Fräulein B. verschluckt hat, jetzt der dicken A. C. den Sof machte;
plat de résistance; wenn er sie bekommt, so wird er genug
daran haben. —
Oecar wird vermuthlich in Berlin sein; frage ihn doch, zu
welchem Hreise er mir Grosvenor, das Ubier, welches ich in
Wocddow ritt, ablassen will; wenn er wohlfeil damit ist, so
werde ich ihn mit abholen lassen, bis jetgt habe ich nicht hingeschickt,
weil das Wetter zu fürchterlich ist. Wenn er noch
mehre Tage ausbleibt, so sei so gut, und schreibe ihm darüber, damit
ich Bescheid erhalte. Seine Keisetasche liegt bei Bernhard 1)
in Stettin, der heut bier ist und morgen mit uns bei Ramecke?)
essen wird. Der Vater befindet sich in seiner Art wohl; nur
scheint er sich sehr zu langweilen, was auch kaum anders möglich
ist, da er für viele Dinge die Theilnahme verloren hat, bei
diesem Wetter nicht ausgehn kann, und ich den Tag über sehr
wenig zu Hause bin; das Mittagessen und die Feitung sind die
Angelpunkte seines Tages. Genn Du ihm noch nicht geschrieben
hast, so thu es doch bald. — Ich weiß heut nicht recht, wovon ich
Dich unterhalten soll, und dabei fällt mir Dein letzter Brief
ein, den ich von Dir bekam, in welchem Du sagtest, daß Du
nicht recht zu dem Entschluß habest kommen können, mir zu
schreiben. Dieß veranlaßt mich, ob mit Recht oder Unrecht ist
gleichgültig, zu einer Bemerkung über fortgesetzte Correspondenzen
im Allgemeinen. Wenn man in einem wohlunterhaltenen
und für beide Theile stets behaglichen Briefwechsel bleiben will,
so darf man sich nicht auf den Fuß setzen, jedesmal eine Urt
von geistigem Sonntagsrock zum Briefschreiben anzuziehn; ich
meine, daß man sich genirt, einander gewöhnliche, unbedeutende
Sachen, alltägliche Briefe zu schreiben. Wenn man sich lieb hat,
wie es von uns beiden doch anzunehmen ist, so ist es ein VDer-1)
Bismarcks Bruder.
) Die erste Frau Bernhards v. Bismarck war die Enkelin des Serrn v.
Ramecke.
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