Full text : Der Weltbrand. Deutschlands Tragödie 1914-1918. Zweiter Band. (2)

.Die  ——  1  des  U.  Boot-Krieges,  die  9eeasnn  der  —  Armee,  das
Halten  rt  West  ·  und  Sũdsront  hatten  in  weiten  O  Unsche  mit  —
achen  a  und  einen  ehrlichen  —  n  ein  8  fi  reiches  Ende  en
ehen  lassen.  Solchen  Gedanken  solgte  die  Uerschb  ni:  uf  ihr  lastete  t
Sné  am  schärfsten.  Die  alten,  immer  knappen  Vorräte  gingen  zu  Ende,
die  neue  Ernte  reiste  e  In  den  Betrieben  wußte  man  vor  allem  von  der
sn  Deusschlarde  —8  Kenschen  und  Moterlal,  und  die  Sehnsucht  nach  baldigem

redelen  beide  S  re  des  Vo  ks  eine  E—  verschiedene  Sprache.  Die  Lage  war
weder  so  gut,  wie  die  Rechte,  noch  so  schlecht,  wie  die  Vee  glaubte.=Gleichzeltlg

  spitzte  sich  der  Gegensatz  zwischen  der  militärischen  Leitung
und  der  politischen  immer  verhängnievoller  zu.  Dergebenes  bat  Bethmann  den
Kaiser  um  Vermlktlung,  vergebens  dieser  die  O.  H.L.,  sich  mit  dem  Reichskanzler
  zu  verständlgen.  Eine  Zusammenkunft  Bethmanns  mlt  Hindenburg
führte  zu  einer  korrekten  Unterholtung,  aber  zu  keiner  praktischen  Verständigung.
Ludendorff  war  für  Bethmann  überhaupt  unsichtbar.  Einem  Nitgllede  der
Relcheregierung  aber  erklärte  er  slch  ale  schroffen  Gegner  der  Bethmonnschen
Politik  —  und  zwar  ulcht  nur,  weil  der  Reichskanzler  durch  dle  in  der  Osterbotschaft
  ongekündigten  polltischen  Konzessionen  den  Frieden  verzögere,  sondern
auch,  „weil  er  das  Volk  nicht  durch  große  außenpolitische  Ziele  zu  begeistern  verstehe",
  mit  anderen  Worten,  weil  Bethmann  sich  nicht  zur  Verlündung  annexlonsstischer
  Kriegsziele  bereit  fand.  Ludendorff  weigerte  nicht  nur  Unterstützung
der  Bethmannschen  Polltlk,  sondern  auch  die  Zusoge  des  Verzlchte  auf  aktive
Bekämpfung.

Die  Auswirkung  der  fruchtlosen  Aussprache  Bethmanne  mit  Hlindenburg
war  ein  Brief  des  Generalfeldmarschalle  an  den  Kalser,  in  dem  es  hleß:

Die  schwerste  Sorge.  in  r  a  ianhenduskch  2  das  Sinken  der  Stimmung  im  Volke.
——  25  eboben  werden,  si  ir  den  Krieg.  Auch  unsere  Bundetgenossen
bedürsen  einer  sta  rlen  Fele  rere  sonst  ist  die  38.  vorhanden,  daß  8  abfa
Dazu  gilt  es,  im  Innern  die  schwierigsten  wirtschaftlichen  und  far  die  Jukunft  be
deutsamsten  Fragen  zu  läsen  Es  entsteht  die  Frage,  ob  der  Kanzler  zur  be
dee  er  —iies  —  und  die  müffen  richtig  gelöst  werden,  sonst  sind  wir  verlorer

an

Damlt  war  seitens  der  O.S.L.  die  Offenslve  zur  Kanzlerkrifle
sozusagen  offizlell  eingeleitet.

Als  am  5.  Jull  der  Relchstag  zusammentrat,  lastete  über  der  Volksvertretung
  eine  elektrische  Hochspannung  wie  vor  dem  Auebruch  einer  großen
Schlacht.

Während  bisher  die  Wahlrechtofrage  im  Mittelpunkt  der  allgemelnen
Crörterung  gestanden  hatte,  ereigneten  sich  nun  Dinge,  welche  das  Friedensproblem
  in  den  Vordergrund  schoben.  Dle  Stlmmung  stand  unter  dem  Anptall
  elner  „Welle  des  Pessimlemus“,  dle  sich  plötzlich  über  das  Volk  ergossen
botte.  Sie  kom  von  der  See  —  das  allmähliche  Abflauen  der  anfange  begeistern-86