Volltext : Regierungs-Blatt für das Großherzogthum Sachsen-Weimar-Eisenach auf das Jahr 1853. (37)

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Ministerial-Bekanntmachungen.

II.  Im  §F.  11  der  zwischen  dem  Großherzogthume  Sachsen  und  mehren
anderen  deutschen  Staaten  abgeschlossenen  Uebereinkunft  wegen  gegenseitiger
Uebernahme  der  Auszuweisenden  vom  15.  Juli  1851  (Regierungs-Blatt  vom
Jahre  1852  Nr.  2)  ist  unter  anderen  bestimmt,  daß,  wenn  der  Ausgewiesene,
  um  seiner  Heimath  in  einem  dritten  Staate  zugeführt  zu  werden,  durch
das  Gebiet  eines  andern  kontrahirenden  Theils  transportirt  werden  muß,  der
ausweisende  Staat  dem  letztern  die  Hälfte  der  bei  dem  Durch-Transporte  entstehenden
  Kosten  zu  erstatten  hat.

Zur  Herstellung  eines  angemessenen  und  gleichmäßigen  Verfahrens  hinsichtlich
  der  Liquidation  der  Kosten,  welche  im  Großherzogthume  durch  den  Durch-Transport
  solcher  aus  einem  andern  der  kontrahirenden  Staaten  ausgewiesenen,
den  diesseitigen  Behörden,  Behufs  der  Weiterschaffung  nach  einem  dritten
Staate,  zugeführten  Individuen  erwachsen  sind,  wird  hiermit  verordnet,  daß
in  diesen  Fällen  die  im  Inlande  auflaufenden  Kosten  von  jeder  betroffenen
Transport-Station  der  hinterliegenden,  fortgesetzt  bis  zu  derjenigen  Station  zu
erstatten  sind,  von  welcher  die  Ablieferung  des  Individuums  an  den  dritten
Staat  bewirkt  wird.  Diese  letzte  Transport-Stelle  hat  hierauf  die  fraglichen
Kosten  alsbald  nach  deren  Entstehen  bei  dem  betreffenden  Großherzoglichen  Bezirks-Direktor
  zu  liquidiren.

Weimar  am  20.  Mai  1853.

Erstes  Departement  des  Großherzoglich  Sächsischen
Staats-Ministeriums,  Abtheilung  B.
von  Watzdorf.

II.  Zu  Beseitigung  entstandener  Zweifel  darüber,  ob  die  gewerbsmäßige
  Betreibung  des  Viehhandels  im  Großherzogthume  landes  polizeilicher
Erlaubniß  unterliege,  wird  mit  Beziehung  auf  das  höchste  Patent  über  die
Organisation  der  Landes-Kollegien  vom  15.  Dezember  1815  K.  38,  Nr.  7
im  Zusammenhalt  mit  §.  20  Nr.  7  des  Gesetzes  über  die  Neugestaltung  der
Staatsbehörden  vom  5.  März  1850,  höchstem  Befehle  gemäß,  hierdurch  ver-