326
eingeführt. Elektrische S., s. Zün der
11 6 ch s. 3
Schlagseite, diejenige Seite eines
Schiffs, nach der es infolge unFkiicher
Belastung durch Gewichte oder Kohlenverbrauch
überliegt.
Sblangen, vom 15.—18. Jahrh. 30—
40 Kaliber lange Geschütze, von denen
die kleinern zu den Feldgeschützen zählten
und deshalb Feldschlaugen hießen:
vgl Kartaune u. Geschütze (S. 163).
Schlapfermenetat, soldatische Beeichnung
für den 31. eines Monats, insosern
es für diesen Tag keine Löhnunggibt.
Schleifen heißen in Osterreich die Mörserlasseten.
Man unterscheidet Blockschleifen
und Wandschleifenz; erstere
sind den deutschen Mörserlafseten ähnlich,
nur liegen die Wände mit Verdiebelun
aneinander; letztere sind aus Eisenblech
für die gezogenen (17 und 21 cm) Hinterladungsmörser
gefertigt.
Schleppbaum dient als Ersatz eines
Rades bei Fahrzeugen, entspricht in seiner
Stärke der Schwere der letztern und wird
mit einem Ende, schräg nach hinten auf der
Erde liegend, unter dem freien Achsschenkel
so am Fahrzeug befestigt, daß er die Achse
beim Fahren möglichst wagerecht trägt.
Schleppen, s. Bugsieren.
Schleppschacht, s. Minen (S. 256).
Schlepptan, s. Langkette.
Schleppwagen, Fahrzeuge der Belagerungs=
u. Festungsartillerie, zum Transport
schwerer Kanonenrohre und glatter
Mörser in ihren Lasseten dienend, welche
unter der Achse des Hinterwagens aufgehängt
werden, zu welchem 8 die
ältern S. C/1820 (Trique balh und der
eiserne S. C/51 für 120 Ctr. Last 2, 2mhohe
Räder haben; der S. C/67 für 60 Ctr. Last
hat gewöhnliche Räder, aber eine nach oben
gebogene Achse. Hebelwerke mit Kette an
der Hinterachse dienen zum Heben der Last.
chleuder, eine der verbreitetsten Wafsen
während des Altertums und Mittelalters,
besiand aus einem in der Mitte
netzartig verbreiterten Strick, mittelst dessen
man fanstgroße Steine und rautenförmige
oder ovale Bleigeschosse (Schleuderbleie)
warf; mit der achäischen S.
wurden auch Pfeile geworsen. Die Stab-Schlagseite
— Schlüsselmajor.
schleuder hatte ciuen 1.235 m langen
Stiel, die S. selbst war meist aus Leder.
Ihre Geschosse sollen noch auf 500 Schritt
elm und Schild zerschmettert haben. Im
. Jahrh. bediente man sich auch der
Stabschleuder zum Werfen von Handgranaten.
Zum Schleudern wurde das Geschoß
auf den breiten Teil gelegt, die Enden
erfaßt, die S. einigemal über dem
Kopf geschwungen und, wenn das Ziel
erfaßt war, das eine Ende losgelassen.
Berühmte Schleuderer des Altertums waren
die Balearen, Akarnanen und Achier.
— Schleudermaschine (lfundibbla),
s. Geschütze (S. 162).
leuse, s. Batardeau.
Schleusenspiel, s. Wassermanöver.
Schlieben, Seitwärtsbewegung ohne
Frontveränderung auf ganz kurse Entfernungen.
Das Aufrückenhinterer Abteilungen
auf vordere heißt Aufschließen.
Schlingerkoje, s. Koje.
Schlingern (Rollen), das überholen
des Schisss nach einer Seite, also gewissermaßen
ein Rollen um die Längenachse
infolge des Seegangs von der Seite.
Echlipssrn, das kße desAnkersvon der
Kette, ohne ihn vom Grund aufzuheben,
wenn keine Zeit bleibt, ihn zu lichten.
Schlitten, Gerüst, auf welchem das
S während des Baues steht; s. Abaufen.
Schloßgardekompanie, durch Kabinettsordre
vom 30. März 1829 als -Gardeunteroffizierkompanie=
zur Beaussichtigung
von königlichen Schlössern und
Gärten und zum Wachtdienst bei feierlichen
Gelegenheiten bestimmt. Sie ergänzt
sich aus zwölf Jahre gedienten, halbinvaliden
Unteroffizieren der Infanterie,
welche möglichst Feldzüge mitgemacht
ben und dekoriert sind. Sie zählt einen
eldwebelleutnant, 2 Feldwebelsergeanten,
5 Feldwebelunteroffiziere und 62
Unteroffiziere und steht unter Führung
eines Flügeladjutanten. Ihren jetzigen
Namen führt sie seit 3. Okt. 1861. Die
25 Jahre gedienten Unteroffiziere erhalten
einen Degen mit Krone (°Krongardisten).
Schlüsselmajor, früher der mit dem
Schließen und Offnen der Thore einer