Full text : Württembergische Geschichtsquellen. Zehnter Band. (10)

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XU.  Statuta  Petri  1460.  113

wonung  haben  und  niender  um  kayn  sach  sich  abwesszelich  machen
anderswa  mit  wonung  zuseyn  oder  hauszhaltung  zubestellen,  esz
sig  dann,  daz  er  von  studierens  wegen  in  ayner  gemaynen  universitet
  mit  empszigem  vleysz  dem  lernen  oblige,  in  welchem  stugk

»  demselben  volge  und  zuhulffe  kom  seym  studieren  eorpus  prebende,

daz  ist  die  gesattzte”  süm  gült  ayner  phrond  one  tägelich  present
  oder  nuttz.  Und  das  selb  corpus  prebende  wellen  wir,  daz
esz  in  ayn  sim  funfizig  Rinsch  gulden  alleyn  gebrayt  werde.  Doch
behalten,  die  do  zu  sullicher  schüll  sich  fugen  wölten,  sullen  mit
demütt  vom  teeban  und  capittel  ürlaub  bitten  und  begeren,  wellen
urlaub  techan  und  capittel  nit  versagen  sullen,  esz  wer  dann  daz
scheinbarliche  und  redliehe  ursach  sullichen  urlaub  zegeben  irrte
und  hinderte.

Kap.  19.  Item  daz  der  gottlich  dienst  mit  grosszerm  vleysz
volbracht  werde,  so  sien  die  personen  der  kirchen  empsziger  zu
dienen  zu  stunden  und  zeiten,  wan  die  zeitlichen  nüttz  stett  auszsctailet
  werden,  darumb  settzen  wir,  daz  die  tägelich”  ausztailung
der  phrunden  tumherrn  und  viearien  hinfur  bescheh  auff  sant  Martins
  tag  oder  9  in  ayn  sullich  gestalt,  daz  aym  iegklichen  tumherrn,
der  do  ist  in  auffinemung  oder  emphoung  seyner  phrund,  untz  zu
werdt  funflzig  Rinischer  gulden  zugeschafft  werde  und  aym  iegklichen
  vicarien  dreyssig  gulden  Rinischer  und  ayn  amptman  zu
sullichem  dureh  ayn  techan  und  capittel  geordnett  sey,  ayner  fur
(lie  tumherrn  und  der  ander  ayn  vicarj  oder  altarist  fur  die  viearien,
  «die  andern  gult  gehorend  zu  phrunden  sien  sie  erwarten  in
die  gestalt:  der  schaffer  oder  amptman  obgemelt  neme  zu  ainer
ierrklichen  tumherlichen  phrund  dreissig  Rinisch  zulden  und  die
selben  er  durch  umbgang  desz  jars  tegelich  usztayle  den  gegenwurtigen
  im  chor  als  zu  metten,  fron  ampte  und  vesper,  allweg
zulegen  fur  ayı  iegkliche  sulliche  zeit  fur  zwelff  phronden  als  vyll
alsdan  das  eapittel  gut  bedeucht,  und  was  uber  wirt  der  abwesenden
  halbe  das  werde  in  ayn  buchsen  dar  zu  mit  zwayen  schlosszen

—  u

a)  gusattzo  Zr.

)  tngnlich  steht  nicht  in  der  Vorlage  und  ist  fulsch.

ce)  zu  ergänzen  elwa:  ungefähr  um  diese  Zeit,
totius  diei  distributiones  usurpat  (Aonzil  von  Basel  a.  a.  O.),  ja  sogar  quod
incerto  parvo  tempore  sub  ıma  leccione,  psalme,  Epistola,  Evangelio  vel  alio
se  presencias  deservisse  eontendant  et  statim  ad  secularia  negocia  vel  laseivias
rvertantur;  Statut  der  Alainzer  Provinzialsynode  vom  November  1451  de
eurruptelis  et  abusionibus  ennomcorum  (Hartzheim  V,  409s},  wiederholt  in
den  Augsburger  Synodalstatuten  Peters  vom  10.  Mai  1452  (Mon.  Bo.X  FI,  649  885.1.

Württ,  Geschichtsquellen  X.  8