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traf die Nachricht ein, daß General Beyer mit 15,000 Mann
und später die Division Goeben bei Eisenach eingetroffen sei.
Die Hannoveraner zogen sich hierauf am 26. nach Langensalza
zurück. Die in Gotha stehenden Preußen und Coburg-Gothaer,
jetzt vom General v. Flies befehligt, folgten ihnen. Oberst von
Döring, mit den letzten Vorschlägen des Königs von Preußen
aus Berlin gekommen, ging nach Langensalza, um König Georg
noch ein Mal seine Krone zu gaxantiren, falls er sich zur Neutralität
verpflichte, den preußischen Reformentwurf annähme und
die Wahlen zu einem deutschen Parlament ausschreibe. Diese
Vorschläge wurden zurückgewiesen, und nun erhielt General Flies
Befehl, mit seinen 9000 Mann anzugreifen, wobei er von
Eisenach aus durch die von Falkenstein geführte Division Goe—
ben unterstützt werden sollte. Am 27. früh aber kam von Berlin
Befehl, Falkenstein solle in Gotha stehen bleiben und die
Bayern erwarten, die gar nicht in Anmarsch waren, und Flies
ging nun allein vor gegen Langensalza mit 9000 Mann, 16
Geschützen und 2 Escadrons gegen 19,000 Mann, 36 Geschütze
und 6 Regimenter der besten Cavallerie. Die Folge war das
für Preußen ungünstige Gefecht bei Merxleben, vom Exkönig
von Hannover als
Schlacht bei Langensalza
(am 27. Juni)
getauft. Dieses Gefecht ist eins der merkwürdigsten in der
Kriegsgeschichte und wird es auch immer bleiben.
Ueberblicken wir, ehe wir zur näheren Beschreibung der
Schlacht kommen, die Lage der hannöverschen Armee, so trifft
den Exkönig Georg der härteste Tadel. Nachdem die Nachsicht
und Geduld des preußischen Hofes ihm schon viel mehr Zeit
gelassen hatte, als sich mit den Ereignissen eigentlich vertrug,
bot sich der Armee, wie schon erwähnt, mehrmals Gelegenheit,
die preußischen Reihen zu durchbrechen und sich zur übrigen