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Leider ward nun also Favoriten-Regimenk, und
die sanguinische Monarchinn, die durchaus keiner Arbeitsamkeit
fähig schion, machte es den Favoriten sehr leicht. Nirgends
wurde dies stärker gefühlt, als in den Finanzen des
Reichs. Alle gemeinnützige Anstalten, wozu große Summen
nothwendig waren, zerfielen; neue Einnahmen wurden
erfunden, unter denen der innere Wohlstand des Reichs
schrecklich litt, und oft selbst die wichtigsten Fragen, Krieg
und Frieden und große politische Angelegenheiten betreffend,
wurden bloß nach Passionen entschieden.
5. Sechzehn Jahre lang giengen zwar dem Scheine nach
alle wichtige Sachen durch den Senat; doch galt in auswärtigen
Angelegenheiten Graf Lestocq, und die inneren Angelegenheiten
blieben den Favoriten preis. Wie Lestocq durch
Mo. Aprarin und Bestushew gestürzt worden, bekam letzterer
das Hauptruder, obschon 1756. ein Conferenz-Conseil errichtet
wurde. Kön. Friederich II. von Preußen empfand
diese Ministerial- Veränderung sehr bald.
Leben des Großcanzl. Alex. Bestuchef-Riumin, in Büsching's
Magaz. II. Ch.
R. Fr. Gr. zu Lynar hinterlassene Staatsschriften I. Band n. 6
Hamb. I703. 8. wo sich die Ministerial-Berichte finden, die
Lpnar als Dänischer Gesandter 1750 und 1751. von Peteroburs
nach Koppenhagen schrieb.
1743 4. Endigung des Schwedischen Kriegs durch den Frie—
A#z den zu Abo. Rußland erhält die Provinz Kymmenegard
in Finnland, auch Stadt und Festung Nyslot. Die Schweden
hatten den Bischof von Lübek aus dem Hause Holstein“
Gottorp nach dem Russischen Vorschlag zum künftigen Thron“
Cinn, folger gewählt. .
5. In Rußland selbst war schon vorher der Neveu des