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er sich, Hrn. Escher für das geliebene Geld einen Schuldschein
auszußellen, indem er mit seiner Frau wieder nach
Bologna zurück zu ihren Eltern reisen müsse, von wo
aus er ihm dann seine Schuld abtragen wolle. Herr
Escher, welcher wahrscheinlich dieses Geld nie zurück erhalten
haben würde, schenkte ihm dasselbe, worauf das
traurige und unglückliche Ehepaar unter Thränen und
tausend Danksagungen für unsere Güte und brohmüthiges
Benebmen von dannen zgog.
Nachdem wir nun von unserm abentheuerlichen Reisegefährten
erlöst waren, fingen wir erst an, uns ruhig
in Mailand umzuseben; und es war mir außerordentlich
interessant, die dasigen Kunstwerke, welche ich 6 Jahr
zuvor auf meiner Hinreise nach Rom geseben, nunmehr
mit andern, geübtern Augen zu betrachten; Vieles erschien
mir jetzt weit schöner, Manches aber auch nicht
mehr so vollkommen, wie zuvor. Es waltete damals
über Mailand ein trauriges Geschick, und diese reiche
Stadt hatte durch die Republikanisirung gar Vieles verloren.
Bei meiner ersten Reise hatte ich die Mailänder
außerordentlich fröblich geseben, jetzt waren sie ganz verstimmt,
und nur selten sah man noch einen Wagen auf
den Straßen, die sonst mit den schönsten und reichsten
Equivagen angefüllt waren.
In dem Dominikanerkloster, bei der Kirche Madonna
della Gracia, wo wir das Abendmahl von Leonardo da
Vinei betrachteten, freuten sich die Geistlichen, die uns
begleiteten, als sie uns deutsch sprechen hörten; und nachdem
sie ung lange betrachtet und zugehört, fragten sie uns