Schenkung § 519—524
Schuldversprechen oder ein Schuldanerkenntnis der in
den 88 780, 781 bezeichneten Art schenkweise erteilt wird, von dem
Versprechen oder der Anerkennungserklärung.
Der Mangel der Form wird durch die Bewirkung der versprochenen
Leistung geheilt.10)
§ 519. Der Schenker ist berechtigt, die Erfüllung eines schenkweise
erteilten Versprechens zu verweigern, soweit er bei Berücksichtigung
seiner sonstigen Verpflichtungen außerstande ist, das Versprechen zu erfüllen,
ohne daß sein standesmäßiger 11) Unterhalt oder die Erfüllung
der ihm kraft Gesetzes bobliegenden Unterhaltspflichten gefährdet
wird.18)
Treffen die Ansprüche mehrerer Beschenkten zusammen, so
geht der früher entstandene Anspruch vor.
§ 520. Verspricht der Schenker eine in wiederkehrenden Leistungen
bestehende Unterstützung, so erlischt die Verbindlichkeit mit seinem Tode,
sofern nicht aus dem Versprechen sich ein anderes ergibt.:")
§ 521. Der Schenker hat nur Vorsatz und grobe Fahrläffigkeit
zu vertreten.")
§ 522. Zur Entrichtung von Verzugszinsen ist der Schenker nicht
verpflichtet..5)
* 523. Verschweigt der Schenker arglistig einen Mangel
im Nechte, so ist er verpflichtet, dem Beschenkten den daraus entstehenden
Schaden zu ersetzen.5)
Hatte der Schenker die Leistung eines Gegenstandes versprochen,
den er erst erwerben sollte, so kann der Beschenkte wegen eines
Mangels im Rechte Schadensersatz wegen Nichterfüllung verlangen,
wenn der Mangel dem Schenker bei dem Erwerbe der Sache bekannt
gewesen oder infolge grober Fahrlässigkeit unbekannt geblieben
ist. Die für die HSewährleistungspflicht des Verkäufers
geltenden Vorschriften des § 433 Abs. 1, der 8§ 434 bis 437, des § 440
Abs. 2 bis 4 und der 8§§ 441 bis 444 finden entsprechende Anwendung.
§ 524. Verschweigt der Schenker arglistig einen Fehler
der verschenkten Sache, 17) so ist er verpflichtet, dem Beschenkten den daraus
entstehenden Schaden zu ersetzen.
Hatte der Schenker die Leistung einer nur der Gattung nach
bestimmten Sachets) versprochen, die er erst erwerben
sollte, so kann der Beschenkte, wenn die geleistete Sache fehlerhaft
und der Mangel dem Schenker bei dem Erwerbe der Sache bekannt gewesen
oder infolge grober Fahrlässigkeit unbekannt geblieben ist, verlangen,
daß ihm an Stelle der fehlerhaften Sache eine fehlerfreie
geliefert wird. Hat der Schenker den Seler arglistig verschwiegen,
so kann der Beschenkte statt der Lieferung einer fehlerfreien Sache
Schadensersatz wegen Nichterfüllung verlangen. Auf diese Ansprüche
finden die für die Gewährleistung wegen Fehler einer
verkauften Sache geltenden Vorschriften entsprechende Anwendung.°)
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