F. 105.
In Hypotheksachen kann jeder sowohl
fuͤr sich als fuͤr Andere bei dem Hypothekenamte
handeln. Zur Erwerbung oder Erhaltung
eines Rechtes für denjenigen, in dessen
Namen Jemand auftritt, ist eine vermuthete
oder mangelhafte Vollmacht hium
reichend; soll aber Jemand durch Handlungen
eines Andern verbunden werden, so wird
eine förmliche, und die Handlung bestimmt
ausdrückende Vollmachr, oder eine noch vor
der wirklichen Aufnahme des Geschäfte in
das Hppothekenbuch erfolgende Genehmizung
von Seite des Bevollmächrigers erfordert.
Fremde und unbekannte Personen müssen
durch obrigkeitliche Zeuguisse oder auf andere
slaubhafte Art nachweisen, daß sie diejenigen
Personen sind, wofür sie sich ausgeben.
6. 10.
Insonderheit sind befugt, die Eintragung
einer Hypothek im Namen eines Andern
zu verlangen:
1) die Gläubiger eines Schuldners, dem
eine zur Hypothek berechtigte Forderung
zusteht, wenn sie aus deren Unterlassung
an ihren Forderungen einen
Schaden zu befürchten hatten;
die Bürgen des Schuldners, wenn der
Gläubiger sein Recht auf Erwerbung
einer Hypothek nicht ausuͤbt;
2)
3) unter mehreren Mitglaͤubigern kann
jeder Einzelne auf die ganze Forderung
L
die ECintrazung der Hyperhek im Ramen
aller Mitgläubiger verlangen;
6) die Eint agung der den Minderjährigen
und unter Curatel gesebren P.###
sonen auf dem Vermegen ihrer Vormünder
und deren Bürgen, son ie der
den inderjährigen Kindein binschtlich
des Vater= oder Murterguts und sonst
erwor enen Vermôgens auf den Immobi
en der Eltern zustehenden Hppothek
kann nicht nur ven den Minder-##ehrigen,
dem Vormund selbst, dem
Neb nvormund und der vormundschaftlichen
Behörde, auch von jedem Verwandten,
sondern selbst von jedem
Dritten verlangt werden. Ist aus der
Unterlassung ein Schaden für deu Minderfährigen
entstanden, so kann die Entschüdigung
von dem Nebenvormund
und der vormundschaftlichen Behörde
gesordert werden;
den Eintrag der Hopothek der Ehefrauen
kann, nebst dem Ehemann und
der Chefrau, jeder Verwandte derselben,
wie auch das Gericht, welhes
die Ehepactu cufgenommen hat, verlangen;
bieser Unterlassung wegen fendet
jedhe we reder gegen Verwandte noch
gegeu as Mercun eine Eutschaͤdigungsklage
statt.
Aul soll die Ehefeau, hinsschtlich
ihrer Rechie auf den Tintrag in d#
Hypothekenbuch fur ihre Forderungen,
durch die den Chevertrag aufnehmende
Gerichtsbehörde, oder durch den-Nich-(551
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