Full text: Deutsches Kolonialblatt. III. Jahrgang, 1892. (3)

k. 
J. 
2. im 
Oron (1 Weißer), 
Itoki (1 Weißer), 
Bu (früher Station des Dr. Preuß). 
Gebiete des demnächst zu errichtenden 
Bezirksamts Kribi: 
a. 
o 
2 
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Kribi (7 Weiße; früher Pflanzung 
der Kamerun-Land= und Plantagen-= 
gesellschaft; Hauptstation der katho- 
lischen Mission), 
Klein Batanga (8 Weiße), 
Lonji (2 Weiße; Hauptfaktorei der 
Firma Randad & Stein), 
Plantation (2 Weiße; Hauptfaktorei 
des Kaufmanns Lubcke), 
Großbatanga (12 Weiße; Hauptfak- 
torei der Firma Hatton & Cookson 
für Kamerun; Siß der amerikanischen 
Mission), 
Kampo (2 Weiße; Zollstation). 
3. im sonstigen Schu-gebiete: 
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S 
Kamernn, bestehend aus: 
Belldorf (Bonamandone), 
Akwadorf (Bonaku), 
Didodorf (Bonebela), 
John Akwadorf (Banamnang), 
Moskokodorf (Bojongo), 
Joßdorf (Bonapriso), 
Hickory (Vonaberi). 
(59 Weiße; Sitz des Gouverne= 
ments; Station S. M. Kreuzers 
„Habicht", S. M. Kanonenboots 
„Hyäne“, S. M. Fahrzeugs „Nach- 
tigal“, S. M. Hulks „Cyklop“ und 
des Gouvernementsdampfers „Soden“. 
Hauptsitz der Baseler und der Bap- 
tisten-Mission; Hauptfaktoreien der 
Firmen Jantzen & Thormaehlen, 
Woermann 4 Cie., Rider, Son 
& Andrew, R. u. W. King, Lukas 
Brothers & Cie., John Hol## & 
Cie., David Jones & Cie. und 
Adolph Herschel), 
. Mundame (1 Weißer), 
. Barombi (guter Boden für Gemüse), 
Mijimbi (reicher Gummihandel), 
Baliburg (Siß der Expedition Zint- 
graff) (in c bis c 10 Weiße), 
Mangamba im Abolande (2 Weiße), 
die Abostädte Fiko, Bonakwasi und 
Miang, 
M’somndorf im Budimanlande (reich 
au Elfenbein), 
Edea (Regierungsstalion; 10 Weiste), 
199 
  
k. Pungo Sungo (bester Platz zum An- 
kauf von Kanus), 
1. Tokodorf (7 Weiße), 
zu i bis 1 am Sannaga gelegen, 
m. Etotokedorf im Kwakwa, 
n. Elangedorf im Kwakwa, 
o. Passalsdorf am Sannaga inmm Malimba= 
lande, 
p. Jaunde (Regierungsstation im Innern; 
1 Weißer), 
III. Klima und Gesundheits- 
verhältnisse. 
Das diesseitige Schutgebiet hatte auch im 
vorigen Jahre ein echt tropisches, feuchtes 
Klima mit reichlichen Niederschlägen. Nur 
während der trockenen Monate Jannar, Februar 
und Dezember regnete es wenig. Dagegen gab 
es im Juli und August kaum Tage ohne 
Regen. Die Temperatur schwankte zwischen 
20 und 32 Grad Celsius im Schatten. 
Das Klima erforderte auch im verflossenen 
Jahre viele Opfer au Menschenleben. 10 Euro- 
päer, welche im Schutzgebiete starben, sind 
durch das Klima hervorgerufenen Krankheiten, 
vor Allem der Malaria und der Dysenterie, 
zum Opfer gefallen. 
Die leichteren Fieberanfälle, von denen hier 
Niemand verschont bleibt, und deren Behandlung 
jeder hier sich Aufhaltende bald kennt, entziehen 
sich der Kenntniß des Arztes und somit auch 
der statistischen Kontrole. Von den Beamten 
des Gouvernements hatte nur der Maschinist 
des Gouvernementsdampfers „Soden“ eine 
bösartige Form des Fiebers, das sog. Schwarz= 
wasserfieber, bei welchem der Kranke blutigen 
oder schwarzen Urin läßt. Norberg konnte 
jedoch geheilt in die Heimath gesandt werden. 
Außerdem mußten 1 Beamter und 1 Expeditions- 
mitglied wegen hochgradiger Schwäche und 
Blutarmuth und 1 Expeditionsmitglied wegen 
einer Verwundung nach Haus geschickt werden. 
Der Gouverneur war durch dysenterieartige 
Erkrankung gezwungen, auf ca. 9 Monate die 
Kolenie zu verlassen. 
Abgesehen vom Fieber bildeten Verdauungs- 
störungen und die als „rother Hund“, „Ning- 
wurm“ und „Krokro“ bezeichneten Hautkrank- 
heiten die häufigste Plage der Weißen. 
Die Neger hatten ebenfalls am Fieber und 
an Dysenterie zu leiden namentlich die hier 
eingeführten Krujungen und Dahomeleute. 
Bei diesen Schwarzen trat gegen Ende des 
Berichtsjahres häufig Lungenentzündung auf. 
Die Hautkrankheiten entwickelten sich bei den