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Der Jahreswerth von Holzsortimenten wird, soweit es ausführbar, nach
dem Durchschnitte derjenigen Preise bestimmt, welche für dieselben in der belasteten
Forst während der der Werthsbestimmung vorhergegangenen fünf Jahre
in den öffentlichen Holzversteigerungen erzielt worden sind.
Bei Weideberechtigungen ist ein mittelmäßiger Holzbestand zu Grunde zu
legen, wenn nicht die Forst zur Zeit der Auseinandersetzung besser als mittelmäßig
bestanden, oder die Befugniß des Forsteigenthümers, die Kultur bis zum mittelmäßigen
Bestande zu treiben, durch Willenserklärung, Erkenntniß oder Verjährung
verloren gegangen ist.
Bei der Weide-, Mast= und Streuberechtigung muß ein verhältnißmäßiger
Theil auf Schonung derart abgerechnet werden, daß derselbe bei der Werthsermittelung
der Berechtigung außer Ansatz bleibt. Steht dieser nicht durch
Willenserklärungen, Verjährung oder Erkenntnisse fest, so ist er durch Schätzung
zu bestimmen.
Bei Dienstbarkeiten zur Weide hat der Eigenthümer der belasteten Forst,
wenn er Provokat ist, die Wahl), ob er den Berechtigten nach dem Nutzungsertrage
der Berechtigung oder nach dem Vortheile, der dem Belasteten aus deren
Aufhebung erwächst, entschädigen will. In letzterem Falle darf aber die Höhe
der Entschädigung den Nutzungswerth der Berechtigung nicht übersteigen.
K. 15.
Bei Feststellung des Werths der Nutzungsrechte kommen die dem Berechtigten
für diese Nutzungsrechte obliegenden Gegenleistungen in Abzug. Der Werth
wechselseitiger Dienstbarkeiten wird insoweit, als dies möglich ist, durch Aufrechnung
ausgeglichen.
F. 16.
Bei der Zusammenlegung muß jeder Theilnehmer für seine zum Umtausch
gelangenden Grundstücke durch Land von gleichem Werthe abgefunden werden.
Rente= und Kapitalentschädigungen können für die Substanz der auszugleichenden
Grundstücke ohne Zustimmung der Betheiligten nur ausnahmsweise
zur Ausgleichung geringer Werthsunterschiede gewährt werden.
K. 17.
Für die auf den zusammenzulegenden Grundstücken stehenden Obstbäume wird
von demjenigen, dem solche zugetheilt werden, demjenigen, der dieselben verliert,
Entschädigung in Geld geleistet. Für unfruchtbare, unveredelte oder ab.
gängige Obstbäume, sowie für Waldbäume hat der neue Erwerber des Grundstücks,
auf dem solche stehen, dem früheren Eigenthümer aber nur dann Enischedigung
zu leisten, wenn er sie auf dem ihm zugetheilten Grundstücke behalten
will und nicht vorzieht, deren Entfernung dem früheren Eigenthümer
zu überlassen.
r. 9063.)