Geletzlammlung
für das Fürstenthum Schwarzburg-Rudolstadt.
Zure Stück vom ½ 1841.
2 W. Jorß. les. Gesen 1
vom 30. December 1810.
Wir Friedrich Günther, von Gottes Gnaden Fürst zu Schwarzburg,
Graf zu Hohnstein, Herr zu Arnstadt, Sondershausen,
Leutenberg und Blankenburg u. s. w.
thun hiermit kund und zu wissen:
Nachdem in neuerer Zeit die Holzentwendungen und andere Frevel sowohl
in Unseren herrschaftlichen, als in den Commun= und Privat-Waldungen auf
bedenkliche Weise zugenommen haben, und der Schutz des Eigenthums in dieser
Beziehung um so nöthiger ist, damit ein nachhaltiger Ertrag der Waldungen
gesichert werde, die zeitherigen diesfallsigen gesehlichen Bestimmungen
aber unzulänglich erscheinen; so verordnen Wir mit Beirath und Zustimmung
Unserer getreuen Stände in Betreff der Bestrafung der Forstvergehen für den
Umfang Unseres Fürstenthums wie folgt:
Erster Abschnitt.
Vergehey und Strafen im Allgemeinen.
8. 1.
Die in dem Gesetze enthaltenen Strafbestimmungen finden auf alle, bei 1) umfas?
den hieländischen Behörden zur Untersuchung und Bestcafung kommenden Forst-bes Geleee.
frevel, ohne daß es dabei einen Unterschied macht, ob solche in Unseren herrschaftlichen,
oder in inländischen Commun-, Kirchen= oder Privat-Waldungen,
oder auch im Auslande verübt worden, völlig gleichmaßige Anwendung,
insoweit sich nicht etwa binsichtlich der im Auslande verübten Forstfrevel retorsionsweise
anderweite, in solchen Fällen besonders anzuordnende, Maaßregeln
nothwendig machen sollten.
Järkl. Schw. Rudolst. Gesesammlung. II. 2