gestalt, daß derselbe zu der planmaͤßigen Tilgung des Kapitals in der allgemeinen
Tilgungsfrist hinreicht. Doch soll dies auf diejenigen Mitglieder, welche noch vor der
Schließung des Systems hinzugetreten sind, oder die volle Haͤlfte des Taxwerthes an
Pfandbriefen genommen haben, nicht angewandt werden, wenn auch dadurch, daß
sie nicht gleich bei Errichtung des Kreditsystems beigetreten sind, oder nicht sogleich die
ganze Hälfte des Tarwerthes in Pandbriefen genommen haben, die Ablösung ihrer
Schuld sich verzögerr.
##. 30. Alle Gelder, welche zur planmáßigen Tilgung der Pfandbriefe bestimmt
sind, müssen zunächst zur Einlösung der etwa gekündigten Pfandbriefe G. 25.und
folg.) verwendet, und alles, was dazu nicht erforderlich ist, sogleich in Posensche Pfandbriefe
umgesetzt werden. Andre Papiere dürfen unter keinerlei Umständen dafür eingekauft
werden.
##. 37. So lange die Pandbriefe unter dem Nennwerth oder ihm gleich
stehen, besorgt die Gencral-Direktion die Tilgung durch Ankauf derselben. Steigen
sie über den Nennwerth, so geschieht die Tilgung durch Verloosung; doch soll dem
Inhaber der zur Tilgung gelooseten Pfandbriefe, das Aufgeld nach dem Cours bis
auf die Höhe von drei Prozent, nie aber darüber, vergütet werden.
# 38. Zur Erleichterung der Tilgung durch Verloofung sollen die Pandbriefe
gleicher Summen mit einer fortlaufenden Nummer bezeichnet werden.
§&#. 30. Die Zahl der Pfandbriefe, welche bei der Verloosung von jeder Gattung
besonders gezogen werden, bestimmt sich nach dem zusammengesetzten Verhältniß,
in welchem die Stückzahl der Pfandbriefe jeder einzelnen Gattung und deren Werth zusammengenommen
zu dem Gesammtwerth der ganzen Pfandbriefsschuld steht, dergestalt,
daß, soweit es moglich ist, immer das gegenseitige Verhältniß der Stückzahl von jeder
Gattung vor und nach der Verloosung dasselbe bleibt. Das Verfahren hiebei ist
übrigens in dem funfzehnten Kapitel näher bestimmt.
#. 40. Die öffentliche Bekanntmachung der gelooseten Pfandbriefe, vertritt
die Stelle der Kündigung, und sechs Monak nach dieser werden die Pfandbriefe zahlbar.
Sollte das Geld alsdann nicht bezogen werden, so bleibt es bei der General-Landschaft
niedergelegt, trägt aber dem Inhaber vom Jahlungstage ab, keine Zinsen.
§. ALl. Auch jedem zum Kreditspsteme gehörigen Gutsbesitzer siehe frei, im
Laufe der planmäßigen Tilgungszeit bei der General-Landschafts-Direktion die auf sein
Gut genommenen Pfandbriefe, entweder sämmtlich auf einmal, wo dann, wie
sich von selbst versieht, der durch die planmäßige Tilgung bereits erloschene Theil in
Abzug gebracht wird, oder auch theilweise, nehmlich in einzelnen, außer dem Tilgungsprozent
erfolgenden Kapitalzahlungen, abzulösen, und sich dadurch entweder
gänzlich, oder fuͤr den dergestalt besonders abgeloͤseten Theil, von allen weitern
dlichkeiten zu befreien. Die Ablösung kann jedoch nicht anders, als
in Posenschen Paandbrieten, und nur nach vorgängiger halbjahriger Kündigung,
geschehen.
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