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Thaten ein großes, glücklich ausgestattetes Land unter einem
schöpferischen Herrscher fähig ist.
Frankreich gegenüber stehen die anderen Großstaaten Europa's
vereinzelt und minder mächtig neben einander.
England, zum Theil an Frankreich durch momentane Politik
und materielle Interessen gekettet, hat seine Seemacht vernachlässigt,
entbehrt ein größeres Landheer, ist in der auswärtigen
Politik einem unerklärlichen Quietismus ergeben, und hat, um
seinen staatlichen Einfluß unbesorgt, die Zeiten Wilhelms von
Oranien und Napoleons I. vergessen. Oder erinnert seine Haltung
bei der Einverleibung Savoyens und Nizza's in den Kaiserstaat,
wodurch Frankreichs Einfluß auf Italien und dessen
Herrschaft auf dem Mittelmeere vermehrt, wodurch die staatliche
Existenz der Schweiz bedroht wird, an die Zeit, wo England
einst ein Bollwerk für die germanische Welt, für den Protestantismus,
für die Freiheit und für das europäische Gleichgewicht
war? Ist es ein Zeichen von energischem staatlichen Leben, wenn
jede vollendete Thatsache factisch anerkannt wird?
In Deutschland steht der Dualismus Preußens und Oesterreichs,
der Kampf um die Geltung und Stellung der Mittel= und
Kleinstaaten, die Frage um die Berechtigung und Zweckmäßigkeit
der deutschen Gesammtverfassung, welche ohne Mitwirkung der
Nation entstanden ist und deren Vertrauen entbehrt, im Vordergrunde.
Während es nach außen hin als Gesammtkörper weder
einheitlich noch mit Macht vertreten wird, bildet es im Innern
ein Aggregat theils von modernen theils von mittelalterlichen
Staaten, welche in Freiheits= und Verfassungszuständen mit einander
im Widerspruche stehen, und Preußen so wie die wenigen
Staaten, welche sich Preußen angeschlossen haben, ausgenommen,
eine nur geringe Anerkennung in der Nation finden. Wenn
Fragen, ob Oesterreich überhaupt noch eine Berechtigung habe, zu
Deutschland zu gehören, ob der Bundestag noch rechtlich bestehe,
ob es nicht eine politische Nothwendigkeit sei, mit Annexionen