Full text : Gesetz- und Verordnungsblatt für das Königreich Sachsen vom Jahre 1879. (45)

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sie  dürfen  keine  weitergehenden  schriftlichen  Einschaltungen  oder  Zusätze  enthalten,  als
nach  §  13  bei  Drucksachen  gestattet  sind.  Die  Anfügung  von  Waarenproben  zu  Postkarten
  ist  unzulässig.

IV.  Zu  den  Postkarten  mit  Antwort  werden  besonders  dazu  eingerichtete  Formulare
  verwendet,  von  denen  die  zweite  Hälfte  zur  Antwort  dient.

v.  Postkarten  müssen  frankirt  werden.  Für  Postkarten  mit  Antwort  ist  auch  für
die  Antwort  das  Porto  vorauszubezahlen.  Unfrankirte  oder  unzureichend  frankirte
Postkarten  werden  nicht  befördert.

VI.  Die  Gebühr  beträgt  ohne  Unterschied  der  Entfernung  5  Pf.  für  jede  Postkarte.
  Für  Postkarten  mit  Antwort  werden  10  Pf.  erhoben.  Bei  der  Verwendung
von  Postkarten  als  Formulare  zu  Drucksachen  beträgt  das  Porto  3  Pf.

VII.  Formulare  zu  Postkarten  können  durch  alle  Postanstalten  bezogen  werden.

VI,  Ungestempelte  Formulare  zu  Postkarten  werden  zum  Preise  von  5  Pf.  für  je
10  Stück  verabfolgt.  Für  gestempelte  Formulare  zu  Postkarten  wird  nur  der  Betrag
des  Stempels  erhoben.

IX.  Formulare,  welche  nicht  von  der  Post  bezogen  werden,  müssen  in  Größe  und
Stärke  des  Papiers  mit  den  von  der  Post  gelieferten  übereinstimmen,  auch  auf  der
Vorderseite  mit  der  gedruckten  oder  geschriebenen  Ueberschrift  „Postkarte"“  versehen  sein,
dürfen  aber  nicht  das  Reichswappen  tragen.

13.  1.  Gegen  die  für  Drucksachen  festgesetzte  ermäßigte  Taxe  können  befördert
werden:  alle  durch  Buchdruck,  Kupferstich,  Stahlstich,  Holzschnitt,  Lithographie,  Metallographie
  und  Photographie  vervielfältigten  Gegenstände,  welche  nach  ihrer  Form  und
sonstigen  Beschaffenheit  zur  Beförderung  mit  der  Briefpost  geeignet  sind.

u.  Die  Sendungen  können  entweder  unter  der  Aufschrift  bestimmter  Empfänger,
oder  als  außergewöhnliche  Beilagen  solcher  Zeitungen  und  Zeitschriften,  deren  Vertrieb
die  Post  besorgt,  zur  Einlieferung  gelangen.

I.  Für  die  Einlieferung  unter  der  Aufschrift  bestimmter  Empfänger  gelten  die
nachstehend  unter  bis  IK,  für  die  Einlieferung  als  außergewöhnliche  Zeitungsbeilagen
die  unter  X  bis  XIu#  gegebenen  Vorschriften.

IVy.  Die  Sendungen  müssen  offen,  und  zwar  entweder  unter  Streif=  oder  Kreuzband,
  oder  umschnürt,  oder  in  einen  offenen  Umschlag  gelegt,  oder  aber  dergestalt  einfach
zusammengefaltet  eingeliefert  werden,  daß  ihr  Inhalt  leicht  geprüft  werden  kann.  Drucksachen
  sind  auch  in  Form  von  Postkarten  zulässig  (§  12,  Absatz  ur).  Unter  Band
(Verschnürung)  können  auch  Bücher,  gleichviel  ob  gebunden,  gefalzt  oder  geheftet,  versandt
  werden.  Das  Band  muß  dergestalt  angelegt  sein,  daß  dasselbe  abgestreift  und  die

Beschränkung  des  Inhalts  der  Sendung  auf  Gegenstände,  deren  Versendung  unter  Band
gestattet  ist,  leicht  erkannt  werden  kann.

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a)  Bei  der
Einlieferung
unter  der
Ausschrift
bestimmter
Empfänger.