Metadata : Spittler’s sämmtliche Werke. Elfter Band. (11)

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genen  ist.  Sein  Schicksal  war,  wie  das  Schicksal  der  meisten
Reisenden.  Wer  den  Platz  kennt,  woher  der  politische  Reisende
  kommt,  kann  sehr  oft  Stück  für  Stück  angeben,  wie
er  zu  diesen  und  jenen  Urtheilen,  zu  diesen  und  jenen  Nachrichten
  kam.  Und  sintemal  auch  der  Herr  Graf  seine  politische
Dogmatik  schon  vorläufig  im  Reinen  hatte,  ehe  er  an  die  Beschauung
  und  Jerlegung  der  schönen  Maschine  Preußische
Monarchie  ging,  so  ist  zugleich  gar  zu  häufig  sein  Schicksal
  wie  das  Schicksal  aller  derjenigen,  die  schon  vorläufig  ihre
Theorie  haben,  ehe  die  Erperimente  ihr  Resultat  gaben.  Zwar
ist  dieß,  genau  genommen,  die  Sache  eines  jeden  guten  Kopfs.
Die  Natur  hat  diese  ihre  vorzüglicheren  Menschen  vorschnell
gemacht;  aber  der  weise  Mam,  dem  es  um  Wahrheit  zu
thun  ist,  muß  sich  discipliniren.  In  den  physiokratischen  Hypothesen
  mag  zwar  wohl  auch  ein  mächtiger  Zauber  liegen,
daß  sich  gewöhnlich  die  davon  ergriffenen  Köpfe  zu  der  politischen
  und  historischen  Nüchternheit  nicht  gewöhnen  können,
ohne  die  man  doch  gar  zu  leicht  die  Beobachtungen  mehr  nach
der  Theorie  formt,  als  die  Theorie  aus  den  Beobachtungen
reformirt.  Es  würde  kein  Ende  nehmen,  wenn  wir  die  hieher
  gehèrigen  Aus=  und  Abschweifungen  des  Herrn  Grafen,
und  die  dadurch  veranlaßten  falschen  Wendungen  mancher  seiner
  Beobachtungen  und  Rechnungen,  bemerken  wollten.  Wir
glauben  auch  nicht,  daß  sie  viele  Verführung  in  Deutschland
anrichten  werden;  wenigstens  hat  dieser  Theil  von  Unrichtigkeiten
  auf  den  Recensenten  den  schwächsten  Eindruck  gemacht.
Aber  manche  andere  Rögen,  die  der  Herr  Graf  vornahm,  haben
  mehr  Schein,  und  man  sieht,  daß  er  die  Kunst  trefflich
verstand,  aus  den  Rechnungen  selbst,  die  zum  Beweise  gewisser
Sätze  angeführt  worden,  einige  Schwächen  herauszuspähen,
die  zum  Beweise  dessen  dienen  sollten,  was  man  ihm  zu  Berlin
  oder  zu  Rheinsberg  als  vermeintlich  oder  wirklich  reinere
Wahrheit  gesagt  hatte.  Hieher  gehbren  manche  seiner  in  der
That  sehr  scharfsinnigen  Beobachtungen  über  die  bekannten
preußischen  Populationslisten;  aber  bei  dem,  was  er  als  eines
der  gröôßten  und  interessantesten  Resultate  angibt,  möchte  man
sich  selbst  besinnen,  ob  es  Scherz  oder  Ernst  sey.  Der  Herr