geritten werden; imgleichen von den unangespannten etatsmaͤßigen Dienst-Pferden
der Offiziere, wenn dieselben zu dienstlichen Zwecken die Offiziere
begleiten, oder besonders gefuͤhrt werden, jedoch in letzterem Falle nur, sofern
die Fuͤhrer sich durch die von der Regierung ausgestellte Marschroute,
oder durch die von der obern Miltauteherde ertheilte Order ausweisen;
von öffenrlichen Beamten und deren Fuhrwerken und Thieren bei Dienst-Reisen
innerhalb ihrer Geschäftsbezirke, wenn sie sich durch Freikarten legitimiren.
Polizei= und Steuerbeamten, welche in Unisorm sind, bedürfen
jedoch keiner Freikarten; ·
von ordinairen Posten, einschließlich der Schnell-, Kariol= und Reitposten,
nebst Beiwagen; imgleichen von öffentlichen Kourieren und Estafetten, und
von allen, von Postbeförderungen leer zurückkehrenden, Wagen und Pferden;
von Fuhrwerken und Thieren, mittelst deren Transporte für unmittelbare
Rechnung des Staats geschehen, auf Vorzeigung von Freipässen; von
Vorspannfuhren auf der Hin= und Rückreise, wenn sie sich als whe durch
die Bescheinigung der Ortsbehörde, imgleichen von Lieferungsfuhren, ebenfalls
auf der Hin= und Rückreise, wenn sie sich als solche durch den Fuhr-Besehl
ausweisen;
6) von Feuerlöschungs-, Kreis= und Gemeine-Hülfsfuhren; von Armen= und
Arrestantenfuhren;
7) von Kirchen= und Leichenfuhren innerhalb der Parochie. Von dem Fährgelde
sind jedoch nicht die Fuhrwerke, sondern nur die dabei befindlichen
Personen befreit;
8) von Fuhrwerken, die Chaussee-Baumaterialien anfahren, sesen nicht durch
den Minister der Finanzen und des Handels Ausnahmen angeordnet
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werden;
9) binsichtlich der durch spezielle Titel begründeten Befreiungen und besondern
Verhältnisse in Betreff der Entrichtung des Brück= und Fährgeldes wird
durch den gegenwärtigen Tarif nichts geändert.
Zuscästliche Vorschrifeen.
1) Jeder muß bei der Hebestelle anhalten, auch wenn er nicht verpflichtet ißt,
rück= oder Fährgeld zu entrichten.
Nir hinsichtlich der Postillone, welche Preußische Postfuhrwerke, oder
Postpferde führen, findet, wenn sie zuvor in das Horn stoßen, eine Ausnahme
Statt.
2) Zu der, für den Betrag maßgebenden, Bespannung eines Fuhrwerks werden
sowohl die, zur Zelt der Berührung der Hebestelle angespannten, als
auch alle diejenigen Thiere gerechnet, welche, ohne augenscheinlich eine andere
Bestimmung zu haben, bei dem FJuhrwerke befindlich n
3) Jeder hat eine Quittung über das von ihm bezahlte Brück= oder Fährgeld
zu sordern und diesilbe den Zoll-, Steuer-, Polizei= oder den Wege-Aufsichtsbeamten
auf Verlangen jederzeit vorzuzeigen;
4) Wer wider die Bestimmung zu 1. bei der Hebestelle nicht anhält, oder
Thiere, welche zum Angespann eines Fuhrwerks gehören, vor der Hebestelle
davon trennt und als unangespannte angiebt, oder uberhaupt es unternimmt,
sich der Enerichtung der Abgabe auf irgend eine Weise ganz,
(Tr. 2146—2187.) 7“ oder