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da8 arbeitende Nad, aus dem Dfen in der Hütte fließt Das Gijen mie
ein feuriger Strom, oder gewaltige Hämmer jhlagen die Cijenmaffen
zu Stangen oder Blechen zurecht; Halbnadte rußige Männer wandeln
ernfig ziifchen den feurigen Maffen, jehüren den Dfen, jchöpfen Das
flüflige Eifen, oder bringen mit gewaltigen Zangen bie gluthrothen
Sifenftücke unter den pochenben Hammer. Und der jehmarze Wald
eingsum fieht jchmweigend zu.
Das it wohl wunderbar, wie da Alles zufammenhilft zum Erwerb
bes Menfchen, — der Eifenftein, der in unjern Bergen liegt, und
der Bach, Der Die Werke treibt, und das Holz, Das die Dfen heizen muß.
Ferner hilft Das Holz vielen Hundert gejchieten Arbeitern, Die aus dem
Eifen die blanfen Slintenläufe und Meifer, Scheeren, Beile, Bohrer und
allerlei Geräthe fertigen, Die dann meit in Die Welt gehen. So giebt'8
allein in dem Dorfe Steinbach bei Liebenftein gegen 150 Mefierfchmiede,
Die manchmal in einer Woche an 100 Dusgend Mefjer fertig
bringen.
Dann giebt e8 im thüringer Walde Glasfabrifen; denen nruß
auch das Holz helfen, denn das Feuer jchmelzt da aus Kiejel und
Ale das Glas. Das ift anfangs jo weich, Daß Die großen Tafeln,
wie fie in unferen -Senitern fteben, wie Papier zufammengerolit und
ausgeglättet, und Trinfgeiehirre und allerlei GIadgeräthe wie Seifen:
fugeln geblajen werben.
Ferner muß das Hol vielen Porzellanfabrifen den Dfen
heizen; Dabei finden auch wieder viele fleißige Arbeiter Nahrung, und
e3 giebt in dem Walde mehr al8 taufend Porzellanmadher, die Sabr
aus Sahr ein Pfeifenköpfe, Talfen u. dgl. malen. Das thüringer Por:
zellan aber geht weit hinaus in den Handel.
Von dem Holge nährt fich auch derrußige Köhler, der im Walde
in dampfenden Meilern die Holzfkohlen für Eifenhütten und Schmieden
bereitet. — Andere zapfen den Bäumen dad Harz ab und machen
Pech und Kienruß daraus. — Viele machen fi au Damit einen
Verbienft, daß fie, beionber® zur Winterzeit, wo ed im reiten nicht
viel zu verbienen giebt, Mulden, Stiefelfnechte, Duirle und allerhand
Holzgeräthe fchnien. — Gefchietere Hände fchrniken aus dem Hofe
au allerhand Spielmwaanren; das geichieht bejonver8 in der Gegend
von Sonneberg, wo überhaupt viel jchöne8 Spielwerf gefertigt
en ng Die Bunten fonneberger Waaren find auf allen Yahrmärkten
zu fehen.
Mo die MWaldungen gelichtet find, da wächlt wohl auch Getreide
und etwas Dhbft, aber freilich nicht fo gut und reichlich, wie unten
in den warmen Thälern und Ebenen, wo hie und da jelbft Wein
gebaut wird. Doch hat der Thüringer feine Kartoffeln, die auf
den höchften Bergen fortfommen. Auch hat der Wald wieder manche
Vrucht, Die man in den Ebenen nicht findet, fo zur Serbftzeit -in ven
Wäldern den unendlichen Reichtum von Erbbeeren, Heidelbeeren
und PVretjelbeeren; Das ift ein Tifh, von bem jeber Ferflich zu-