Full text : Die Ernährung im Kriege.

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und  ihrer  Tapferkeit,  so  koͤnnen  auch  im  Wirtschaftskrieg
Anordnung  und  Befehl  allein  den  Sieg  nicht  verbuͤrgen.
Der  opferfreudige  Wille  aller  einzelnen  ist  unentbehrlich.
Unentbehrlich  ist  Entschluß  und  Tat  jedes  Mannes  und
jeder  Frau  in  Haushalt  und  Wirtschaft.  Die  getroffenen
Maßnahmen,  wie  tief  sie  auch  in  das  Privatleben,  in  die
Privatwirtschaft  eingreifen,  sind  doch  immer  nur  Anordnungen
  des  Ganzen  und  im  großen.  Die  Ausfuͤhrung,
  die  Befolgung  im  einzelnen  ist  Sache  des  einzelnen.
Mahlzeit,  Kuͤche  und  Herd  sind  von  Reichs  und  Staats
wegen  nicht  zu  überwachen.

Neben  die  rednerische  Unterrichkung,  die  vom  Ministerium
  des  Innern  veranlaßk  wurde,  tritt  die  in  diesem
Buch  enthaltene  kurze  zusammenfassende  Darstellung.
Das  gesprochene  Wort,  das  im  Augenblick  wohl  eindringlicher
  wirkt,  wird  doch  leicht  vergessen.  Flugblätter
werden  bald  verloren,  die  Jeitung  ist  für  die  tagliche
Unterrichtung  über  viele  Dinge  gerade  in  Kriegszeit  mehr
bestimmt  als  für  die  bleibende  Unterweisung  über  eine
einzige  Angelegenheit.  Es  darf  gehofft  werden,  daß  dieses
Buch  in  der  Ernährungsfrage  für  die  Kriegszeit  ein
dauernder  Ratgeber  sein  wird.