Hummer ⁊2
——#e#
Freitag, 2. April 1015
stelle f#r den betreffenden Bundesstaat berechnete
Gesamtmenge unter Berücksichtigung der
Verschiedenheit der Volksernährung weiter zu
verteilen. Der Beirat sprach sich nach dem Vortrag
des Vorsitzenden des Beirats und des
Referenten der Landesvermittlungestelle auf
Grund eingehender Beratung dahin aus, daß
eine Mbstufung des Kopfyerbrautkes nach der
Berufszugehörigkeit eintreten soll. In dem für
ganz Bayern aufzustellenden Landesverteidigungsplan
wird entsprechend den Beslimmungen
des Bundesrates eine Unterscheidung zwischen
landwirtschaftlicher und nicht landwirtschaftlicher
Bevöllerung vorgenommen werden. Aufgabe
der Kommunalverbände ist es, eine weitere Abstufung
je nach den Bevölkerungsverhältnissen
der einzelnen Vezirke durchzuführen.
Die Bereitung von Backwaren. Am
31. März hat der Bundesrat durch Aenderung
der Verordnung über die Bereitung von Vackwaren
das Verbacken von Weizenbrot aus reinem
Weizenmehl zugelassen, wenn der Weizen
zur Herstellung dieseo Mehles bis zu mehr als
93 vom Hundert durchgemahlen ist. Außerdem
sind noch einige Ersatzmittel für den vorgeschriebenen
Kartoffelzusatz zum Roggenbrot zugelass
sen, wie Maisme#l. Erbsen= und Bohnenmehl,
Sagomehl, Manizt und Tapiokamehl und in
beschränktem IImfange auch Sirup und Zucker.
Endlich ist den Verwaltungsbehörden die Befugnis
gegeben worden, Beginn und Ende der
12 stündigen Arbeitszeit in den Bäcdereien in
ländlichen Verhältnissen so sestzusetzen, daß die
Arbeit vor 6 Uhr morgens beginnen kann, und
ferner die Befugnis, im öffentlichen Interesse
oder in Notsällen Ausnahmen zuzulassen.
Gegen Mißstände auf dem Kartoffelmarkt.
Der Bundesrat hat, um den vielbeklagten
Mißständen entgegenzutreten, daß
Epeisekartoffeln vielfach als Saatkartoffeln behandelt
werden, am 31. März 1915 beschlossen,
daß vom 25. April ub alle Saatkartoffeln unter
die Höchstpreise für Speisekartoffeln fallen und
daß auch bis dahin nur diejenigen Kartoffeln
ale Saatkartoffeln gelten, die aus Saatgutswirtschaften
stammen, die von der Deutschen
Landwirtschaftsgesellschaft oder von landwirtsaftlichen
amtlichen Vertretungen anerkannt
in
Jeitungsbetrieb an den Oster-Feiertagen.
Das K. badyerische Kriegsministerium
gibt bekannt: In Uebereinstimmung
mit den in Preußen für die beiden Osterfeiertage
getroffenen Anordnungen wird der Zeitungsbetrieb
an diesen Tagen in Bayern solgendermahen
geregelt: 1. Für den Ostersonntag
und Oitermontag wird völlige Arbeitsruhe im
technischen Zeitungsbetrieb angeordnet. Dieser
ist in der Nacht zum Ostersonntag um 12 Uhr
zu schließen und darf erst in der Nacht zum
6. April um 12 Uhr wieder beginnen. 2. Am
Ostersonntag und Ostermontag ist die Veröffentlickhung
der amtlich durch WTB. verbreitelen.
Kriegsdepeschen, aber ausschließlich dieser, an
den Telegrammtafeln der Zeitungen gestattet.
3. Der Straßenverkauf der Zeitungen ist an den
genannten Tagen nach Maßgabe der ortspolizeilichen
Bestimmungen gestattet.
Wildschaden im Gebirge. Der bauernbündlerische
Abgeordnete Eisenberger hat sich
wegen der zunehmenden Klagen über Wildsoaden
im Webirge an das Min###erium des
Innern und der Finanzen um rasche Abhilfe
gewendet. Er wünscht ein sofortiges Einschreiten
durch vermehrten Abschuß des Wildes, um die
(Hetreidesaaten vor Wildfraß zu schonen.
Kriegeroertrag im Hansabund. Der
im März we#n r#n des Nedners verschobene
Vortragn des Hansabundes findet nun—
mehr am 8. ***: ftalt. Oberbürgermeister a. D.
Dr. Neff wird sprechen übrr „Der Kampf gegen
England in Haus und Familie“. Der Vor
trag hat seinerzeit in Mundo,# all emein grobes
Interesse gefunden. Deshal i# gahlreicher
Besuch auch in Rosenheim, besonders seltens der
Hausfrauen zu empfehlen. Der Vortrag findet
im Soale des Hotels „Deutscher Kaũet“ stott.
Nachtruhe in den Apothelen. Unsere
Leier machen wir darauf aufmerliam, daß im
April die Riedersche Apotheke am Ludwigsplag
den Nachtdienst zu versehen hat. In diesem
Monat ist von 8 Uhr abends bis 127 Uhr
morgens nur diese Apothele zugänglich.
Abgängig. Seit dem 1. Februar ist der
Taglöhner Kilian Eincer zuletzt wohnhaft in
Kirchdorf, BA. erburg, beheimatet in der
Gemeinde Schlicht, abgängig. Er war zuletzt
bei Wasserbauarbeiten in Gars a. J beschäftigt.
Beim Weggang von seiner Familie äußerte
er, er wolle nach Staudham, um beim „Eineisen“
Arbeit zu erhalten. Dorthin ist er aber nicht
Bei allen Erschö
nur coffeinfreien Kaffee Hag!
gekommen und seither konnten die Angehörigen
nichts mehr über ihn erfragen. Dirnecker ist
45 Jahre alt, 175 —178 Beliimeter groß, mager,
hat ins Graue gehende Haare, langen rötlichen
Schnurrbart, braune Augen. Er trug
blaugestreifte Hose, wollene Winterjoppe und
darunter einen grauen Anzug, als Kopfbededung
eine Pelzmütze.
Maul- und Klauensen c. In der Ortschaft
Semmelhub, Gemeinde Lappach, ist die
Maul= und Klauenseuche ausgebrochen.
Klechliche Kacheichien.
Kirchenmusik in der Stadtpfarrkirche
vom Charfreitag dis einschllehlich Ostermontag.
1. Am Karfreitag:
Mährend der Passion: Turbasätze (Zwischenruse des.
Volles). 4l#. gem. Chor von J. Mitterer op. 59.
Improperien (PTopule meus) A1|1. g. Ch. von Vittoria.
Vexilla regis prodeunt dft. 9. Ch. von J. Mitterer.
Caligarorunt äst. g. Ch. von Alb. Lipp.
Abende 7 Uhr: Grabmusik: „Die Passion unseres
Herrn Jesu Christ#“ für Soli, gem. Chor und Orgel,
lomp. von Heinrich Fidelis Mäller, Domdekan in
Fulda, op. 16. (Erläuterung siehe unten.)
2. Am Karsamstag:
Beim DI. Amt: Kric (choral), Gloma etc. ok Missa
Ki. Caroli Borromaci von Fille für Soli, Chor und
Orchester.
Gradunle und Tractus äst. g. Ch. ron J. Mitterer.
Iaudate Dominum und Magnisicat #stim. v. Mitterer.
Auferstehungsfeier: Aktollite portas f. 4lt. g. Ch. und
Orchester von C. Ett.
3. Am hl. Osterfeste:r:
Festmesse in D von Georg Zeller für Soli, Chor und
Orchester.
Craduale: Haec dies von C. Ett, 4st. 9. Chor.
Offertorium: Terra tremuit von Jos. Gruber für dst.
Chor und Orchester.
Introitus und Commmnio:
Choral.
4. Am Ostermontag:
Ni# in F von M. Brosig für Soli,
Orchester.
Graduale: Haec dies von J. Mitterer.
Olfertorium: Angelus Domini für Ist. g. Ch. a cappellu
von J. G. E. Stehle.
Introitus und Commnnio: Choral.
Kurze Erläuterung zur Grabmuslk.
Aus der 1892 von K. F. Müller lomponierten Passion
lommen folgende Szenen hur Aufführung: 1. Die Todesungst
und Gefangennahme Jesu auf dem Oelberg, 2.
Die Verurteilung zum Kreuzestod durch Pilatus, 3.
Die sieben letzten Worte Jesu am Kreuze. — Der Aufbau
der einzelnen Szenen ist kurz folgender: Ein einleitender
Gesang weist auf das jedesmalige Leidens
geheimnis hin; es solgen Rezitative nach den Worten der
Ol. Schrift; abschließend bringt ein mehrstimmiger Gejang
die Gefühle des glaubigen Christen bei Betrachtung
des Leidensgeheimnisses zum Ausdruck. — „Die Todesangt
des Herrn in Gethsemane“ wird eingeleitet mit
dem altehrwürdigen geistlichen Liede des Jesuiten-Paters
Friedrich von Spee FSeeie. 1635), des Verfassers von
..Truhnachtigall“:. „Bei sinstrer Nacht zur ersten Wacht.
cine Stimm“ begann zu llagen“, worin der in Todesangst
schmachtende Erlöser seine übergrobßen Leiden
feinem himmlischen Vater und seiner ferne weilenden
Mutter Maria klagt. Es folgt darauf das aus Italien
shtammende von Klemens Brentano meisterhaft übersetzte
Lied ., In jenen äußersten Stunden“ (für All-Solo
und Chor). Dleses Lied spricht die Klagen des Erlesere
über den Undank der Christen aus. — Den
lebergang zur 2. Zzene bildet das Sopransolo:
.„Mein Volk, mein Voll, was hab' ich dir getan?“ —
iene sanfien Klagevorwürse des Heilandes (Impropeiien)
gegen das jüdische Voll, die der Karfreitags-Lilurtie
entnommen sind mit Schluhchor: „Heiliger Gott.“
Die Aerhandlung und die Nerurleilung zum Rreuzeslod
durch Pilatus werden in Rezitativen vorgeführt.
Dden Abschluß dieser Ssene bilden die wuchtigen Allegrosätze,
worin das Voll mit allem Ungestüm die Befreiung
dess Barabbas und die Kreuzigung des Herrn
verlangt. — Die 3. Szene: „Der Tod Jesu am Kreuze
und seine sieben letzten Worte“ wird eingeleilet m!
dem urallen Kir henlied: „Da Jesus an dem Kreuze
itund“, worauf sodonn die Hauptzũge der Leiden des
Herrn am Kreuze nach der Harmonie der 4 Evangelien
geschildert werden. Die sieben letzten Worte, sämtliche
in vierimm Säten komponiert, werden durch kurze
Recilatioo umrahmt. Den Schlutß bildet das schöne
geistliche Lied des Konverliten Angelus Sileseus (gestorben
1677 in Breslau): „Ich danke Dir für Deinen
Tod.“ Die ganze Komposition dieser Passion trägt den
Charakter edler Einsachheit, ober großer Würde an sich,
trifft den Inhalt der Worte stets in uhzerst glück.
Chor und
licher Weise und will in die Tiese der detrach nden
Seele grelfen. M. S
— — —
spfungszuständen
Der Welffrieg.
Die Kriegsiage.
Tie Ziegesbeute bes Osthecres im März:
56 S800 Maussen gesangen,
Geschäütze und 61 Waschlueng“wehre
erbentet.
WIB. Großes Hauptquartier, den
1. April, vormittags. Amtlich.
Westlicher Kriegsschauplatz.
Bei Fortnahme des von Belgiern besetzten
Klosters Hoek-Gehöftes und eines lleinen Stützpunktes
bei Dirmuiden nahmen wir einen Offizier
und 44 Belgier gefangen.
Westlich von Pont-a-Mousson in und am
Priesterwalde kam der Kampf gestern Abend
zum Stehen. An einer schmalen Stelle sind
die Franzosen in unsere vorderste Grabenlinie
eingebrochen. Der Kampf wird heute fortgesetzt.
Bei Vorpostengefechten nordöstlich und östlich
von Luneville erlitten die Franzosen erhebliche
VBerluste. In den Vogesen fanden nur Artillerielämpfe
statt.
Oestlicher Kriegsschauplatz.
In der Gegend von Augustow-Suwalki ist die
Lage unverändert. Nächtliche Uebergangsversuche
der Russen über die Nawla sind östlich
Skierniewicze gescheitert.
Russische Angriffe bei Ozocno wurden zurückgeschlagen.
Im Monat März nahm das deutsche Ostheer
im Ganzen 55 800 Russen gefangen und erbeutele
9 Geschütze und 61 Maschinengewehre.
Oberste Heeresleitung.
Die Erörterung des Friedens-Berlin,
I1. April. Eine Reihe deutscher
Wirtschaftsverbände hat vor einiger Zeit in
einer Eingabe an den Reichskanzler ersucht, die
Erörterung der Friedensziele freizugeben. Jen
ist dem Vorstand des Bundes der Landwirte
die Antwort des Reichskanzlers aus dem Grobben
Hauptquartier zugegangen. Es heißt darin:
„In voller Anerkennung der in der Eingabe
zum Ausdruck gekommenen heißen Wünsche für
das Wohl und Gedeihen des Vaterlandes muß
ich mir ein Eingehen auf ihren sachlichen Inhalt
zurzeit aus Gründen eines gebieterischen Staatsinteresses
versagen, bis sie den unterzeichneten
Verbänden aus meinen, die Frage einer Erörterung
des Friedenszieles betrefsenden Verlautbarungen
in der Presse bekannt sein dürften.
Englische Nache.
London, 1. April. Der Sekretär des Vereins
der Kopitäne von Handelsschiffen hat er-Uärt,
daß das Versenken des Dampfers „Falabal
die Kapitäne zu dem Entschluß brachte,
den Tod des Kapitäus der „Falaba“ zu rächen.
Die Kapitäne bemühen sich, Kanonen zu erhalten.
(Z.)
Riesige englische Verluste.
Amsterdam, 1. April. In einer Rede, die
der Erzbischof von York in Hull hielt, sagte
er, daß der Tod niemals, auch nicht in der
schlimmsten Pestzeit des Mittelalters derart ge
wütet hat, wie jetzt. Von einer Infanterie-Division,
welche mit 400 Offizieren von England
abgesandt wurde, sind nur 44 Offiziere übrig
geblieben und von den 12000 Mann nur 1230.
Von einem Regiment mit 1200 Mann und 400
Offizieren sind nur ein Quartiern:eister und
300 Mann übriggeblieben.
Die französischen Verwundeten.
London, 1. April. Die in Massachusettes
erscheinende „Times“ veröffentlichen ein Schreiben
des früheren Unterstaatssekretär; im Schatzamt
der Vereinigten Staaten, aus dem hervorgeht,
daß Mitte Februar sich 600 000 verwundete
Franzosen in den Hospitälern Nordfrantreichs
befanden.
Die Russengreuel in der Bukowina.
Wien, 1. April. Aus dem Kriegspressequartier
wird genuelurt; Die lange Reihe schänd-
licher Gewaltakte, die die Russen an der rumänischen
Bevölkerung verübten, erfährt durch
die solgenden, in den amtlichen Berichten mitgeteilten
Taten eine charakteristische Ergänzung.
Eine aus angesehenem rumänischem Adelzgeschlechte
(moldauische Großbojaren) stammende
Gutsbesitzerin wurde mißhandelt, vergewaltigt
und der Barschaft von über 3000 Kronen beraubt.
Ein utsbesitzer in moldauisch-Banilla
wurde schwer mißhandelt. Ein angesehener
Grundbesitzer in Ostritza wurde auf offener
Straße ohne Grund niedergeschossen. Die Tochter
eines vornehmen rumän. Bürgers in Nadautz
wurde in Gegenwart der Mutler durch
5 russische Soldaten genotzüchtigt. Den Direktor
der Nadautzer Ackerbauschule beraubten die Russen
all seiner Habe. Dem griechisch orientalischen
Pfarrlooperator in Radautz wurden nach arger
Mihhandlung gegen 600 Kronen geraubt;
seine Frau enkging nur dadurch der drohenden
Vergewaltigung, daß sie nachts bei ftrengem
Froste, notdürftig bekleidel, in den Garten flüchtele.
Dagegen vermochte sich eine angesehene
rumänische Bürgersfrau in Nadaug nicht mehr
zu retten; sie wurde öffentlich genotzüchtigt.
Der Bürgermeister von Radautz. sowie der dorlige
Oberlehrer wurden beraubt und schändlich
mißhandelt. Alle diese Grausamkeiten geschahen
unter den Augen der russischen Offiziere, die
ihre Soldaten ruhig gewähren ließen. Der ruf.
sische Vandaliomus rief unter der Bevölkerung
eine unerhörte Empörung hervor. (.)
Die Oesterreicher n Bessarabien.
Budapest, 1. April. Nach hier eingetrof
senen Meldungen bestätigt es sich, daß die ösler.
reichisch- eungarischen Truppen in Bessarabien 35
Kilometer weit vorgedrungen sind. (33.)
Der Zar in Odessa.
Bukarest, 1. April. In Odessa werden
große Vorbereitungen getroffen für die Ankunf:
des Zaren, der die zur La andung gegen die Türlei
bestimmten Truppen besichtigen will. (3.)
General Rußky zurückgetreten.
Stockholm, 1. April. Ein Telegramm aus
Petersburg besagt, daß General Rußky, der als
Kommandant der 3. Armee bei Lemberg und
Warschau hervorragend tätig war, zurückgetreten
ist. Sein Rückriitt ist, wie gemeldet wird, aus
Gesundheitsrücksichten erfolgl. Der Zar bellagt
in einem persönlichen Schreiben den Rücktritt
des Generals, der anläßlich seines Abschiedes
zum Mitglied des Reichsrates ernannt wurde.
Teuerungskrawalle in Italien.
Zürich, 1. April. In Ginosa (Provinz
Lecco) lam es zu schweren Jwischenfällen. In.
solge der Tenerung rd der allaemeinen Arbeitelosiglei,
(#wr de ½ * erzeilt worden,
die Mehlvorrate: euule des Barons Cappola,
des deutschen Konikin mit Beschlag zu
belegen. Der Erlaß war aber infolge eines Proteites
wieder zurückgenommen worden. Darauf
versammelten sich in der Frühe etwa 2000
Bauern, mit landwirtschaftlichen Werkzeugen bewaffnet,
um gegen die Mühle zu marschieren.
Die Carabinieri waren den Demonstranten gegenüber
machtlos. Der Eingang zur Mühle
wurde mit Stocschlägen und Steinwürfen erzwungen.
Der Vollohaufe zerstörte samtliche
Maschinen der Mühle, setzie die Bureaus in
Brand und nahm die Mehlvorräte mit. Zum
Schluß wurde der Kassenschrank gesprengt und
51000 Lire geraubt. Nachher zerstreuten sich die
Demonstranten, nicht ohne vorher die „elegraohendrähte
abgeschnitten zu haben. Der Präjekt
in Lecco erhielt deshalb erst nachmiltags
3 Uhr Keunntuis von den Vorfällen, worauf er
"1N) Mann Truppen und 50 Carabinieri ab
sandte. (Z.)
Spanische Rü flungen.
Madrid, 1. April. Der Kriegsminister
legte einen Plan fest für die Manöver, die den
Charalter der Konzentrierung und Mobilmachung
haben sollen. Der von General Echague
ausgearbeilete Plan der Neorganisierung und
Verstärkung der Arlillerie ist in der Durchfüh
rung begriffen. Die Artillerie, die bisher aus
13 Feldartillerie= und 3 Gebirgsartillerie= Regimentern
ohne 26 Balterien afrikanischer Trupden
esland, wird auf 540 Kanonen mit 4000
Bedienungsmannschaften verstärkt. Zur Aufstellung
der neuen Formationen wird eine gewisse
Anzahl Unteroffiziere ernannt, 3100 Pferde und
Maule el werden aufgekauft. Munitionskästen,
Lafenen und Geschosse werden von der nalionalen
—. bergestellt werden. (3.)
*262
Langes Siechenlager, große Blutverluste ausgestandene Strapazen
greifen immer die Nerven, das Herz und oft auch andere Organe an. In solchen Fällen wird
der Arzt viele Getränke streng verbieten, dagegen den coffeinfreien Kaffee Hag unbedenklich
erlauben, da er keinerlei schädliche Wirkungen hat.
in keiner Weise zu unterscheiden, wie
Soust ist er aber von anderem guten üse
jeder Versuch beweist. Ihr Kaufmann fühit ihn.