Uummer 120
Nosenheimer Anzelger
zu stützen, den hbeftigsten Widerstand im nördlichen
Cambraibogen, wo die Divisionen der
Armee v. Belom mitten im Angriffe eine Abwehrschlacht
liefern mußlen. Die Erbitterung der
feindlichen Gegenstöße und die beweglichen Forts
der aus der Cambrai-Schlacht überlebenden
Tanks wurden an dem unvergleichlichen Heldenmut
unserer Truppen zuschanden. Erst am N sachmittage
gelang der Durchbruch durch die zweite
Stellung. Der Park von St. Lager und die
heißumstrittenen Ortschaften Croisilles. Vaulr=Vraucourt
und Morchies wurden erstärmt. Die
starke Besatzung der dritten Stellung, mit der
am Abend undere Vorposten Fühlung nahmen,
sagte neuc schwere Kämpfe für die lommenden
Tage voran
Democh Eiete der Druck der Armce v. Below
so schwer auf dem Cambrai-Bogen, daß der
Gegner mit der Räumung im tiessten Winkel
begann; über Flequibres und Ribcourt glitt
der Nordflügel der Armee v. d. Marwitz nach.
Unterdessen hatten die beiden südlichen Armeen
mit ilrren zuneren Flügeln um die Ehre des
Sieges gewelteisert. Bis Zun Spälnachmittage
dauerte der Enischeidungs#iampf, der mit der Eroberung
der dritten und letzten englischen Stellung
endigte. Die Amnce v. d. Marwih erstürmte
die Ortschaften Lieramont. Longavesncs, Marquaix.
Hamelet, Bernes. Pouilly und Coulaincourt,
die Armee v. Hutier nahm Beauvois und
Fluquihres und erzwang bei Jussy, Quessy und
Tergnier den Uebergang über den Crozatlanal.
Am Abend des 22. war der Durchbruch auf
breiter Front von der Straße Cambrai Pcéronne
bis an die Oise vollbracht. Im Laufe von
36 Stunden war das Problein der Wei lfront,
um das der Gegner zwei Jahre hindurch mit
Ausbietung aller Kräsie vergeblich gerungen
atte, entrollt und gelöm worden. Unermehßliche
Beute fiel in unsere Hand. Die vorbereitelen
Lager genügten nicht, um den Sirom von Gefangenen
anfunelmen, die Arbeitstruppen nicht,
un die Masse der eroberlen Geschütze abzufahren.
Unmitlelbar an den Durühbruch schion sich die
Versolgun gan. Der berüchligte tote Punlt
der Entente-Offensiden wurde überrollt. Während
in allen Gegenden Franireichs von Calais
bis Belsort Ala#n geschiagen wurde und von
allen Seiten die frantösischen Rub erhr isionen der
Dije ustrebten, vereinigte sich der Wille der
Fükrung iust dem Ungestüm der Tuppe in dem
glübenden Wunsch. deim Feinde an der Klinge
zu bleiben und den Keil möglichtt tief in die
brüchige From einzutreiben, elle das wiederhergesrellte
Gle ichgewicht der Kräfte di: Wucht des
Stoßes ausl.ob. Die Armee v. Hutier und die
südlichen Korps der Arimnee v. d. Marwitz drangen
am 23. bis an die ZSomme vor, warfen
Lanig entgegengeführte Reserven zurück und erlämpften
am 21. gegen einen tapser. aber in
sortgesetzter Verwirrung sechlenden Feind den
lebergang. Eine badt sche Dirision von beispielloser
Angrüsswucht warf ün Schutze des Frühnebels
bei Böthancourt die ersten Bataillone
über die Somme. Unmittelbar hinter der übersetzenden
J Infanterie schlugen die tapferen Lianiere
fal. rbare Brücken. Das Korps v. Oe
linger nalm am 23. in heitigem Straßenlamyf
die Stadt Ham, das Korps v. Hofacer tlags
darauf das an blutigen Erinnerungen reiche
Péronne. Clery und Boucharesnes, Maurepas
und Combles, die berühmten Kampfstätten
aus der alten Sommeschlacht. mit dem Blute
vieler deuticher Stämme getränkt. wurden von
der Armee v. d. Marwitz gestürmt. Am linlen
Flügel stieß das Korps v. Conta in den Waldungen
jenseits des Crozatlanals zum ersten Male
auf französische Kraste. Es waren die 125. und
9. Division und die 1. Kürassiere z. F., die,
ersten Schlachtlage alarmiert und aus der Ge.
gend von Senlis und Compio#guc eilig auf Kraftwagen
beranbefördert. sich auf unsere offene
Flanke warfen. Sie teilten das Schicksal der englischen
Stellungsdivisionen. Am 24. jiel auch
die Stadt Chauny an der Oise, welche zu dellen
die aus Gegend Paris herangehetzte 10. und
55. Dioision vergebens versucht hatten. Gleichsain
als drohende Verkündigung der siegreichen
Durchbruchsschlacht sielen zur Stunde, als die
Somme erreicht wurde, die ersten Geschosse unseter
weittragend. n Kanonen auf die erschrockene
Pauptstadt der Franzosen.
Währenddessen wurde ain Nordflügel am 23.
um die dritte Stellung gerungen. Dorf um Dorf.
Graben um Graben, mußten im Nahlampf überwältigt
werden. Einzeltaten von antiler Größe
sind überliesert. Es war ein Kampf mit der
HIndraschlange. denn unaushörlich traten frische
englische Divisionen in die Lücken. Endlich am
24. gelang es, unter dei Druck der südlichen Erfolge
in schweren Gesechten den Gegner aus
dem Cambrai-Bogen herauszuquetschen. Ein konzentrierter
Angriff der Korps v. Lindequist und
Grünert bewirkte am Nachmittage den Durchbruch
durch die dritte Stellung.
Das Korps v. d. Borne eroberte am Abend
Bapaume.
(Fortsetzung folgt.)
Die bayerische Hilfe für Tirol.
In den „IJnnsbr. Nachr.“ lesen wir: Von
geschätzter Seite in München kam privat die
erfreuliche Mitteilung nach Tirol, daß in Bayern
Tausende von Händen sich bemühen, den beliebtesi
Tirolern mit Lebensmitteln zu Hilfe zu
lommen. Man wäre auch gerne bereil, aw Tiroler,
die mit bayerischen Familien verwandt
sind und freundschaftliche Bezielungen haben,
Lebensmittelkarte direllt zu übermitteln hnlich
den Schweizer Sendungen wenn hie-Lir
die Ausfuhrbewilligung erteilt würde. Bei
den bayerischen Behörden wird nun um die Ausfuhrbewilligung
für solche Palete nachgesucht.
Einen Aklt der Wohltätigkeit aber würden die
Grenzbehörden ausüben, wenn sie die Grenzbewohner
die in Bayern erhältlichen Liebesgaben
(Brot, Mehl und Bier) unbehindert mit herübernebmen
ließen.
Die deutsch-holländischen
Uirtschaftebe ziehungen.
§ Berlin, 23. ö. Wie die „Doss. Ztg.“ aus
Notterdam meldet, sind lant Amsterdamer
„Handelsbiad“ die Verhandlungen über die Differenden
zwischen Holland und Deutichland, die
noch geldst ur erden müssen, ehe die Bef prechungen
über das nns Bielschaftsabkomme eumit Deutschland
beginren lönnen. so gut wie beendet.
Nur ein Punlt in noch unerledigt, aber auch
hierüber dürfte es bald zu einer VerKtändigung
lommen.
Brwerischer Landlag.
Nachtragsforderungen im Landtag.
Dem Landtag ist eine Nachtrageforderung
im Betrage von 900 000 Mark engegangen, die
von der Staatsregierung behufs Beteiligung
Baverns an der Reichesullermittelsteile verlangt
wird. Im- Aussichts »rat der Ge'ellschaft ist
Bapern vertrelen. Ferner il ein Entwurf eingegangen
betr. Erhöhung der Grubenseldabgabe.
Der Entwurf schlägt vor, die Grubenfeldabgabe,
die urieit jährlich 26 Pig. für jedes Heltar
des Gerubenseldes beträgt. auf 50 Pig. zu
erhöhen. Der Eptwurf will weiter ermöglichen,
daß bei nicht im Vetrieb besindlicken Grubenfeldern
das Bergwerlveigentum auch dann enk’aogen
werden kann, wenn die Grubenfeldabgabe innerhalb
##we##er Jare nicht voll entrichtet wird.
#in Ausbau de: Walchenseelrasiwerkes ist
eine atagssorderung von der Staatsregierung
dem Landtan Wgangen, d die für den Bau
des Werles den 2. Te#ubetrag verlangt, ferner
4662 600 Mark sür eine Lolalbahn Tö!z-Lenggries.
Vorderriß und Anger- Jachenau- Walchensce.
Eine weitere un Landtag eingebrachte Nachtragssorderung
rerlangt zur Beteiligung des
baverischen Staates an dem „Banernweri“ einen
Betrag von 5 400 000 Mark. Das „Barvernwerl“
soll d ie großen Eleltrizitälowerke #n rechtsrheinischen
S qapern mittels eines Hochspannungsnetzes
zuf sammenschließen und zugleich die Walchenseelraft
über das ganze Land verleiten Das
Leitungsneh soll von Kochel über München,
Augoburg, Nurnberg, Wür: öburg. Schweinfurt,
Vambesg. Bayrenth. Amberg, Haidhof, Regensburg,
Landehut und zurück nach München und
Kochel geführt werden.
Gesetzentwurf über die Aend
es Bergbaugesehes.
Dem Landtag ist ein Gesetzentwurf über die
Aenderung des Berggesetzes nebst Begründung
zur verfassungsmäßigen Behandlung zugegan--gen.
In dem Entwurf wird vorgeschlagen, zur
Sicherung der Interessen der Allgemein heit oie
Aussuchung und Gewinnung der Eisen- u. Manganer##,
der Braunkohlen und der in der Pfalz
vorkommenden Steinkohlen dem Staate vorzubehalten.
Zur Begründung ilt eine Deulschrift
beigegeben. bie 89 Seiten umfaßt und einen geologischen
leberbr über das Vorlommen der
nutzbaren Mi er#ien in Banern unter spezieller
Berücksichtigung der Eisenerze bringt. Aus den
Fensellungen. icichen dich Folgerungen, die
u. a. bef- "1 Zeit wird es möglich
sein, das WkKrerische ssen in Norddeutschland
einzuführen und außerdem auch die dortigen
Hütten mit Erzen zu verlorgen. Die großen
Hoffnungen. die man 2#r Zayren noch
auf die islzulaägische —*5 sehte, scheinen sich
nicht im vollen Umfange erfüllt zu haben. So
war man veranlaßt, aus Spanien und Schweden
Er#e zu beziehen. Die spanischen Erzlagerstätten
gehen aber ihrer Erschöpfung entgegen.
Nun licgt die Gefahr nahe, daß Schweden selbst
in nicht serner Zeit durch Ausnütung seiner
Wasserkräfte die Verschmel-ung seiner Eisenerze
auf ereltrischem Weg in Angriff nehmen wird.
Juwiewert die franösische Minetke in Zukunft für
den deutschen Bedarf zur Versügung slehen wird,
läßt sich zurzeit nicht übersehen Sind aber die
deutschen Hütlen, welche das Erz aus diesen Ländern
be- jelen. genötigt, ihren Bedarf anderweitig
eu decken, so kann man erwarten, daß
hierbei anch bayerische Er## eine Rolle spielen
werden. Das Maß der Beteiligung der bayerischen
Eisenerze wird aber siets von der Billigleit
ihrer Verfrachtung abhängen.
Aenderung des Hagelversicherungsgesetzes.
Nach einem dem Landtag vorliegenden Gesetzentwurf
soll das Hagelversihrunkeset u. a.
dahin geändert werden, daß die Anstaltsmitglieder
nach näherer Bestimmung der allgemeinen
Persicherungsbedingungen dle in Ark. 13 Ab. 3
vorgesehene Kürzung der Entschädigungen auscchließen
können. Für den Fall des Justandelommens
dieses Gesetzes hat die kXgl. Versicherungskammer
mit Zustimmung des Landesausschusses
den nachstehend abgedruckten Nachtrag
derung
aufgeslellt. Um die neue Einrichtung noch für
das lausende Versiche rungsjahr wirssam werden
zu lassen, nimmt die #9lI. Versicherungskammer
schon jetzt Anträge entgegen, die wirlsa
m werden, menn das Gesetz zuslandekommt.
Im enlgegengesetzten Falle würden die Anträge
als nicht gestellt gellen und würde es
überhaupt bei den bisherigen Versicherungsledingungen
verbleiben. Zur Antragstellung genügt
die auf dem Verzeichnis oder sonstwie abgegebene
Erklärung. daß für das nach Ortschaft
und Hausmmmer ke#eichnete Anwesen der
Ausschluß der Kürzung beantragt wird.
bes= und Persona#nachrichten.
* München. 24. deP
der württemberg. Minister i
dend Dr. v. Weissäcker krisft in den —
Tagen dies Mai hier ein, um den Besuch des
Slaatsminister# v. Dandl zu erwidern.
Privatier Ludwig Schöpf, srüherer
Reichstags- u. Landstagsabgeordneter und langjähriger
Bürgermeister von Pfassenhausen ist
nach schwerem Leiden im Alter von 75 Jahren
gestorben. Er mar von 1893 1899 Vertreter
des Wahlkreises Kaufbeuren in der Zweiten
Kammer.
Mänchener Neuigfeiten.
* München. 2.1. Mai.
von der Großhesseloher
Brücke. Heule fruh stürzte sich von
der Grobtesseloher Prücke eine etwa 33 Jahre
alte Frau in die Tiefe und wurde alsbald als
Leiche geborgen. Es dürfte sich jedenfalls un eine
seit einigen Tagen als vermißt gemeldete Lehrersgatlin
aus der Gegend von Mindelbheim
heandeln.
Isheriche Nochrichen.
Ausschreitungen in Ingolstadt.
Amtlich wird miilgeteill.: Am 22. Mai gegen
Abend brach in Ingolstadt in einer Wirtschaft ein
Brand aus. Während sich aus diesem Anlaise
eine größere Mensch emnmenge ansammett., wuroe
durch cinen Schuhmann ein Mann, angeblich ein
Deierteur verhaftet und auf die Wache im Ralhaus
geführt. In Begleitu- # dieses Mannes besand
sich ein Soldat, ein Nervenkranker, der
vor dem Rathause ein lautes Geschrei anhob
und hiedurch eine größere Menschennienge anlockte.
Es verbreitele sich albald die Vehauplung,
man habe gesehen. wie: der Schutzmann auf
den Soldaten einschlug, und es griff umso
gröbere Erregung um lich, als der belrefiende
Schugmann, als eine in Ingolstadt unbeliebte
Persönlichteit bereichnet wird. Schliei#lich zerstreute
sich aber die Ansammlung und es ktrat
Ruhe ein. Nach längerer Zeit rotlete sich neuerdings
eine Schar junger Burschen und Mädchen
usammen. Sie drang auf bisher noch unbe
kannte Weise in das Rathaus ein und verübte
teils dort, leils vor dem Nalllaus grobe Ausschreitungen
und Sachbeschädigungen,
in deren Verfolg im Erogeschoß ein
Brand ausbrach, der zahlreiche Altensiũcle des
Stadtmagistrats vernich'ete. Infolge der grost en
Mensckenmasse, die sich sofort wieder angesammelt
hatte, konnte die Feuerwehr geraume Zeit
nicht zu dem Brandherde vordringen. Erst durch
einschreitendes Militär ließ sich die Menge zerstreuen,
wobei es noch in den Nachbarstraßen zu
eimelnen Sachbeschädigungen au Fenstern und
Läden kam. Das Gesamtergebnis der noch während
der Nacht gepflogenen Erhebungen gehl mit
aller Bestimmtheit dahin, daß diese bedauerlichen
Vorsälle keine allgemeinpolitischen, parteipolitiscen
oder wirtschaftlichen Ursachen haben,
vielmehr lediglich aus roher Radau- und Zerstörungelust
junger und umeiser Personen beiderlei
Geschlechts entsprungen sind. Die Ordnung
ist volllommen wiederhergest ellt.
Brandunglück. In Etting bei Bogen wurden
durch Blitzschlag die Oekonomiegebäulichkeiten
des Bauern Fürst eingeäschert. Bei den Löscharbeiten
sand man die Leiche des 29 jahrigen
Gütlers Köppl von Lener verkoh ohlt auf, de
vor dem Gewitter im Anwesen des Fürst Equ
gesucht hatte.
In der Donau ertrank die 14 jährige
Tochter des Ueberführers Vogt in Regensburg.
Das Kind, das die Fähre über den Fluß bringen
wollte, verlor die Herrschaft über das schwere
Fahrzeug, stürzte in das Wasser und konnte von
dem in einem Boote zu Hilfe eilenden Vater
nicht mehr gereltet werden.
Beim Holzfällen kam der 13 jährige
hn des Ockonomen Kinzelmann in Weiler,
der leinem Vater helsen wollte, ums Leben. Eine
stürzende Tanne erschlug den Knaben. Als der
Vater allein den schweren Baum von der Leiche
seines getöteten Kindes wegheben wollte, zog er
sich innere Verletzungen zu.
Beim Baden ertrunken. Der 10 jährige
Sohn des iin vorigen Jahre an den Folgen
eines für das Vaterland erlittenen Unglacksfalles
verstorbenen Briesträgers Mahle in Immenstadt
ertrank beim Baden. Es ist dies schon
das zweile Kind der Familie Mahle, das auf
diese tragische Weise ums Leben kam.
Vom Zug getötet. Der Bäleermeister
Sief aus Rosenberg, der gegenwärtig beim Mili-
Todessturz
zu den allgemeinen nersicherungebedingungen
Samstat, 25. Mai 1918
lär ist, wurde an der Vehrubersahtt zwischen
Amberg und Drahthammu von einem Jug
überfabren und getötet.
Schwere Blnktat. Juu Hause Sieben
Zeilen 34 in Nürnberg ereinate sich eine schwere
Bluttat. Ein dort wohnhaster Belgier versetzte
seiner 18 jährigen Tochter nehrere Messerstiche
und brachte ihr lebensgefährliche Verletzungen
bei. Der Täter wurde sesgenommen.
Bsyerisches Verians.
Kolbermoor, 24. 5. Gastspiel. Sonntag,
den 26. Mai gastiert in großen Mareissaal
das Bayer. Bauerntheater mit der bestbekannten
Direltion J. Rirchner · Lang. Gespielt wird
die dreialtige Bauernposse „Die Weibermacht“.
Die Truppe ist hier nicht ubelannt und dürfte
ihr ein guter Besuch sicher s#in.
Gmund, 23. 5. Zu der Wiloereraf.
säre auf den *9 Benzen, bei der der 31
Jahre aite Gastwi #wer Lechner, Soldat
des Ins. Leib Regt Leben einbüßte, erfährt
man noch: Der Fo#da und die Srge
Leiche ergaben, daß LPochner uuf kurze Enkfern:
ohne Kampf erschoßen wonen war. Etwa 56
Meter von der Leiche entient sand man eine
ausgeweidete Nehgeiß. Demaach ist eschtene
daß Lechner den Wilderer serrascht hat. Aus
der Tasche des Jägers fehlen 2060 Mtarl, die
der Wilderer offenbar geilehlen hat.
wWolfsberg, 23. 5. Unglücksfall. Der
9ährige Sohn Matlhias de Kronberger. Söldners
Kreu:epointuer spielte rähreno die Mutier
in der Kirche weilte, mit eicem geladenen Tercrol
der Schuß entmo sic als der Knabe den
Lauf gegen die Bruft hie#t. hie Ladung, obwol)
mur Pulverschuß. drang in den Körper und verursachte
den sofortigen Tod. Der Vater steht im
Felde.
Bad Reichenhall, 23.5. Brandausofsener
Bahnstrecke Betriebsitörung.
Gestern abend lurz nach -1 Uhr verlöschte
im Sladtbezirk und Ki den an das Saa
lachkraftwerk angesch! ossenen Abneb mern der Umgebung
das eleltrische Licht. Fünf Minnten lang
lag die ganze Stadt in völigem Dunlel. Die
Ursache dieser plötzlichen Letunterbrechung war
solgende: Um 1211 Uhr griet bei einem mit
Heu und Stroh beladenen Nilitärgüterzug, der
sich auf der Fahrt ron Frellessing nach Salzb urg
besand, nächit Freilaĩsing ezf freier Strede ein
Strohwagen infolge Funlen ags in Brand und
senle im Nu fünf weitere Stohwagen in Feuer.
Lichterloh brannte der Zugund der Feuerschein
war bis nach Reichenhall sichtbar. In kurzer
Jeit war die eleltrische Oberleitung der Bahnstrecke
abgeschmolzen und & Strecke stromlos.
Zwischen Freilassing und aleburg war jeder
Verlehr gesperrt. Die sech Wagen brannten
vollständig zusammen. Der um 10.30 ier fäl
lige Abendzug kam erst um 11.51, also kurz
vor Mitternacht. am Bahndof an, brachte aber
die Reisenden aus Sa lzburg nicht mit, die mit er
heblicher Verspätung erst gegen 1 Uhr nach Freilassing
lamen. Es wurde dam noch ein Ersanzug
nach Bad Neichenhall einglegt, der um 1,21
nachts am hiesigen Bahnkef ankam.
Lokutnachrchken.
* Rosenheim, 24. Mai.
Aus dem Felde der Ehre gesallen:
Kriegsfreiwilliger Muslketie Karl Baier, Rechtsanwalts
sohn aus Rosenhein. (In der in unserer
gestrigen Nummer zh stenen Todesanreige
K arl! aier iit läder ein Drucksehler
unterlaufen. Der Seelengolesdientt in der Sebastinns-Klosterlirche
sindelam Samoetag, den
25. Mai um 1°7 Uhr (nichtum 1.9 Uhr) statt.
Andreas Gar, Hausmeister i# Rosenheim, Landlurmmann
bei einem Ins. Rgt., Unterojfizier
Josef Schneider, Inhaber des Elsernen Kreu?:##s
2. Kl. und des Militärvedienstkreuzes 3. Kl.
mit Schwertern, Reservist Adreas Weber, Adlmeiersohn
von Zaisering, JIhaber des Eisernen
Kreu:es
Silberhoch: eit. Heu Mich. Vößt Igl.
u 7 dahiter, feiert beute seine silberne
Hoch#eit. Bößl, ein gebürler Oberpsälzer, ist
ein allseils beliebter Beamie und Gesellschafter
5 seit 17 Jahren am hesigen Salinenamte
ätig.
Schwere Gewitter nit heftigen eleltrischen
Entladungen und ausgebigen Regengüssen
gingen gestern Abend um heute Nacht über
Stadt und Flur nieder. De We. Ablühlung
und Befeuchtung ist eingetuien. Heule Morgen
herrschte noch Gewitterstimang vor.
Blitzschlag. Beim geirigen schweren Gewitter
*8 abends 9 Uhr dir Blitz in das Haus
des Rangiermeisters Kuchler in Fürstätt 33 bei
Küpferling. Der Strahl jeit jedoch nicht;
lediglich einige Balken am Kamin und das Dach
wurden beschädigt.
Eine Sehenswürdig eit. Auf dem
Wege nach Langenpfunzen i#ein Baum, der von
unten bis oben schneeweiß nit einem Netz *B
Raupen umsponnen ist.
Gesundene Gegensände. Kinderkrahen,
Ring und Geldbörse murden gefunden; abzuholen
im magistratischen Sschäftszinmer N. 2.
Operetten-Gastspiel im Duutschen
Kaiser. Die Landshuter Ourette unter Leitung
von Direktor Dr. Gustav Quedenfeldt gastiert