32
Augustow inzwischen schon abgewiesen war, mußte die
geplante Vereinigung mit ihr unterbleiben, und so
endete auch dieses Unternehmen mit einem Mißerfolg.
Am 13. Oktober war Lyck wieder deutsch, und im allemeinen
blieb Ostpreußen in der zweiten Hälfte des
ktober frei vom Feind. In ungeschwächter Kraft
stand die Hindenburgarmee bereit zu neuen Taten,
denen der Feldherr sie alsbald entgegenführte.
I. Kriegsgeschichte
Lodz besetzt, ebenso einige Punkte an der Bahnlinie
Thorn-Warschau, von denen sich Wloclawek bereits
seit Anfang August in deutschen Händen befand.
Mitte September war es für die österreichisch-ungarische
Streitmacht in Galizien zur Notwendigkeit geworden,
vor der ungeheuren russischen Üübermacht 5
hinter die Wisloka zurückzuziehen, um später aus diesem
Versammlungsraum, zwischen Weichsel und Kar-—
. ««.«72
»F
8
—
*—
".
54%
4
arnchmen-i#
i
I
I
4
Ver Vorstos bis zur Weichsrl1.
Während im Norden, in Ostpreußen, große Siege
errungen und im Süden, in Galizien, schwere Kämpfe
ausgesochten wurden, gehörte das dazwischenliegende
polnische Gebiet zunächst zu den Nebenkriegsschauplätzen;
immerhin wurden auch hier Ende August von
den verbündeten deutschen und österreichisch-ungarischutz
nach Möglichkeit auf feindliches Gebiet zu verschen
Truppen Fortschritte gemacht. Um den Grenzlegen,
wurden Ende 5 Opatow, Radom und
pathen, zu neuer Offenfive übergehen zu können. Diese
war als Vorstoß gegen den San geplant; während
man die Russen über diesen Fluß zurückzudrängen
hoffte, sollten deutsche Kräfte, durch Südpolen vor-Erdend
die Weichsel Überschreiten und die aus der
egend nördlich von Krakau Über Jaslo-Jaroslau-Sambor
nach dem Uzsoker Paß führende russische
Stellung in der Flanke und im Rülcken angreifen.
Um dies zu eölichen. wurde eine Armee gebildet,
die Teile der in Ostpreußen freigewordenen Streitkräfte
umfaßte, 4 Armeekorps und 1 Kavalleriedivi-1
gl. die Karte Bo. I. S. 88/9 und den Krlegsbericht Vd. 1. sion zählte und als 9. Armee unter Susnburge
S. 10#st.
Oberkommando stand. Den mittels der Eisenbahn