Das Gemeindevermögen und seine finanzielle Bedeutung und Ausnutzung. 153
sich die wirtschaftliche Erwerbstätigkeit der Gemeinde in der Zukunft
noch mehr als bisher zum eigentlichen Grundpfeiler des kommunalen
Haushalts ausbilden. In den größeren Städten dürfte sich aber
— abgesehen von den wirtschaftlichen Unternehmungen — für die
periodisch wiederkehrenden außerordentlichen Aufwendungen (Schulhäuser,
Errichtung und Erweiterung von Dienst- und Verwaltungsgebäuden,
Straßen- und Parkanlagen, Straßenpflasterungen, gewisse Gelände—
erwerbungen, Kanalisationsanlagen usw.) die Deckung aus laufenden
Wirtschaftsmitteln empfehlen, da die Ausführung der bedeutenderen Pro—
jelte in der Regel einige Jahre in Anspruch nimmt und die Bestreitung
der dadurch erwachsenden Ausgaben sich ohne erhebliche Mehrbelastung der
einzelnen Steuerzahler durch Einstellung entsprechender Teilbeträge in
mehrere Voranschläge bewirken läßt.
Die Stadt Freiburg hat seit dem Jahre 1880 nachstehende An—
lehen durch Ausgabe von Teilschuldverschreibungen unter Zugrundelegung
des folgenden Tilgungsplans aufgenommen:
Anlehenssumme Tilgungsdauer Anfang Ende
im Jahre 1881 2500 000 Mk. 39 Jahre 1887 1925
„ „ 1884 2500000 „ 39 „ 1890 1928
„ „ 1888 2 500 000 „ 39 „ 1894 1932
„ „ 1890 3 000 000 „ 39 „ 1895 1933
„ „ 1894 3 000 000 „ 39 „ 1900 1938
„ „ 1898 3 000 000 „ 39 „ 1905 1943
„ » 190010000000» 56 „ 1904 1959
„ „ 1903 10000 000 „ 44 1908 1951
Zusammen 36 500 000 Mk.
Hiervon waren bis
Ende 1906 getilgt
Stand der Schuld
am 1. Jaonuar 1907 33 428 600 Mk.
Für das Jahr 1907 waren zur weiteren Tilgung 365 100 Mk. im
Voranschlag eingestellt und für 1908 sind zu diesem Zweck 478 800 Mk.
vorgesehen.
Die obigen 86m Millionen wurden für folgende Zwecke verwendet:
für Tilgung von Schulden aus früheren Jahren 3810 189 Mk.
3071 400 Mk.
„ Kapitalanlage . 185000,,
„ einen Schulhausneubau und die Kanalisation im
nördlichen Stadtgebiet 265 4066 „