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Mebersicht der Greignisse des Jahres 1873.
über dem stetigen Vorschreiten römischen Einflusses und römischer Macht
verloren und selbst, wie kaum wird geläugnet werden können, eine
Reihe von Mißgriffen gemacht hat, die es immerhin hätte vermeiden
können, so lag das wenigstens mit auch in der unsichern Lage einer
mehr geduldeten als anerkannten Großmacht und seiner nothgedrungen
halben und vielfach zweideutigen, allerdings oft auch zwiespältigen
Lage innerhalb des deutschen Bundes, die es nach allen Seiten zu
laviren zwang, bis der Moment gekommen und der Mann gefunden
war, um die allmälig reif gewordene deutsche Frage endlich zur Entscheidung
zu bringen, 1866 nach innen, 1870 nach außen. Vorher
hätte Preußen den Kampf mit Rom kaum aufnehmen oder doch unter viel
ungünstigeren Verhältnissen, mit viel größeren Schwierigkeiten führen
müssen. Steht auch das Reich in demselben vorerst mehr oder weniger
abseits und ist es auch bis jetzt nur durch vereinzelte Maßregeln an
demselben betheiligt, so ist doch schon viel dadurch gewonnen, daß es
Preußen keinerlei Schwierigkeiten bereitet, dasselbe vielmehr, so weit
es dazu berufen war, bereitwillig unterstützt hat und daß eine mächtige
Vertretung der Nation in dem Reichstage dasteht, über dessen
Sympathie mit Preußen in diesem Kampfe kein Zweifel sein kann
und dessen große Majorität bereit ist, auch in dieser Frage und
gerade in dieser noch mehr als in irgend welcher andern für
Preußen einzutreten und ihm im Nothfalle fest zur Seite zu stehen.
Wie ganz anders wäre dagegen die Lage gewesen vor der Errichtung
des neuen deutschen Reichs. Die ganze Kraft der in ihren mächtigsten
Interessen angegriffenen Hierarchie hätte sich gegen Preußen auf die
in ihrer Vereinzelung machtlosen süddeutschen Staaten geworfen, sie
leicht überwallt und dann sie mit Hülfe Oesterreichs und nöthigenfalls
auch Frankreichs als Sturmbock gegen das verhaßte Preußen zusammen
geballt, um es von dieser Seite her zu erdrücken und so zugleich an
der Erfüllung seiner rein politischen Aufgabe wo möglich für alle
Zeiten zu hindern. Jetzt hat dagegen Preußen nach allen Seiten freie
Hand, das Reich geht mit, so weit es bisher nothwendig war, und
wird auch weiter mitgehen, sofern weiteres nothwendig werden wird,
Oesterreich ist ein wesentlich anderes geworden und ist selber bemüht,
den spezifisch katholischen Character, den es so lange gepflegt hat, abzustreifen,
Frankreich aber ist wenigstens zur Zeit außer Stande, aus dieser
Frage, so gerne es auch möchte, einen Hebel gegen Preußen zu schmieden.