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durch das Blutbad der sizilianischen Vesper (1282) wurde ihm die
Perle seines Reiches, Sizilien, entrissen.
11. Das Leben im Mittelalter.
1. Das Nittertum. Die Hauptstütze der Fürsten bei Kriegen waren
die Ritter. Sie kämpften zu Roß und zu Fuß. Ein Panzer schützte Brust
und Rücken, ein Helm das Haupt, ein Visier das Gesicht, die Schienen Arme
und Beine. An der Seite hing —
das Schwert; die Hand schwang EEW*
die Lanze; ein Schild war r
die Schutzwaffe. Die Füife.
schmückten goldene Sporen, “
den Schild ein Tierbild als
Wappen, den Helm ein Zierat
als Kleinod. Die Ritter mußten
ein lange Schule durchlaufen.
Vom 7. Jahre ab
lernten die Edelknaben als
Pagen auf der Burg eines
Nitters Dienst und höfische ½ —
Sitte. Im 14. Jahre wurden 18. Ritter in voller Rüstung.
sie durch Umgürtung eines Wehrgehenks vor dem Altar wehrhaft gemacht und
begleiteten nun ihre Herren als Knappen z Jagd, Krieg und Festen. Hatten
sie sich bewährt, so erfolgte meist im 21. Jahre der feierliche Ritterschlag oder
die Schwertleite. Am Altar mußte der junge Ritter geloben, die Kirche zu
ehren, die Ungläubigen zu bekämpfen, die Wahrheit zu reden, das Recht zu verteidigen,
im Dienste der Fürsten und Frauen treu und gewärtig zu sein, Wehrlose,
Witwen und Waisen zu beschirmen. Dann erhielt er von einem Fürsten
oder berühmten Ritter drei Schläge mit dem flachen Schwerte in den Nacken,
erhob sich als Ritter und bestieg sein Roß. Der Geist und die Pracht des Rittertums
entfaltete sich bei den Turnieren. Ein Platz war mit Sand bestreut, von
Schranken eingefaßt und von Schaubühnen überragt. Hier wurden allerlei Waffenspiele
vor edlen Frauen und tapfern Männern gehalten. Herolde überwachten die
Ordnung, und eine Dame reichte endlich dem Sieger den „Dank“, d. h. den Preis.
In der Zeit der Kreuzzüge entstanden 3 Ritterorden,
die eine Verschmelzung der Mönchs= und
Ritterpflichten zeigten. Die Johanniter, die ein
weißes Kreuz auf dem schwarzen Mantel trugen,
hatten sich die Pflege kranker und hilfloser Pilger
zur Pflicht gemacht. Sie mußten Gehorsam,
Ehelosigkeit und Armut geloben. Ihr erstes
Hospital hatten Kaufleute aus Italien in der Nähe
des heiligen Grabes gebaut. Nach Verlust des
heiligen Landes siedelten sie nach Rhodus und
Malta (Malteser) über. — Der Templerorden
ist von neun französischen Rittern gestiftet und
hatte sein Ordenshaus auf der Stätte des salo- »
monischenTempels.DieRitterwarenanweißen·"·«
Mänteln mit roten Kreuzen kenntlich. Sie hatten
außer Gehorsam, Keuschheit und Armut auch noch
Waffenschutz für die Pilger gelobt. Der Orden 19. Templer in Ordenstracht.
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