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weglassen, und die Griechen or&s für ördvg oder oraivr
setzten, so haben auch die Lateiner viel weggeworfen,
weshalb ich auf Conrad Sehneider's ausführliche Grammatik
der lateinischen Sprache verweise; so stehet natus
für gnatus ( öognatus ), notus für gnotus, (Ignotus, ) arard
für agrare, von aget, mitio für smitto (cosmitto); locus
für stlocus, uro für buro, comburo von Feuer; durch
Feuer vertilgen, rogb für Frogo, laetus für glaetus; Schwed.
glaede, Engl. glad: 8o wird aus volis — du willst, vie,
und invitus stelit für inviltus, unwillig, infestus für infensus,
von infend — anfeinden.
6) Oft muss man eine durch das Streben nach Wohllsüt herbeigeführte
Versetzung von Buchstaben annehmen, deren ursprüngliche
Stellung bisweilen in einzelnen Rormen sich wieder
zeigt, 80 in sperno, sprevi, insterno, stravi, strat — streyen,
in spargo, spate — sprützen, in scirdo, schneiden.
6) Die alte Sprache, die deutsch& wie lateinische; scheint
mehr die aufgelösten Formen geliebt züu haben, dalier viele
Wörter zweisylbig waren und aus Stamm- und Nachschlagsylbe
bestanden, welche jetzt bei uns einsylbig sind: Dies
zeigt sich schon in eigenen Namen Karol — us Karl, Amasium
Ems, Theotisci Teutische, Teutsche. Ebenso Senap
— Senapi — Senf, kalit, gelidus, kalt; feror frech, velid:
(ge)walt-ig, calamus Halam — Halm, fuvius Flass,
Von vielen Wörtern warf die lateinische Sprache den Vocal
der ersten, die deutsche den der zweiten Sylbe fort
und endete in einen Consönanten; so ward aus dem alten
‚fora ( Ottfried) oder faura ( Ulphilas) beim Lateiner prae,
beim Deutschen vor, beim Engländer for ; ebenso ging fora
und furi in pro und per, und das Deutsche für über.
%) Die Endung us —- is, um gehört nicht zum Stamm, und
scheint grösstentheils erst angehängt zu sein. ‚Doch hatte
des Ulphilas Gothisches auch die Endung us, und He-