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worden war, kein Wort von allen diesen alten Dekretalen
stand, wie zum voraus dekreditirt mußte er seine Waare
vermuthen?
Er brauchte seine salsche Münze, um sich damit, wie
leicht zu erachten, gegen Ankläger zu vertheidigen: konnte er
diese so einfältig sich denken, daß sie den Betrug nicht enddecken
würden? Wie viel leichter mußten sie auch auf den Gedanken
kommen können, da man damals schon mehrere Beispiele
betrügerischer Erdichtungen einzelner Gesetze hatte.
Wirklich hätte auch Klügeren und Verständigeren dieser
Betrug auf keine Weise verborgen bleiben sollen. Denn,
wenn schon auch die Klügsien des damaligen Zeitalters nicht
Kenntnisse und nicht Scharfsinn genug hatten, alle die Gründe
zu finden und zu brauchen, die wir bei Aufdeckung dieser
Betrügerei haben und brauchen können, so war's doch
a) gar zu auffallend, daß alle diese Schriften so verschiedener
Bischèfe, und diese Schriften so verschiedener Männer,
die ganze Jahrhunderte von einander lebten, einander
so ähnlich sahen, als ob sie alle aus einer Feder geflossen
wären. Durchweg eine barbarische Schreibarc, und da doch
in eben derselben Sammlung andere ächte Schreiben roͤmischer
Bischöfe daneben standen, so hätte der Kontrast auffallen sollen.
b) Wenn man auch jenem Zeitalter nicht zumuthen will,
daran zu denken, daß man die erst im letzten Viertel des vierten
Jahrhunderts verfertigte hieronymische Uebersetzung oder
Reoision der damaligen Bibel-Uebersetzung unmöglich schon
in den ersten zwei Jahrhunderten habe brauchen können; wenn
man jenem Zeiralter nicht zumuthen will, zu sehen, was für
grobe Fehler gegen die ganze Geschichte und alte Disciplin
darin begangen worden seyen: so mußte es doch auch dem
Unwissenderen damals auffallen, daß von allem dem, was
da schon seit den ersten Jahrhunderten befohlen worden seyn
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