Verfasser: Postverwalter
Zummach.
Kanzlist: Postgehülfe
Seehefer.
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Mit Rücksicht hierauf, und weil dem K.
in dem vorliegenden Fall die Absicht, x
sonengeld zu unterschlagen, nicht nachgewiesen
werden kann, beantragt das Post.
amt gehorsamst, von einer Entfernung des
K. aus dem Dienst absehen und densilben
für diesmal in eine Geldstrafe nehmen zu
wollen.
Der uneingeschrieben gereiste Z. hat
das Personengeld für die Strecke von C.
bis hier bei dem hiesigen Postamt bezahlt.
Postamt III.
Zummach.
Post-Abhertretungsfall.
Verhandelt Riesenburg, den 3. Mai 18.
Am 1. d. M. fand sich im Briefkasten
am hiesigen Posthause ein an Fräulein
Gertrude Decker in Marienburg gerichteter
Brief vor, dessen Frankierung vermittelst
einer entwerteten Zehnpfennigmarke erfolgt
ist. Aus dem Siegelabdruck des Petschafts,
mit welchem der Brief verschlossen ist,
wurde der Absender in der Person des
Kantinenwirtes Bollmann hierselbst ermittelt.
Derselbe ist auf ergangene Vorladung heute
im Amtszimmer erschienen und läßt sich zur
Sache, wie folgt, vernehmen:
Ich heiße Richard Bollmann, bin
35 Jahre alt und bekenne mich zur evangelischen
Konfession. Seit dem Anfange
dieses Jahres bin ich Kantinenwirt in der
Kürassier-Kaserne. Unmittelbar vorher habe
ich mich 3 Jahre in Königsberg aufgehalten.
Wegen Porto-Ubertretung bin ich
noch nicht zur Bestrafung gezogen worden.
Ich räume ein, den mir vorgelegten
Brief mit der darauf befindlichen Freimarke