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Verfügnng des Ministerinms der auswärtigen Augelegenheiten, betreffend Bestellung von Postansträgen.
Vom 4. November 1875.
Zur weiteren Erleichterung der Einziehung von Geldern mittelst Postauftrags
werden die im §. 41 Absatz III der inländischen Postordnung vom 31. Dezember 1874
(Regierungs-Blatt von 1875 S. 36 und 37) enthaltenen Bestimmungen über die Bestellung
gewöhnlicher Briefe u. s. w. an dritte Personen in solchen Fällen, wo der Adressat
oder dessen legitimirter Bevollmächtigter von dem bestellenden Briefträger oder Boten
nicht angetroffen wird, in der Weise auf Papiere, welche den Postanstalten im Postauftrags
verkehr zugehen, ausgedehnt, daß diese Papiere gegen-Zahlung des
dafür einzuziehenden Betrages auch an die in den obigen Bestimmungen bezeichneten
dritten Personen ausgehändigt werden dürfen. Als Zahlungsverweigerung im
Sinne des §. 20 Absatz X der inländischen Postordnung (Reg. Blatt von 1875 Seite 18
und 19) gilt jedoch nur eine desfallsige Erklärung des Adressaten selbst oder dessen legitimirten
Bevollmächtigten.
Stuttgart, den 4. November 1875.
Mittnacht.