers  eine  jährliche  Apanage  gewährt.
Diese  soll  so  bich  angesetzt  werden,  dah  die
Kinder  jene  fürstiiche  Lebenshaltung  führen  können,
  die  ihnen  gewährt  worden  wäre,  wenn  ihr
Later  später  auf  den  Thron  gekommen  wäre.
In  der  langen  Audienz  des  neuen  Thronfolbeim
  Kaiser  wurden  die  Verhällnisse  der
verwaisten  Kinder  eingehend  besorochen  und  auch
Erzherzog  Karl  Franz  Joseph  hat  sich  entschlossen,
  dereinst  den  Kindern  die  vom  Kaiser
ausgesetzte  Apanage  zu  gewähren.
Das  Auebleiben  Kaiser  Wilhelms.
Die  Nachricht,  daß  der  Deutsche  Kaiser  nicht
zu  dem  Leichenbegängnis  eintressen  wird,  hat  in

Wien  schmerzliche  Ueberraschung  hervorgetrufen.
  Mehrere  Blätler  sprechen  die  Ansicht

ous,  daß  die  Reise  des  Kaisers  aus  Sicherheiksrüddsichten
  unterblieben  sei.  Die  Reiczpost  aber
sast:  „Man  lann  nicht  anders  annehmen,  ale
dab  in  der  Absage  des  Deutschen  Kaisers  der
Protest  dagegen  zum  Ausdruck  kommt,  daß  das
Arvanyente  allzu  lleinherziger  Oofbeamter  eine
Reihe  fremder  Fürstlichleiten,  die  schon  angesast
  waren,  von  den  Trauerfeierlichleiten  fernbieit
  und  auch  sonst  eine  der  Vedentung  dieser
Trauerjeier  entsprechende  Würde  vermissen  lasse.
Die  schuldtragenden  Hoschargen  hönnen  sich  sagen,
  daß  sie  dem  Kaiserhause  und  dem  Reihh
teinen  schlimmeren  Dienst  erweisen  konnten.“  Die
Korresp.  Wilhelm  meldet:  „Die  von  einem  M1-5
genblatt  zur  Erklärung  des  Fernbleibens  des
Deutschen  Kaisers  gebrachte  Notiz,  daß  der  Po
lizeipräsident  erllärt  haben  soll,  er  lönne  nicht
für  die  Ruhe  in  Wien  garantieren,  entspricht
selbstrerständlich  nicht  den  Tatsachen.  Richtig
ist  vielmehr,  daß  für  die  Aufrechterhaltung  der
bifentüichen  Ordnung  und  Sicherheit  aus  Anlaß,
  der  Trauerseierlichleiten  und  der  in  Aus-Deutschen
  Kaisers
von  der  Polizeidireklion  alle  Vorlehrungen  im
weitesten  Matze  getroffen  waren  und  kein  Gruno
zu  Besorgnissen  vorgelegen  hat.“
Trauergottesdienste  in  München
und  Berlin.
JTür  den  Erzherzog-Thronfolger  Franz  Fer-Dinand

  von  Oesterreich  und  die  Herzogin  r*-  -

henburg  fand  am  Freitagvormitlag  in  der  Ludwigskirche
  eine  Trauerfeier  statt.  Der  König
und  die  Königin  maren  in  der  Frühe  mit  ihren
Töchtern  von  Leutsteiten  eingetroffen,  um  an
dem  Gottesdienste  teilzunehmen.  Ferner  nahmen
  teil  die  hier  anwesenden  Prinzen  und  Prinbessinnen
  des  löniglichen  Hauses,  die  Staalsminisier,
  der  päpstliche  Nuntius  u.  der  Kardinal-Erzbischof,
  Vertreter  der  Stadt  u.  des  diplomatischen
  Korps,  die  Oberrsten  und  Obersthoschargen,
  Herren  und  Damen  der  Aristakratie  soviie
Abordnungen  der  Regimenter,  deren  Jahaber
der  Ersherzog  war.

In  Berlin  sand  in  der  latholischen  St.-Hedwigskirche
  eine  Ttanerfeier.  stalt.  Lange  vor
der  für  den  Beginn  der  Feier  fettgesetzten  Zeit
war  der  öfterreichisch  ungarische  Votschafter  mit
Cem  -Wahlin  und  sämulichen  Herren  der  Botschaft
erschienen,  um  die  zahlreicken  Teilnehmer  zu
empfangen.  Der  Kaiset  nahm  wegen  sziner  Ertältung
  an  der  Trauerieier  nicht  teil.  Als  Vertreter
  erschien  Prinz  ci  et  Frieorich  in  Begleilung
  seines  Bruders,  Prinzen  Oslkar.  als
Vertreterin  der  t0  eeid  Prinzenn  Leopold  von
Preuen.  In  der  großen  Trauerversammlung
bewmerie  man  u.  a.  den  Reichekanzier,  die  Staalsselretäre,
  die  prenß.  ##i  ssie-  dos  diplomatische
Korps  usw.

Trauerfciern.

In  Kiel  hatten  am  Freitag  aus  Anlaßz  der
Trauerieier  sänitliche  im  Hafen  liegende  Kiensschifie,
  Jachten  une  sonnige  Fahreuge  hail
gesinggi.  ebenso  #  wiedene  offentlich:  *s
de.  Gegen  4  Uhr  jenere  die  gesamte-Rriegssloile
einen  Trauersalut  von  21  Schuß  für  den  Er:-Franz
  Ferdinand.

In  London  sand  in  der  laiholischen  Westminstc:
  Kathedrale  ein  Requiem  für  den  Erzer:
und  dessen  Gemahlin  statt.  Der  König  war  durch
den  Prinzen  Arthur  von  Connaught  und  die
Königin  durch  den  Lord  Howe  vertreten.  Daz
Personal  der  deutschen  Botschaft  war  in  Uniforn
  anwesend.

Auch  in  Belgrad  fand  in  der  katholischen
Kirche  ein  seierlicher  Tranergoltesdienst  statt,
an  dem  der  Kronprinz,  der  Ministerpräsident,  die
Minister,  der  österreichische  Geschäftsträger,  das
diplomatische  Korps,  die  Generalität.  Verkreler
  der  Zivil=  und  Militärbehörden,  die  Beamten
  der  österreichischen  Gesandtschaft  und  die
öslerreichische  Kolonie  teilnahmen.  Nach  der  Beerdigung
  drückte  der  Kronprinz  den  Trauergästen
und  dem  österreichischen  Geschäflsträger  seine
Teimahme  aus.

(Aus  den  Geständnissen  der  Attentäter.


vnrn

 

5%  ber  Vernehmung  2c#  Moꝛ  dgesellen  wird

immer  mehr  belannt,  was  beweist,  daß  die  Fä-Den
  der  Verschwörung  gegen  den  Thronfole  ger

sehr  weit  und  fest  geicn  waren  und  daß  das

Attientat  mit  großer  Ueberlegung  vorbereitet

wurde.  So  erklärte  Princip,  der  die  tödlichen
Schüsse  abseuerte  u.  a.:  „Schon  während  der
„Manover  hatte  ich  das  Attentat  in  Tarcin  vernben
  wollen,  doch  konnte  ich  wegen  der  Gen-Surmerie
  nicht  in  die  Nähe  des  Thronfolgers

ar  dem  Thron  olger  auf  den
Erlet  seitdem  ex  den  Fuß  auf  hosnischem  Bo- 



##  S-eseny##er  Nug###——

Zur  Cae  in  Albanien:

Preule  nbdoba,  der  Kücl  der  Mlielditen.

 

 

den  gesetzt  hat.  Ich  gestehe  aufrichlig  ein,  daß
wir  :u  Serbien  schon  seit  Wochen  das  Attenlat
  vorbereitel  haben.  Wir  wollien  Franzer
dinand  ermorden,  weil  wir  gewußt  haben,  daß
sein  Negierunge  Santritt  ein  Ungü.  für  Serbien
sin  wird.  Denn  er  wird  es  ollupieren  wollen,
wie  die  Monarchie  seinerzeil  auch  BVovnien  und
die  Herzegowina  ollupiert  hat.  Als  ich  aus  ging,
das  Attentat  zu  begehen,  nahm  ich  Gist  zu  mir.
Dieses  wurde  mir  von  meinen  Austtaggebern
gereicht,  oamit  ich,  wenn  man  mich  verhaften
will,  einen  Selbstmord  begehe.  Ich  habe  aber
eie  Gistslasche  verloren.  Darum  habe  ich  de
schlossen,  den  Thronfolger  zu  töten.  Ick  habe
gehoffl,  daß  die  übdlichen  Revolverschüsse  der
serbischen  Armee  den  Weg  öffucn,  hieher  zi
marschieren,  Vosnien  zu  ollupieren.  weil  dieĩes
Land  traft  seiner  Neigungen  und  Traditionen
Leru#en  ist,  Gionserbien  anzugehören.  “

Der  Attentäter  Cambrinowic  hat  ein  Geständnis
  abgelegt,  in  dem  er  ertlärte:  „Ich  habe
mich  seit.  längerer  Jeit  für  das  Attentat  vorbereiter.
  Die  Ursache!  bhiezu  war,  daß  man  an  mir
in  Bosnien  eine  screckt  iche  Üngerccht  igkeit  be
gangen  hat,  Ich  bin  hier  geboren,  das  ist  mein
Vaterland,  und  man  hat  es  mir  unmdolich  ge
acht,  daein  zu  leben,  ja,  ich  mußte  sogar
die  Schmach  ertragen,  daß  man  mich  aus  mei
nem  Vaterlande,  von  meiner  Familie  weg.  aus
gewiesen  hat,  von  dort,  wo  die  aus  der  Frem
de  gelommenen  Leute  auegezeichnet  leben.  Mit
der  Bombe,  die  ich  gegen  das  Thronfo!  igerpaar
geworfen  habe,  habe  ich  das  gegeiwärt  Regime
  nernichten  wollen.  Ich  wußte,  daß  Franz
Ferdinand  einc  der  bauptsichlichiten  -tüten  der.
alten  Regimes  isl.  Ihn  wollte  ich  vernichten.“

Ein  unfreiwilliges  Geständnie.

Den  „Leipziger  Neuesten  Nachrichten“  wird
aus  München  telegraphiert:  „Eine  serbich
Amtsperson  äußerte  sich  in  München,  als  die

Rcchricht  von  der  Ermordung  des  öflerreic,  .
schen  Thronfolgers  belannt  wurde,  unpvorsich
li#:  „Also  ist  jetzt  die  Revolntion  in  Vornien
losgegangen.“  Dasselbe  Blatt  bringt  foll  herne
auisehenerregende  Meldung  über  König

tila  als  Kriegepropheten.  Eine  medirinische  gan
pazilät  in  München  muroe  vor  einigen  Tagen
in  einem  Hotel  von  einem  Fremden,  der  umer
gräflichem  Namen  abgestiegen  war,  btonsalltiect.
Der  Arzt  riet  dem  Palienten  wie  derholi  dringend,
  in  Gastein  eine  Kur  zu  gebrauchen.  Nac,
mehrfacher  Ablehnung  äuberte  der  Freme
schlieblich:  „Das  kann  ich  nicht.  Ich  bin  der
König  von  Montenegro.  Es  gibt  Krieg!  Ich
lann  nicht  nach  Oesterreich  gehen!“  Beka:  miiiS
hat  der  König  von  Montenegro  vor  einigen  1

gen  mit  seinem  Sohn,  dem  Kronprin:  en,  in
Mücchen  geweilt.  Die  Nachricht  läßt  sich  bicht
anders  auffassen,  als  daß  selbst  König  Nilelans
  von  Montenegro  von  dem  Anschlag  gewußt
  hat.  Die  Sache  wird  immer  hübscher!
Ein  weiteres  Opfer  der  Attlentate

in  Serajewr.

Die  Wiener  Vlätter  melden  aus  Serajewo,
daß  der  Flügeladiutant  Oberstleutnant  Meriei,
der  bei  dem  Bombenattentat  verwundet  worden
war,  im  Sterben  liegt.  Infolge  einer  Infektion
der  Wunde  ist  Starrkrampf  eingetreten.
Serbenfeindliche  Demonstrationen

in

Die  Demonstrationen  am  Donnerstagabend
in  Wien  haben  teilweise  einen  ernsten  Charalter
angenommen.  Nachdem  der  Leichenzug  des  Erzherʒegs
  Franz  Ferdinand  und  der  Herze  zogin  von
Dobenberg  vorübergezogen  war,  wurde  die  Zall
der  Demonstranten  durch  viele  Zuschauer  verstärlt,
  die  von  der  Ringstraße  wamen.  Wiederhoit
  wurde  der  Wachkordon  durchbrochen,  wobei
  die  Polizei  von  der  blanken  Wasse  Gebrauch

 
 

  
 
 

machte;  es  wurde  jedoch  niemand  verletzt.  rt

Polizei  sah  sich  gezwungen,  eine  Altacke  zu  untexnehmen,
  wobei  piele  Personen  niedergestoßen

 

murden.  Er  ilfland  eine  Panik;  von  einer  unbelannten
  #  erson  wurde  eine  hochgehaltene  serbische
  Trilolore  unter  dem  Jubel  der  Menge
vernrannt,  gegen  die  Wache  wurden  Steine  geschleudert
  und  Stöcke  gebraucht.  Mehrere  Personen
  wurden  verhaftet.  Unter  stmmischen  Nu
sen  versuchten  die  Demonstranten  in  die  innere
Stadt  nach  der  Hosburg  zu  ziehen,  doch  wucden
sie  von  der  Polirei  daran  gehindert.  Noch  Milsernacht
  spiellen  sich  von  neuem  wilde  Szenen
ab.  Die  Menge  wollte  auch  nach  der  russischen
Notschaft  nordringen,  deren  Zugänge  von  der
Polizei  abgespertt  waren.  Erst  gegen  1  Uhr  fanden
  die  Demonstrationen  ein  Ende.  Die  Polizei
hat  die  Zugänge  zur  serbischen  Gesandtschaft  bescht
  und  bewacht  die  Privatwohnung  des  serbischen
  Gesandten,  sowie  auch  die  serbische  Kie-Ve.

Weitere  serbische  Vosheiten.

Das  Organ  der  Belgrader  Regierung,  „Samonprava“,
  schreibt:  „Wir  verurteilen  auft  iihtig
  das  furchtbate  Attentat  in  Setajewo;  wir
verurteilen  ebenso  den  Vandalismus,  deisen  Opser
  das  serbische  Voll  in  Bosnien  ist.  Es  darf
nicht  vergessen  merden,  daß  übereilte  Kombinalionen
  über  die  Urheber  des  Verbrechens  besonders
  unter  den  gegenwärtigen  Verhältnissen  größeren
  Schaden  hervorrujen,  als  man  im  er—
slen  Augenblick  annehmen  kam.“  Das  Blail  wendet
  sich  dann  gegen  den  in  öflerreichisch-  ungarischen
  Blältern  geäußerten  Verdach!,  daß  Serdien
  in  das  Seraiewoer  Attental  verwidelt  sei
und  wendel  sich  auch  hegen  die  Drohungen  einbelner
  Bläller.  Die  „Samonprava“  sagt:  „I
berechligte  Verdäch,  igungen  berühren  une  nicht
und  üller  Drohungen  geben  wir  hinweg.  Eist
wenn  gegen  uns  positive  Anllagen  vorgebracht
werden,  werden  wir  Zeil  zur  Aussprache  haben.
Das  Serajewoer  Ereignis  kann  nicht  gewa  tiani
zu  einem  Streit  brell  zwischen  uns  und  Oester="
  Ungarn  gemackht  werden,  weil  über  das
ir  auch  die  übrige  zuvilisierte  Weit  urzeilen
  wird.  Heute  hat  in  Serbien  die  Ueberzengung
  genügeno  MWureel  gefaßt,  daß  Serbien

 

 

kurgn  iciner  2ahlreichen  wichtigen  Interessen
n  àlten  Le  iehungen  zu  Oesterreich-Ungarn  I##-er
  572  sich  jeden  Schrittes  enthallen  mans

i  emneine  Verurteitung  b.i  allen  Völiern
Die  r#,  durth  nichts  gerecht  sertigt  e
ing  (z1  der  un.sczultigen  ()  Ser—
ben  Bos  gniens  betrachten  wi  als  einen  schweren
Folscch  Feiler.  Gege:  wöärtig  sind  wir  geneixl,
  zu  glauben,  daß  is  die  Frucht  der  engen
  Aussassung  ber  nierenien  behördlichen  Organc
  in  diesen  Ländern  il,  welche  die  Schuld
!)  an  dem  Attientat  r##  sich  abzuwätlzen  beftrebt
  sind.  Wir  g'a:z-ben  aber  an  den  Verstand
  Wiens  und  erise  arten,  daß  man  rasch  und
encraisch  diesem  Wa'  #inn  entgegentreten  werde,
  der  den  Vrand  inneren  Hasses  in  Vosnien
schürt.“  Diese  Ans  a  sung  des  Regierungsorganes
  zeigl,  daß  man  in  Serbien  nicht  müde  wird,
Oesterreich  immer  mehr  zu  reizen.  Die  jungraoitalen,
  nationalistischen  und  fortschrittlichen
Vlätter  Serbiens  setzen  ebenfalls  die  heftige
s#echtampagne  wegen  der  Ereignisse  in  Bosnien

  
  

 

Neues  aus  Albanien.
Durazzo,  J.  Juli.

Ueber  die  Lage  in  Albanien  liegen  heute  mehrere
  neue  Nachrichten  vor.  Sie  lauten  teils  günstig,
  teils  ungünstig.  Zunächst  heißt  es,  daß
oie  letzten  Tage  ruhig  verlaufen  sind.

Preul  Vibdoda  beabsichtigt,  in  den  nächsten
Tagen  in  Duraszo  einzutreffen,  um  dem  Fürsten
seine  Bereitwilligleit  auszusprechen,  abermals  gegen
  die  Aufständischen  vorzurücken.  Seine  Mannschaften
  solien  sich  bei  Alessio  wieder  sammeln.
Sicheren  Nachrichten  zufolge  ist  im  Rebellenlager
  Uneinigleit  ausgebrochen.  Etwa  tausend

—  —*e  .  ½.  r*“°
Sonnkag,  F.  Juli  II
nien  sind  daraufhin  beimgelehrt.  NAWD  D  ziens,29
soll  infolge  Uneinigleil  unter  den  diebal-  n
schen-Kampfentsponnenhohemwbcjlh
von  ihnen  getötet  wurden.  Achmed  Bei  Mati
befindet  sich  noch  immer  in  Kruja.
Im  Eegensatz  hiezu  werden  von  Wien  aus
schlimme  Nachrichten  über  die  Lage  des  Fursten
  rerbreitet.  Wie  dort  verlautet,  besindet
sich  Fürst  Wilhelm  in  einer  so  gesährlichen  Si
tuation,  daß  jeden  Augenblick  die  Krise  eintreten
  kann.  Die  Minister  sind  darüber  einig,
daß  für  den  Fall  einer  krisenhaften  Wendung
die  internationale  Kontrollkommission  die  Negierungsgeschäste.
  übernehmen  wird.  Die  Mächte
werden  hierauf  in  Besprechungen  über  die  Person
  des  Nachfolgers  des  Fürsten  Wilheim  einlreten.
  Ueber  diese  Frage  sollen  schon  unverbindliche
  Diekussionen  im  Gange  sein.  Aus  den
Mas#ahmen  und  Schritten,  die  der  Fiust  in
der  letzten  Zeit  unternahm,  ist  zu  entnetmen,
daß  er  selbjt  eine  Situation  als  aussicktslos
ansieht.  Die  Lage  des  Fürsten  ist  einc  ülche,
daß  der  Regierungswechsel  in  den  nächsie  Ta
gen  schon  eintreten  lann.  ·  ,
Weitcrtäßtfich·die,,N.F-r·Pr.«enthn—-razzo
  melden,  daß  die  Fürstin  von  uhnen
sich  mit  den  Kindern  infolge  der  kritüchen!  Page
nach  Rumänien  begeben  werde.

Pelltische  Rundschen

Batersn
Reichsratskammer  und  Erbschafe
steuer.

R.-N.  von  Finck,  der  Neserent  der  Rei  chsatskammer,
  beantragt  in  seinem  Bericht  en  zuflimmung

  der  Reichsratskammer  zur  Erkschste
steuervorlage,  wie  sie  von  der  Regierung  ###elegt
  und  von  der  Abgeordnelenkammer  keits

 

 

*

   

 

 

 

 

genehmigt  wurde.

Der  Finanzausschuß  hat  am  Erritag  misgro-Her
  Majorilät  *  Mehrzahl  der  Zen#meten
  und  der  Bauernbund?  den  §  28  des  sesetzentmurses
  über  die  Wertzuwachssteuer,  6a  die
scizt,  abgelehnt.  Er  hat  sich  infolgedesseß  verlagt,
  um  die  Erllärung  der  Regierungebm
Vorlage  vorderhand  als  gescheitert.

Ablehnung  des  Gebührengesek#.
gen  im  Gebübrenwesen  hai  der  Abg.  OEinhauser
  nunmehr  seinen  Bericht  -abelies3  Er
Mehrzahl  seiner  Vorichläge  eine  able###nde
HLallung  einzunehmen.  D

nd
Arbeitslosenversicherung

In  der  letzten  Zeit  ijt  eine  Mit:cilun  duich
ꝛcgie  rung  bei  der  Reichsleitung  Schrif  zur
Herbeiführung  einer  reichsgesetzlichen  rfetellung

  ist,  wie  Die  St.“  schreibt  voil
ständig  aus  der  Luft  gegrissen.  Wie  si  chon
hrift  zur  Frage  der  Arbeitslosensürsof  und

Arbeitslosenversicherung  und  aus  den  Eä
erachtet  auch  die  banerische  Slaatoregie
Eintührung  einer  reichegelehlichen  Arbeslt
in  dieser  Aufjassung  ist  nicht  eingetren;  12
wurden  deshalb  auch  leineriei  Schrilte  in  der
Tarlehenslassen  und

-  Königliche  Antk.
nen  Berirlen  die  Errichtung  von  D  Ien
bei  Postanstalten  zum  Zwecke  der  Einleg  —8  von
desr  erband  der  Bayer.  Darlehenslassepereine
digung  der  landwirtschaftlichen  DarlehepPraisenvereine;
  in  einer  Eingabe  an  die  R  hierung
Aenderung  ihrer  Entschlüsse  zu  bestimme  Aehnliche
  Besürchtungen  wurden  am  Freita#  in  der
Seite  ausgesprochen.  Dagegen  saate  dr  Zentrumsabg.
  Osel  in  der  gleichen  Sut  Wir
ten  und  Darlehenslassen  leine  Konkurrenz.
Ansland.

Die  Wertzuwachssteuer  gescheig#tt.
Milglieder,  die  Liberalen,  die  Sozialde  -lt

Höhe  der  zu  erblebenden  Stenerbeträgch  festwarten.

  Damit  gilt  die  Wertzuwache  luer-Zum
  Entwurfe  eines  Gesetzes  über  Ven  run.

empsiellk:  gegenüler  dem  Stempelgesetz  z  der
Bayerische  Staatsregierung

die  Presse  gegangen,  daß  die  banerische  ants

Iesenversicherung  unternommen  habe.  Die  Mi:
eus  den  Ausführungen  der  bayerischenen!

bhen  der  Staatsregierung  im  Landlag

den  zur:  eit  für  unpurchführbar.  Vein

ne  dachten  Richtung  unternommen.

Die  Königliche  Bank  be  absichtigt  inlz  inze
Geidern  durch  die  Landbevöllerung.  Lanerblickt
  in  dieser  Mahnahme  eine  grof  Sche#
bitlet  er  Naher,  die  Königliche  Bank  einco
Kammer  der  Abgeordneten  von  konsspativer
fürchten  dadurch  für  die  landw.  Genossenschaf-Oesterr.
  Mittellhtter  als  Hochverer.



In  Laibach  wurden  drei  Gymnasasten  der  7.
und  3.  Küasse  wegen  Hochverrats  vehaftet.  Die
Verhaftungen  sind  die  olge  einer  seit  212  Monaten
  stattfindenden  Untersuchung  gegen  einen
Mittelschüler-Geheimbund,  der  mit  del  Belgrader
  „Nacodna  Obrona“  in  Verbindung  steht,  die
Vechverröterische  Tendenzen  verfolgt.  Im  Zu-„zmm.
  chang  mit  diesen  Verhaftungen  erfolgten
«.  »b-«  nassstnckningenbei  Ilawitchcnhochfchn

diesurseettnisneeinesaus  Kratnbiirq
stannnsndeis  Studenten  führten.  Wie  in  Laibacher
  Reyierungslreisen  erklärt  wird,  steht  diese
Altion  in  keinerlei  Beriehungen  zu  dem  Attentat
  in  Serajewo;  sie  ist  vielmehr  ein  Gkied  in

 

Teilnehmer  der  Aufstandsbewegung  aus  Albader

  Kette  der  hochverräterischen  Lerhetzungen,

 

—

—  —