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nur berechtigt, sondern auch verbunden, in jedem vorkommenden
Falle dieser Art diese Kinder zu schützen.
§. 33. Der Gemeinde-Vorsteher ist verpflichtet, durch gelegentliche
Ermunterung und Aufklärung furchtsamer oder säumiger
Eltern und durch eine fortgesetzte Aufmerksamkeit darauf,
daß bei der Aufschreibung impfpflichtiger Kinder keines verschwiegen
oder der Impfung heimlich entzogen werde, zur Beförderung
der Schutzpocken-Impfung mitzuwirken.
§. 34. Wenn in einem Hause die Blatternseuche oder eine
andere ansteckende Krankheit ausgebrochen ist, oder wenn sich
verdächtige Spuren hierüber zeigen, so hat der Gemeinde-Vorsteher
sogleich Anstalt zu treffen, daß Niemand mit den Bewohnern
dieses Hauses in Berührung komme, zu gleicher Zeit
aber hat er auch Anzeige bei seiner vorgesetzten Polizeibehörde
zu erstatten.
§. 35. Jeder menschliche Leichnam, es mag der Tod auf
gewöhnliche oder außerordentliche Art erfolgt sein, ist unerläßlich
vor der Beerdigung der Beschau zu unterwerfen, und es
darf ohne Erlaubnißschein des ordentlich aufgestellten Todtenbeschauers
keine Leiche begraben werden.
Der Gemeinde-Vorsteher hat darüber zu wachen, daß diese
Todtenbeschau durch den aufgestellten Todtenbeschauer wirklich vorgenommen
werde, und Vernachlässigungen ungesäumt seiner vorgesetzten
Polizeibehörde anzuzeigen.
§. 36. Er hat zu diesem Zwecke aber auch darüber zu
wachen, daß von jedem erfolgten Todesfalle dem Todtenbeschauer
sogleich Kenntniß gegeben werde, und daß die Leiche auf dem
Sterbebette unverändert in ihrer Lage, das Gesicht unbedeckt
und der Körper ungereinigt bis zur Ankunft des das Weitere
anordnenden Beschauers verbleibe, ausgenommen bei Erstickten,
Erhängten, Ertrunkenen und bei allenfalls muthmaßlichen Scheintodten,
wo durch schnelle Hilfeleistung Rettungsversuche zur Wiederbelebung
anzustellen sind.
§. 37. Außerordentliche Todesfälle, z. B. wenn ein Leichnam
an einer ungewöhnlichen Stelle gefunden wird u. dgl., sind
zugleich auch unverzüglich der vorgesetzten Polizeibehörde anzuzeigen.
Ein Entseelter der Art ist ebenfalls (die am Ende des
vorhergehenden §. 36. erwähnten Fälle ausgenommen) an der
Stelle und Lage unverändert bis zur Ankunft der Polizei= oder