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gemacht, oder wird von dem Bergwerksbesitzer ohne rechtmäßigen Grund die
Aushändigung des Arbeitsbuches verweigert, so kann die Ausstellung eines
neuen Arbeitsbuches auf Kosten des Bergwerksbesitzers beansprucht werden.
Ein Bergwerksbesitzer, welcher das Arbeitsbuch seiner gesetzlichen Verpflichtung
zuwider nicht rechtzeitig ausgehändigt oder die vorschriftsmäßigen Eintragungen
zu machen unterlassen oder unzulässige Merkmale, Eintragungen oder
Vermerke gemacht hat, hat dem Bergmann den diesem daraus entstehenden
Schaden zu ersetzen. Der Anspruch auf Schadensersatz erlischt, wenn er nicht
innerhalb vier Wochen nach seiner Entstehung im Wege der Klage geltend
gemacht wird. Die Vorschriften in § 209 Abs. 2 Nr. 1 bis 4 des Bürgerlichen
Gesetzbuchs finden Anwendung.
§ 102.
Auf Antrag des Minderjährigen oder seines gesetzlichen Vertreters hat
der Gemeindevorstand die Eintragung in das Arbeitsbuch kostenfrei zu beglaubigen.
8 103.
Ein Bergwerksbesitzer, welcher einen Bergmann verleitet, vor rechtmäßiger
Beendigung des Arbeitsverhältnisses die Arbeit zu verlassen, haftet dem früheren
Arbeitgeber für den entstandenen Schaden neben dem Bergmann als Gesamtschuldner.
In gleicher Weise haftet der Bergwerksbesitzer, welcher einen Bergmann
annimmt, von dem er weiß, daß er einem anderen Arbeitgeber zur Arbeit
noch verpflichtet ist.
In dem in Abs. 1 bezeichneten Umfange haftet auch der Bergwerksbesitzer,
welcher einen Bergmann, von dem er weiß, daß er einem anderen
Arbeitgeber zur Arbeit noch verpflichtet ist, während der Dauer dieser Verpflichtung
in der Beschäftigung behält, sofern nicht seit der unrechtmäßigen
Lösung des Arbeitsverhältnisses bereits vierzehn Tage verflossen sind.
8 104.
Der Bergwerksbesitzer ist verpflichtet, den zum Besuche einer Fortbildungsschule
verpflichteten Arbeitern die hierzu erforderliche Zeit zu gewähren.
Als Fortbildungsschulen im Sinne dieser Bestimmung gelten auch An—
stalten, in welchen Unterricht in weiblichen Hand- und Hausarbeiten erteilt wird.