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rühren, ½ Stunde in einem siedenden Wasserbad erhitzt. Alsdann wird der noch
Warme Inhalt des Becherglases auf ein Gazetuch gebracht, der Fleischrückstand
abgepresst und die erhaltene Flüssigkeit durch ein angefeuchtetes Filter gegossen.
Das Filtrat wird nach Zusatz von Phenolphtalein mit /10 Normal-Natronlauge
schwach alkalisch gemacht und bis auf 25 cem eingedampft. 5 cem von dieser
Flüssigkeit werden mit 0., cem Salzsäure vom Spezifischen Gewicht 1## angesäuert,
tiltriert und auf Borsäure mit Kurkuminpapier 1) geprüft. Dies geschicht in der
Weise, dass ein etwa 8 cm langer und 1 cm breiter Streifen geglättetes Kurkuminpapier
bis zur halben Länge mit der angesäuerten Flüssigkeit durchfeuchtet und
auf einem Uhrglase von etwa 10 cm Durchmesser bei 60 bis 70% getrocknet
wird. Zeigt das mit der sauren Flüssigkeit befeuchtete Kurkuminpapier nach
dem Trocknen keine sichtbare Veränderung der ursprünglichen gelben Farbe,
dann enthält das Fleisch keine Borsäure. Ist dagegen eine rötliche oder orangerote
Färbung entstanden, dann betupft man das in der Farbe veränderte Papier
mit einer 2prozentigen Lösung von wasserfreiem Tatriumkarbonat.
Entsteht hierdurch ein rotbrauner Fleck, der sich in seiner Farbe nicht von dem
rotbraunen Fleck unterscheidet, der durch die Natriumkarbonatlösung auf reinem
Kurkuminpapier erzeugt wird, oder eine rot violette Färbung, so enthält das
Fleisch ebenfalls keine Borsäure. Entsteht dagegen durch die Natriumkarbonatlösung
ein blauer Fleck, dann ist die Gegenwart der Borsäure nachgewiesen.
hDiei blauvioletten Fürbungen und in Zweifelsfällen ist der Ausfall der Flammenreaktion
ausschlaggebend.
Die Flammenreaktion ist in folgender Weisc auszuführen: 5 cem der rückstündigen
alkalischen Flüssigkeit werden in einer Platinschale zur Trockne verdampft
und verascht.ur Herstellung der Asche wird die verkohlte Substanz
mit etwa 20 cem heissem Wasser ausgelaugt. Nachdem die Kohle bei kleiner
Flamme vollständig verascht worden ist, fügt man die ausgelaugte Flüssigkeit
1) Das Kurkummpapier Wird (lurch einmaliges Trünken von weissem Filtrierpapier mit einer
Lüsung von 0.1 g Kurkumin in 100 cem 90 prozentigem Alkohol hergestellt. Das getrocknete Kurkuminpapier
ist in gut verschlosenen Gefässen, vor Licht geschützt, aufzubewahren.
Das Kurkumin wird in folgender Wieise hergestellt:
30 g feines bei 10005 getrockuetes Kurkumawurzelpulver (Curcuma longa) werden im
Soxkhletschen Extraktionsupbarat zunüchst 1 Stunden lang mit Petrolenmäther ausgezogen.
Das so cut lettete und getrocknete Pulrer wird alsdann in demselben Apparuat mit heissem
zenzol S8 Dis 10 Stumien lung, unter Anwendung von 100 cem Benzol, erschöpft. Zum
Erhitzen (les Benzols kann ein (ilyzerinhaud von 115 bis 120° verwendet werden. Beim
Erkalten der Benzollbsung Sscheidet sich innerhalh 12 Stunden das für die Herstellung
des Kurkuminpapiers zu verwendende Kurkumin ub.