Full text : Gesetz- und Verordnungsblatt für das Königreich Sachsen vom Jahre 1868. (34)

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Fortsetzung.

Fortsetzung.

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unter  Abgabe  des  Berechtigungsscheins,  und  zwar  entweder  den  1.  April  und  acht  Tage
vorher,  oder  den  1.  October  und  acht  Tage  vorher  (bei  den  Reiter-  und  Artillerieregimentern
und  den  Jägerbataillonen  nur  den  1.  October  und  acht  Tage  vorher)  stattfinden.

Der  Freiwillige  ist  im  Beisein  eines  Offiziers  ärztlich  zu  untersuchen  und  bei  vorhandener
Dienstbrauchbarkeit  einzustellen,  wenn  nicht  besondere  Gründe  (eingetretene  Mobilisirung,
Ueberschreitung  der  zulässigen  Anzahl  Freiwilliger  bei  der  Truppe  u.  s.  w.)  entgegenstehen.

Von  der  erfolgten  Einstellung  ist  durch  die  Commandobehörde  dem  Amtshauptmann
des  Wohnorts,  bez.  dem  Civilvorsitzenden  der  Kreisersatzcommission  und  sonstigen  Aushebungsbehörde,
  in  deren  Bezirke  der  Eingestellte  seinen  Wohnsitz  hat,  zur  weiteren  Benachrichtigung
  der  Amtshauptmannschaft  des  Geburtsorts  sofort  Mittheilung  zu  machen.

Der  nach  §  102  der  Ausführungsverordnung  vom  24.  December  1866  auszustellende
Berechtigungsschein  zum  einjährigen  Dienste  ist  künftig  nach  Maßgabe  des  Schemas
unter  IX  zu  ertheilen.

826.

Die  Frist,  bis  zu  welcher  während  der  gewöhnlichen  Friedensverhältnisse  der  zum  ein—
jährigen  Freiwilligendienste  Berechtigte  seinen  Dienstantritt  aussetzen  darf  (§  45  des  Gesetzes
vom  24.  December  1866),  läuft,  und  zwar  ohne  daß  es  deshalb  einer  besonderen  Verwilligung
  bedarf,  bis  zum  1.  October  des  Kalenderjahres,  in  welchem  er  das  23.  Lebensjahr
vollendet.

Eine  weit  ere  Beanstandung  des  Dienstantritts  unter  den  im  2.  Abs.  von  §  45
des  Gesetzes  vom  24.  December  1866  angegebenen  Voraussetzungen  und  unter  besonderer
Verwilligung  der  Kreisdirection  ist  bis  zum  1.  October  des  Jahres  zulässig,  in  welchem
der  Freiwillige  das  26.  Lebensjahr  vollendet.  Derartige  weitere  Ausstandsverwilligungen  sind
Seiten  der  Kreisdirectionen,  unter  entsprechender  Benachrichtigung  der  betreffenden  Amtshauptmannschaft,
  bez.  sonstigen  heimathlichen  Ersatzbehörde  des  Freiwilligen,  auf  dem  Berechtigungsscheine
  desselben  auszufertigen  und  zu  beurkunden.

Die  Bestimmungen  im  §  109  der  Ansführungsverordnung  vom  24.  December  1866
werden  durch  Vorstehendes  hinfällig.

827.

Die  zum  einjährigen  freiwilligen  Dienste  Berechtigten  sind  nicht  weiter  verbunden,  sich
während  der  Dauer  des  ihnen  damit  bewilligten  Ausstandes  zu  den  Aushebungen  bei  den  Orts—
obrigkeiten  anzumelden.

Die  Amtshauptmannschaften  des  Wohnorts,  bez.  Geburtsorts  führen  über  dieselben

Controle,  und  haben  daher,  wenn  die  Zeit,  während  welcher  den  letzteren  die  Beanstandung
des  Dienstes  zustand,  bez.  von  der  Kreisdirection  noch  besonders  weiter  verwilligt  worden