Full text : Rosenheimer Anzeiger. 64. Jahrngang (64)

 

osenhei

 

und  Felertage).  —
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Nummer  5

die  englische  Gefahr.

Wir  halten  es  für  unlele  nalerläinke:  Tiut
in  den  schäumenden  Wein  einer  in  man
sen  zu  Tage  getretenen,  von  ehüte,
wenig  be  schwerten  voreiligen  Freude  und  Genugtuung
  über  die  Brest-Litowoler  Verhandlungen
  einige  Wermutstropfen  zu  gießen.  Wir  halten
  das  um  so  notwendiger,  als  uns  eine  unangenehme

  Entläuschung  des  Volkes  von  verhäng

nisvollsten  Folgen  erschiene.

Was  muß  unser  Ziel  im  Osten  und  im  besonderen
  in  unseren  Verhandlungen  mit  Rußland,
sein?  Nichts  anderes,  als  die  Herbeiführung
eines  dauernden  Friedens,  welcher  mensch
lichem  Ermessen  nach  für  lange  Zeil  hinaus,  möglichst
  für  immer,  kriegerische  Reibungen  ausschlieht.
  Dieses  Ziel  muh  uber  allen  ande  eren  Er.
nägungen  siehen.  Wir  haben  geradezu  ein  Le-Uensinteresse

  daran,  Rußtand  als  friedlichen  und
freundschafnich  gesiunten  Nachbarn  zu  wissen.
Der  Friede,  der  jetzt  mit  Rußland  Heschlossen
werden  soll,  muß  eine  dauerhafte  Form  haben,
welche  auch  eine  nach  Lenin  und  Trotzki  kommende
Regierung  nicht  mehr  zu  zerbrechen  wagen  dürste,
ohne  den  Zorn  und  die  Empörung  des  ganzen
russischen  Volkes  auf  sich  zu  zieben.  Das  positive
  Ziel  unserer  Verhandlungen  mit  Nußland
ist  also  darin  gegeben,  dichtes  große  Reich  aus  den
Fesseln  der  Entente  herauszulösen,  es  auf  leine
natürlichen  geographischen,  wirtschaftlichen,
litischen  und  kulturellen  Bedingungen  zu  versbel.
len  und  es  demgemöäß  in  den  Rahmen  der  Gemeinschaftsarbrit
  mit  uns  und  unseren  Verbündeten
  einzugliedern.  Es  kam  bei  Politikern,  welche
  die  Sachlage  kühl  und  nüchtern  betrachten,
lein  Zweifel  darüber  herrschen,  daß  ein:  noch  so
ideal  gedachte  Verbindung  Deutschlands  mit  seinen
  Verbündeten  auf  dem  Balkan,  daß  also  eine
noch  so  sorgfältig  zurechtgelegte  Politik  eines
Mitteleuropa  recht  erheblichen  schwachen,  ja  zum
Teil  direlt  um  Angriff  herausfordernden  Punkien
  ausgesetzt  wäre,  menn  Rußland  künftighin
unser  Feind  bliebe.  Es  drückt  mit  seinem  Riesenleib
  auf  alle  unsere  Verbundeten,  es  ist  sonach
für  alle  unsere  Bundesgenossen,  wie  für  uns
selbst  ale  Feind  eine  stete,  die  ganze  innere  und
ällßere  Entwicklung  der  Völkek  hindernde  Bedrohung
  oder  aber  es  bildet  als  Freund  die
Brücke  zwischen  uns  und  den  mit  uns  verbündeten
Ländern  und  VBölkern,  die  wir  einerseits  zur  Einigung
  Europas,  andererseits  zur  Erreichung  unserer
  notwendigerweise  nach  dem  fernsten  Osten
zielenden  wirtschaftlichen  Bedingungen  braushen.
SSo  also  4ht  e  unser  voliich  ½es  Ziel  nach  seiner
pofitiven  Seite  ous.  Die  Konseauen  nach
seiner  negativen  Sir-  wäre  dann  die,  daß  jetzt
unter  allen  Umständen  verhindert  werden  muß,
daß  England  die  von  ihm  schon  längst  angestrebte
  Vorherrschaft  auf  dem  Festlande
  an  sich  reißt!
Nach  dieser  Richtung  hin  stehen  wir  aber  heute
vor  einer  ernsten  drohenden  Gefahr!
England  ist  nämlich  soeben  dabei,  in  die  Verhandlungen
  mit  Rußland  sich  einzumischen  und
unter  dem  Vorwande  des  Eingehens  und  der
Nachgiebigkeit  auf  die  deutschen  Gegenvorschläge
an  die  Russen  seine  stets  sorgfältig  geheimgehaltenen
  Pläne  zur  Durchführung  zu  bringen.
Den  ersten  Schriti  auf  diesem  Wege  kann  man  in
dem  Vorschlag  der  russischen  Delegation  erblicken.
die  Verhandlungen  von  Breit-Litowsk  nach
einem  neutralen  Lande  zu  verlege
Man  tausche  sich  darüber  nicht,  daß  Engkand  in
diesen  Weltkrieg  eingetreten  ist,  um  letzten  Enlhes
  seinen  jahrzehnteallen  Plan  zu  verwirklichen,
die  Herrschaft  auf  dem  curopässchen  Festlande
zu  gewinnen.  Kein  anderer  als  Napoleon  hat
für  die  Zertrümmerung  solcker  englischen  Gelüste
gearbeitet.  Größere  Napoleons,  Hindenb  urg  u.
o  udendorkf.  erfüllen  jetzt  die  weltgeschichtliche.
gigantische  Aufgabe,  das  europäische  Festland
ein  für  allemal  von  britischen  Macht-  und  Herrschaftsplänen
  zu  befreien.  Sie  haben  das  durch
die  Genialität  der  Führung  der  Kriegshandlungen
  mit  Hiife  der  Wnssettn  unseele  glänzenden
  Truppen  angestrebt.  Die  Früchte  reisen

Kath.:  Heil.  3  König

 

 

 

 

 

 

Anzeiger

 

 

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Rosenheimer  Tagblatt

Amtliches  Bublikafions-Organ

Sonntag,  6.  Januar  1918

DieReschstagsmehrheitgess  ahrulen

Die  Einbusse  der  Engländer  bei  den  Cambraikämpfen.

Die  Unralne  Für  den  Frieden.  —  HMarlöfung  der  spaniichen  Kamwer.
Schwedische  Troppesbewegunges  au  der  Finnischen  Grenze.

—  ——  —  —

und  England  sieht  mil
auf  die  unausweichliche  deutiche  Offensive  in
Westen.  Eine  andere  Frage  aber  ijt  es,  ob  d
Düplonrati  K#,  en  Vorgänge  in  Breue
Litowsk  dem  von  den  Waffen  vorbereiteten  Boden
  entsprechen.  Eugland  war  immer  am  gefähelichsten,
  wenn  es  sich  versöhnungsbereit  und  nachwenn
  in  diesem  Augenblicke  ganz  unverkennbar
giebig  zeigte.  Es  bedeutet  eine  ernste  Gefahr,
von  England  aus  versucht  wird.  in  die  Verhandzinger
  Einfluß  zu  gewinnen.  Schon  wenn  Engeine
  meirete  Hinaus,zichung  der  Ver-Schrecken

  und  Bangen

"  kandlungen  erreichen  würde,  bätte  es  einen  unbeltreitbaren

  Erfolg  erzielt.  Den  englischen  gerissenen
  Diplomaten  dürfte  es  ein  Leichtes  sein,
den  Russen,  die  lich  nun  einmal  für  die  Weltbeglücker
  halten  und  den  allgemeinen  Frieden
Pecle  fineen  möchten,  vorzuspiegeln,  daß  sie  diese
ihre  Ziele  erreichen  könnten,  wenn  sie  sich  noch
etwas  gedulden  und  Englands  Gegenvorschläage
abwarten.  Die  Zoischemeit  würde  naturgemäß
zu  ungeheuerlicher  Propaganda  in  englischem
Sinne  ausgenutzt.  Wir  aber  haben  ein  Interesse
daran,  den  Frieden  mit  Rußland  mit  tunlichlier

Beschleunigung  herbeizuführen  und  vor  allem
z  verbindern,  daß  England  die  Gestaltung  der
Dinge  im  Osten  becinflust  oder  mitbestimmt.
Wird  das  nicht  gelingen,  dam  wird  der  größte
Teil  unserer  militärischen  Arbeit  auf  den  rufsischen
  Schlachtfeldern  in  Frage  gestellt  sein.
Sonst  das  iit  sicher  —  haben  wir  in  wenigen;
Jahren  einen  neuen  Krieg.  England  wird  Rußland

  und  namentlich  die  Grenzgebsete  u  Herden
leiner  hetzerischen  Propaganda  machen,  das  neue

Ruhland  in  englischer  Hand  oder  unter  englischem
bestimmenden  Druck  wird  für  uns  eine  eben'o
biee  Kriegsgefahr  bedeuten,  als  es  das  zaristische

  Rußland  war.  Wir  sehen  dabei  ganz  ab

von  den  gewaltigen  wirtschaftlichen  Hemmungen,

die  ein  unter  Englands  Gebot  slehendes  Nland

  uns  bereiten  könnte.  Gerade  aber  die  klare
und  bestimmte  Regelung  unserer  wirtschaftlichen

Bezlchungen  nach  O#en  hin  wird  eine  hauptsächliche
  Voraussetung  für  den  künftigen  wirischaft.
lichen  Wiederaufban  unseres

.  seiner  Glieder  sein.

Es  wird  notwendig  sein,  daß  alle  Kreise  des
Volkes  dieser  den  Friedensverhandlungen  im
*  von  England  her

engegenzutreten.  Es  würde  im  deutschen  Volke
nicht  verstanden  werden,  wenn  der  Unterton  der
Verh  andlungen  in  Brest-Litowsk  durch  unsere
diplomat.  Vertreter  elma  darauf  abgestimmt

würde.  in  England  um  gui  Wet  er  zu  bilten.  Non

diesem  Eesicktspunkte  aus  erschemt  uns?  die  F  Cor-Forderung
  des  Seltelbestinmungfreckteo  der
Völler  als  nicht  unbedentlich.  Es  kann  nicht  unfer
Interesse  sein,  England  in  diesem  Augenblicke
unsere  Karten  zu  zeigen.  Die  Warnung  ist  daher
am  Platze,  daß  wir  auf  das  äußerste  auf  der
Hut  sind,  um  nicht  durch  scheinbare  enalische  Nachgiebigleit
  den  ganzen  Erfolg  von  Brest-Litowsk
in  Frage  zu  stellen.
#

Vorstende  Ausführungen  erhalten  cine
eigenartige  Beleuchtung  durch  nachstehende  Informationen,
  die  uns  aus  Berlin  zugehen:

Die  gewisse,  auf  Englands  Freundwilligkeit
ahzielende  Politik  einiger  unserer  regierenden
Kreise  findet  einen  ganz  besonders  interessanten
Ansdruck  in  Berliner  Gerüchten,  wonach  in  der

 

von  Zwisckenfällen  zu  rechnen  Bätten.  Ein  l-e!

Reiches  und  aller
worden.

drohenden  Gefaht
Hat  ins  Auge  schauen,  aber  auch  den  Willen  bekunden,
  ihr  mit  aller  gebotenen  Entschlossenheit

 

Umgebung  des  Herrn  von  Kühlmann  bereits  urt
einem  Waffenstillstand  mit  England
gerechnet  würde.  Es  werde  in  jenen  Kreiten  hinzugefügt.
  daß  die  Brest-Litowsker  Politil  Herrn
ron  Kühlmanns  zu  diesem  Ergebmis
geeignet  sei.  Eine  Belräftigung  rfahren  diese
Gerüchte  durch  die  Tatsache,  daß  Herr  von  Kuhlmann

  vom  Kaiser  zum  Vortrag  empfangen  worl


kabinetts  und  der  Chef  des  Admiralstabe  vom  D
Man  bringt  diese

Empfänge  mit  Fragen  der  U.  olant

den  ist  und  daß  daraufhin  der  Chef  des  Marine-Kaiser
  empfangen  wurden.

führung  im  Falle  eines  Waffenstillstande
mit  England  in  Verbindung.  Auch  spricht  man
von  einer  ganzen  Reihe  anderer  wichtiger  Konferenzen
  unter  hohen  Persönlichleiten.  1

 

Die  Friedensverhaudlungen.

des  Reichskanzlers
über  den  Zwischenfall.

WT  Berlin,  J.  1.  Der  Hauptausschuß  de?
Reichstages  trat  heute  vormitrag  10  Uhr  eu  einer
neuen  Beratung  zusammen.  Als  ersler  Redner
sprrach  Abg.  Graf  Westarp  uber  die  Friedens-.
verlandlungen  in  Brelkt-Litowok.  JIm  Anschluß
an  seine  Ausführungen  ergrifg,  Hrickvians  er  Dr.
Graf  von  Hertling  das  Wort  zu  folgenden
Ersärungen:

Der  Herr  Vorredner  hatte  die  Güte,  an  da
zu  erinnern,  was  ich  gestern  am  Schlusse  meiner
kurzen  einleitenden  Worte  sagte,  daß  das,  was
gestern  galt,  vielleicht  beute  nicht  mehr  gelten
wurde,  und  daß  wir  immer  mit  der  Moglichteit

Erklärungen

der  Zwischeufall  scheint  eingetreten
zu  sein.  Schon  früher  hatte  wiederholt  während

  der  Verhandlungen  die  russische  Regierung

den  Wunsch  auesprechen  lassen,  daß  die  Verbnd-Lungen
  von  Breil-Lucowsl  verlegt  und  an  cinen
neutralen  Ort,  eiwa  in  Stockholm,  sortgeietzt
werden  möckten.  "

Nun  ist  dieser  Vorschlag  ausdrucklich  gemacht

Frot.:  Erschein.  Chr.

 

zu  führen:

I  iiiivekteiiiibik  eine

 

Die  russische  Regierung  schlägt  die
Verlegung  nach  Stockholm  vor.  Ganz
algesehen  davon,  daß  wir  nicht  in  der  Lage  sind.
und  von  den  Russen  vorschreiben  zu  lassen,  wo
wir  die  Verhandaemgen  weiterfubren  sollen.
darf  ich  darauf  hinwe  sen,  daß  die  Verlogung  nach
Stodholm  zu  außerordentlich  großen  Schwierigkeiten
  führen  würde.  Ich  will  nur  die  Schwierigleit
  anfülhren,  daß  eine  direlte  Verbindnnz.
die  die  verhandeluden  Deleaierten  mit  ihren
Lauptflädten  Berlin,  Wien,  Sofia  und  Peiersvͤurg
  haben  müssen  —  die  direlten  Verbindungen,
  die  in  Brest-  Litowsl  angelegt  sind.  funklionieren
  gut  in  Steckholm  auf  die  grôßten
Schwierigkeiten  sloßen“  würde.  Schon  dieser  eine
Punkt  führt  dazu,  daß  wir  nicht  darauf  eingehen
lönnen.

Dazu  kommt,  daß  die  Machenschaften
der  Entente.  Miß“rauen  zu  säen  zwischen  der
russischen  Regierung,  ihren  Vertretern  und  uns
dort  neuen  Boden  gewinnen  würden.  Ich  habr
daher  den  Staatssekrelär  von  Kühlmam  beauftragt,
  diesen  Vorschlag  abzulehnen.
(Bravo!)  Inzwischen  sind  in  Brest-Litowol
die  Vertreter  der  Ukraine  eingetroffen  und  zwar
nicht  nur  als  Sachverständige,  sondern  mit  Vollmachten
  zu  den  Verhandlungen  ausgestattet.  Wir
werden  ganz  ruhig  mit  den  Aertretern  der

 

Ulraine  weiter  vethandeln.

64.  Jahrgang

Ich  suge  noch  hinzu,  daß  von  Petersburg  milgeteilt
  worden  in,  die  russische  Regierung  könne
auf  Punkt  1  und  Zunserer  Vorschläge
nicht  eingeben.  Diese  beiden  Punkte  bezehen

  sich  auf  die  Modal  täten  der  Räumung
“  Gebiete  und  die  Vornahme  von  Volksabstimmungen.
  In  der  russischen  Presse  wird  uns  insinuiert,
  vah  in  diesen  Punlkten  1  und  2  ausgedruckt
  sei,  wie  wir  uns  in  illoaler  Weise  unserer
Zusage,  betrefssend  das  Selbstbestimmungsrecht
der  Volker,  entziehen  wollen.  Ich  muß  diese  Inlinnalion
  zurucweisen  (Bravot)  Punit  1  und  2
sind  lediglich  durch  praltische  Erwagungen  bestimmi;
  wir  lönnen  davon  nicht  abgelen.
  Ich  glaube,  meine  Herren,  wir  können
getroft  abwarten,  mie  dieser  Zwischenfall  weiter
verlaufen  wird.  Wir  üuyen  uns  auf  unsere
Mackhitellung.  auf  unfere  lonale  Gesinnung  und
auf  unser  gutes  Recht.  (Lebbaftes  Bravo!)
Der  Aueickunt  vertagie  sich  nach  diesen  Er- 



 

„llarungen,  um  den  Fraktionen  Gelegenhrit  zu

bicten,  zundchit  urner  sich  uber  die  Situantion  zu
beraten.

Die  Lage  u  Rußland.

ic  neueren  Mitwilungen  aus  Rußland  zeigen
Annäpbernan  der  bie  jegzt
der  neuen  Regierung  widerstrebenden  Elemente
au  diese.  Jnebesondere  in  die  charakteristische
Cricheinung  des  Tages  die  Tatlache,  daß  das
Verhaltnis  zwiscken  der  Ukrainc  und  den  Bolschewili
  sich  bessert.  De  incuesten  Nachrichten
sckeinen  darauf  linzudenten,  daß  ein  Ausgleich
der  S  uricrigleiten  zu  erwarten  ist.  Ao#n#besonderem
  Interesse  zur  Beurteilung  dieser  Dinge
durste  die  Taisache  sein,  daß  bereits  mehrere
Telegierte  der  Ulraine  in  Brest  #  towek
cingetrossen  sind,  um  cn  den  dortigen  Friedensvderlum#ungen
  teilennnelmen.  Der  deutsche
Slaais  Sekre:  ar  des  Auswmärtigert  hat  die  r*—is
nische  Delegation  durch  Tel-####  un  seine  Bekeilwilliakeit
  wissen  lassen.  min  ihr  tz  Verha  ndlungen

Vnzutceten.  iese?  En-  Segen  kommen  hat  die
Utrasner  mit  —B  ideter  Freude  erfunt.  Wie  wir
hoten.  werden  die  ultainischen  Deleg:  erten  in
Prei  Luowel  die  HBerderung  der  Selbtt  öndigleit
  der  Akraine  erheben.  Wir  können  wei  ter  mirleilen.
  daß  die  No  darichten  der  Cnientepress.  als
ob  die  Utraine  der  Wunschen  und  Forderungen
der  entente  sich  ergeben  haie,  vollftandig  irreful
  rend  sind.  Die  Ulrainer  sind  vielmelr  nicht
arwillt.  sich  in  die  ihr  von  der  Entente  zugedachlen
  FJeielung  zu  fugetn.

Buchauan  auf  der  Reise  nach  London.
*  Aus  dem  Haag.  1.  Jan.  Reuter  meldet
aus  London:  Der  englische  Bolchafter  Sit  Buchanan
  hat  wegen  Kranlbeit  Peiers  burg  verlassen,
  um  nach  Londen  K#uruckzakel.  ren.  Die  Mitalieder
  der  br  il  Icth  en  Kricgölomm.  ien  find  ebenfalls
  abgereift.
Ein  neuer  Putsch  Kalcdins:
Stocklholm.  3J.  1.  Saopas  meldet  aus
Pceterrburg.  daß  die  ganze  Bevöllerung  des
Mon  Tales,  Mar  ner  und  Frauen.  mobilisiert
worden  sei.  Die  Mobiljsianto#nt  sei  in  24  Stunden
  Surachefeht  worden.  Alle  Manner  im  militärpflicktigen
  Alier  befüänden  sich  bereits  unter
den  Wassen.  Tausende  von  O  ffizieren  der  kegularen
  Armee  romien  z  der  Fahne  Kaledine.
da  sie  der  Ueberzeugung  seien,  daß  das  Leben
unter  der  maximaliüsnscken  Herrschaft  fur  sie  unerträglich
  sei,  Kaledin  soll  ein  Korps  von  mehr
als  20  000  Unteroffizieren  (I)  gebildet  haben.
Alcrandrowsl  sei  von  den  Kosaken  ohne  Widersiand
  besetzt  worden.  Die  Versendung  von  Kohlen
  nach  dem  Norden  sei  unterbrochen.
Schwedische  Truppenbewegungen.
*  Basel.  4.  1.  Pari##r  Blätter  verzeichnen
unter  allem  Vorbehalt  Folgende  Londoner  Meldung:
  Schwedische  Truppen  sind  an  der  finnilben
  Krenze  konzentrier!.  an  erwartet
  von  einem  Tag  zum  anderen,  daß  sie  in
Finnland  einmarschieren  mit  der  Begründung,  die
NRechte  Schweden?  verteidigen  zu  müssen.

—