Full text : Gesetz- und Verordnungsblatt für das Königreich Sachsen vom Jahre 1836. (2)

(  303)

Geseh-und  Verordnungsble

für  das  Konigreich  Sachsen,
22###  Stück  vom  Jahre  1836.

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9V1,)  Verordnung,
das  Verhältniß  des  statistischen  Vereins  zu  den  Behörden  betreffend;

vom  1  Ksen  November  1836.

Wöon,  Friedrich  August,  von  GOTTES  Gnaden  Koͤnig

von  Sachsen  2c.  2c.  2c.
finden  für  angemessen,  Folgendes  zu  verordnen:

Durch  das  Mandat  vom  1  1ien  April  1831.  ist  dem

«  „Statistischen  Verein  fuͤr  das  Koͤnigreich  Sachsen“
die  nachgesuchte  Bestaͤtigung  unter  Aussprechung  der  landesherrlichen  Absicht  ertheilt  wor—
den,  daß  dieser  Verein  von  saͤmmtlichen  obern  Behoͤrden  des  Landes  mit  den  Notizen,
welche  nur  auf  amtlichem  Wege  zu  erlangen  und  zu  Foͤrderung  uͤbersichtlicher  Staatskunde
unentbehrlich  sind,  gehoͤrig  unterstuͤtzt  werden  moͤge.  Nach  einer  fernern  Bestimmung  dieses
  Mandats  hat  der  Verein  seine  desfallsigen  Anlangen  jedesmal  an  die  betreffenden  obern
Landesbehdrden  zu  bringen;  sämmtliche  Kreis=  und  Amrshauptleuce  aber,  sowie  alle  Obrigkeiten
  erhielten  darin  Anweisung,  alles  dasjenige,  was  obiger  landesherrlicher  Inkention
  gemäs,  zur  Mittheilung  an  den  Verein  sich  eigne,  zu  diesem  Behufe  auf  Erfordern,
oder  auch,  nach  Befinden,  unaufgefordert,  an  die  vorgesetzten  Behörden  einzusenden.

Seitdem  bat  dieser  Verein  die  von  ihm  gehegeen  Erwartungen  in  hohem  Grade  gerechtferkigt.


Durch  die  dem  Publicum  vorgelegten  Früchee  seiner  mühsamen  Arbeiten  ist  nicht  nur
die  Wissenschaft  der  Vaterlandskunde  vielfach  bereichert,  sondern  auch  den  Behörden  manches
  für  die  Verwaltung  selbst  wichtige  Hülfsmittel  an  die  Hand  gegeben  worden,  ja  es
haben  sich  Unsere  Ministerien  des  statistischen  Vereins  zur  Ausführung  mancher  völlig  unentbehrlichen
  Arbeiten  bedienen  können,  zu  deren  Besorgung  in  andern  Stagten  ein  zahlreiches
  Behördenpersonale  angestellt  und  zu  besolden  ist.  Wir  haben  daher,  in  Anerkennung
  seiner  bisherigen  verdienstlichen  Leistungen  und  in  der  dadurch  begründet#en  Erwartung
seiner  sernern  gemeinnutzigen  Wirksamkeit  beschlossen,  dem  Oireckerium  desselben  eine

solche  Stellung  zu  geben,  durch  welche  die  mancherlei  Schwierigkeiten,  mit  welchen  er
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