Full text : Gesetz- und Verordnungsblatt für das Königreich Sachsen vom Jahre 1871. (37)

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zeichnung  —  oder  Aenderungen  am  Inhalte  erhalten  haben.  Es  macht  dabei  keinen
Unterschied,  ob  die  Zusätze  oder  Aenderungen  geschrieben  oder  auf  andere  Weise  bewirkt
sind,  z.  B.  durch  Stempel,  durch  Druck,  durch  Ueberkleben  von  Worten,  Ziffern  oder
Zeichen,  durch  Punktiren,  Unterstreichen,  Durchstreichen,  Ausradiren,  Durchstechen,  Ab—
oder  Ausschneiden  einzelner  Worte,  Ziffern  oder  Zeichen  u.  s.  w.  Anstriche,  Durch-  und
Unterstreichungen,  sowie  nachträgliche  Correcturen  bloßer  Druckfehler  sollen  jedoch  ge—
stattet  sein,  soweit  diese  Zusätze  nicht  etwa  bestimmt  sind,  eine  briefliche  Mittheilung  zu
ersetzen.

x  Auf  der  innern  oder  äußern  Seite  des  Bandes  dürfen  Zusätze  irgend  welcher
Art,  welche  keinen  Bestandtheil  der  Adresse  bilden,  sich  nicht  befinden,  mit  Ausnahme
des  Namens,  der  Firma,  sowie  des  Wohnorts  des  Absenders.

XI  Unter  die  verbotenen  Zusätze  ist  das  Coloriren  von  Modebildern,  Landkarten  ec.
nicht  zu  rechnen;  die  Bilder  und  Karten  dürfen  aber  keine  Handzeichnung,  sondern  müssen
durch  Holzschnitt,  Lithographie,  Stahlstich,  Kupferstich,  Photographie  u.  s.  w.  hergestellt
sein.

AX.  Bei  Preiscouranten,  Courszetteln  und  Handelscircularen  ist,  außer  den  nach
Abs.  IX  anwendbaren  Zusätzen,  die  handschriftliche  Eintragung  und  Aenderung  der
Preise,  sowie  des  Namens  des  Reisenden  gestattet.

XIn  Den  Büchern  kann  eine  den  Preis  betreffende  Rechnung  beigefügt  werden.
Auch  ist  gestattet,  in  die  Bücher  eine  Widmung  handschriftlich  einzutragen.

XIV  Den  Correcturbogen  können  Aenderungen  und  Zusätze,  welche  die  Correctur,
die  Ausstattung  und  den  Druck  betreffen,  hinzugefügt,  auch  kann  denselben  das  Manuscript
  beigelegt  werden.  Die  bei  Correcturbogen  erlaubten  Zusätze  können  in  Ermangelung
des  Raumes  auch  auf  besonderen,  den  Correcturbogen  beigefügten  Zetteln  angebracht  sein.

XV  Bei  den  Bücherzetteln  ist  die  Vorderseite  nur  für  die  Adresse  bestimmt;  auf
der  Rückseite  ist  die  handschriftliche  Eintragung  des  Werks  2c.  (Bücher,  Zeitschriften,
Bilder  und  Musikalien),  sowie  das  Durchstreichen  oder  Unterstreichen  der  Vordrucke  gestattet.


XVI  Drucksachen  müssen  frankirt  sein.  Zur  Frankirung  sind  thunlichst  Postwerthzeichen
  zu  verwenden.

XVII.  Unfrankirte  oder  unzureichend  frankirte  Sendungen  zum  Gewichte  über  250
Grammen  bis  1  Pfund,  sowie  Sendungen  von  diesem  Gewichte,  welche  den  Versendungs-Bedingungen
  nicht  entsprechen,  sind  an  den  Absender  zurückzugeben  bz.  als  unbestellbar
zu  behandeln.

XVI#B  Als  extraordinaire  Zeitungsbeilagen  im  Sinne  gegenwärtigen  Reglements  sind  b)  Bei  der  Einsolche
  dem  Abs.##entsprechende  Drucksachen  anzusehen,  welche  nicht  nach  Format,  Papier,  leserung.  a
Druck  oder  sonst  Bestandtheile  derjenigen  Zeitung  oder  Zeitschrift  bilden,  mit  der  die  Zeitungs-1871.

  48  beilagen.