Full text : Gesetz- und Verordnungsblatt für das Königreich Sachsen vom Jahre 1867. (33)

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*  5.  Wegen  Berechnung  der  Einnehmergebühren  sowohl  bei  der  Grundsteuer,  als  auch
bei  der  Gewerbe=  und  Personalsteuer,  ingleichen  wegen  der  Modalität,  nach  welcher  bei  diesen
Steuern  die  vorerwähnten  Zuschläge  auf  Einnahme  und  Ausgabe  zu  berechnen  sind,  wird
besondere  Anordnung  durch  die  Kreissteuerräthe  ergehen.

&#6.  Die  Aufweisung  der  Personalsteuerquittungen  bei  Erhebung  von  Besoldung,  Gehalt,
Wartegeld,  Pension  oder  sonstigen  Bezügen  aus  öffentlichen  Cassen  hat  im  Jahre  1867  außer
in  den  Monaten  Juni  und  December  (vergl.  §  4  der  Verordnung  vom  24.  December  1866,
Seite  300  des  Gesetz=  und  Verordnungsblattes  vom  Jahre  1866)  in  Gemäßheit  von  §  45
der  Verordnung  vom  23.  April  1850  (Seite  62  des  Gesetz=  und  Verordnungsblattes  vom
Jahre  1850)0  auch  in  Betreff  obigen  Personalsteuerzuschlags  bei  Erhebung  jener  Bezüge  auf
den  Monat  September  dieses  Jahres  zu  erfolgen.

Hiernach  haben  Alle,  die  es  angeht,  sich  zu  achten.

Gegenwärtige  Verordnung  ist  nach  §  21  des  Preßgesetzes  vom  1  4.  März  1851  in  allen
Zeitschriften  der  daselbst  gedachten  Art  zum  Abdruck  zu  bringen.

Dresden,  den  21.  Mai  1867.

Finanz-Ministerium.
Für  den  Minister:

v.  Weissenbach.  »
v.  Brück.

 

M  63.  Verordnung

zu  Erledigung  eines  Zweifels  bei  Anwendung  der  Bestimmungen  in  98  171  und  172
der  Verordnung  vom  9.  Januar  1865,  das  Verfahren  in  nichtstreitigen  Rechtssachen
betreffend;

vom  10.  Mai  1867.

Na%  66  171  und  172  der  Verordnung,  das  Verfahren  in  nichtstreitigen  Rechtssachen
betreffend,  vom  9.  Januar  1865  (Seite  33  des  Gesetz=  und  Verordnungsblattes  vom
Jahre  1865)0  sind  an  die  Glaubwürdigkeit  von  Urkunden,  welche  nicht  vor  einem  inländischen
Gerichte  oder  einem  inländischen  Notare  aufgenommen  oder  anerkannt  worden  sind,  verschiedene
Anforderungen  gestellt,  je  nachdem  diese  Urkunden

a)  in  einem  zum  Deutschen  Bunde  gehörigen  Staate  oder

b)  in  anderen,  als  zum  Deutschen  Bunde  gehörigen  Staaten

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